Die Hundstodbesteigung im Steinernen Meer
Eine Ausdauer-Bergtour unter optimalen Wetter-Bedingungen.Vom Morgengrauen bis zum abendlichen Alpenglühen mitte Sept.2010 Die Tour wird so in keinem Alpenführer beschrieben.
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Nur anhand einer Wanderkarte und aufgrund meiner BergerfahrungHabe ich sie mir so zusammengestellt
.Einzige Bedingung waren eine stabile sonnige Wetterlage für einen Tag.Die gab es am Sonntag den 12.09.2010Ausgangspunkt war Weissbach im Saalachtal(Land Salzburg)Samstag Nachmittag war ich bereits aus Landshut angereist und nächtigtedort in der Dr. Rachelspergerhütte. Sie liegt unmittelbar neben der Lamprechtshöhle.Eine imposante Schauhöhle.
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.Noch abends packe ich meinen Rucksack……mit Regensachen wasserdicht verpackter Ersatzwäsche….. Mütze und Handschuhe……trotz der Schönwetterprognosen. Sonntag 5h aufstehen…. nach kurzer PKW-Fahrt bis zumWanderparkplatz Bachwinkel 650m bei Saalfelden, startete ich meine Tour um 6h früh in völliger Dunkelheit. Nur meine Stirnlampe weist mir den Weg.Der Talnebel verzögert das aufkommende Tageslicht.
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Die Aufstiegsroute zumPeter-Wichenthalerhaus 1700m ist mir vertrautSo finde ich schnell den gut ausgeschilderten Weg zum Waldbergpfad.
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1h später…….ich durchdringe den Morgennebel habe völlig klare West- Fernsichtsicht bis zu der Schneebedeckten 3Tausender-Tauernregion.
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2h…….habe fast die erste Berghütte erreicht die Baumgrenze liegt hinter mirdie Berggipfel leuchten imposant im Morgenlicht. Ich blicke auf eine geschlossene weißeTalnebeldecke.
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.2,5h ………habe mein erstes Etappenziel erreicht. Das Wichenthalerhaus……die Hütte war völlig ausgebucht. Zusammen mit den Übernachtungsgästen genieße ich mein Frühstück undden herrlichen Tagesanbruch. Nur zögerlich löst sich der Talnebel auf und gibt die Sicht in das Saalachtal und nach Saalfelden frei.(für meinen Geschmack zu zögerlich…. das bedeutetTiefdruck und Wetterumschwung……dieses Empfinden sollte sich für mich noch lohnen)
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3h ……mein Weg führt mich weiter zur Weißbachscharte 2260m……plötzlich lautes Gejohleunschwer konnte man den eindrucksvollen Almabtrieb der Gebirgsschafe beobachten.Schäfer und Schafherde kommen mir entgegen. Ich verziehe mich….. ab vom Weg auf einen guten Beobachtungsplatz um den Zug der Herde nicht zu stören.Ohne Hütehunde nur durch die Zurufe der Schäfer zieht die Herde blökend vorüber.
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4h ……mit Drahtseilen gesichert, windet sich der Weg steil hoch zur Scharte. Ich bin froh das die Sonne noch nicht hinter dem Gebirgskamm emporgekommen ist.
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5,5h…….500m Höhenunterschied von der Hütte bis zur Weißbachscharte sind überwunden und damit der Höchste Punkt auf meinem Weg zum Ingolstädterhaus.Ich genieße das eindrucksvolle Panorama der Tauerngipfel und den Blick über das steinerne Meer.Zum ersten mal sehe ich auch mein Tagesziel….. das Ingolstädter Haus 2130m unddahinter die mächtige Westwand vom großen Hundstod.Wie eine Pyramide ragt der Gipfel nochmals 460m in die Höhe.
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7h……..Das Steinerne Meer hat mich in seinen Bann gezogen zum ersten mal bin ich mittenin einem Felsenzirkus mit bizarrsten bunten Felsformationen voll mit Fossilien. Das Ur-Meer bietet hier Muscheln Korallenriffe Seelilien. Eine wilde Karrenlandschaft vom Wasser, der Eiszeit der Geo-Tektonik und dem Zahn der Zeit geformt. Höhlen Spalten und wild zerklüftete Felsplatten und Blöcke führen mich wieder hinab auf 2000mNur noch aufgehäufte Steinpyramiden und Farbige Markierungen weisen mir den Wegzum Ingoldtäterhaus .Ich lasse mir Zeit und genieße fotografierend diesen Felsenzirkus.
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8h …….ich erreiche einen denkwürdigen Felsblock da wird an einen Peter erinnert der hierumgekommen ist. Lauter bunte Stoff-Fetzen mit Sinn –Sprüchen bedecken den Felsblock.Ein Stück Stoff hat jemand besonders deutlich leserlich ausgebreitet…….da standen folgende Worte.
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WIE LANGE ICH LEBELIEGT NICHT IN MEINER MACHT;
DAS ICH ABER,SO LANGE ICH LEBE,.WIRKLICH LEBE
,HÄNGT VON MIR AB. Gezeichnet…… Senea
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Irgendwie hat mich der Spruch getroffen……denn heute hatte ich so das EmpfindenJa du lebst wirklich…..es ist ein einzigartiger Tag der die Körperliche Anstrengungin einen Genuss aller meiner Sinne umwandelt.
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9h ……….endlich um 15h erreiche ich das Ingolstädter Haus.Bestes Wetter eine gute Fernsicht und ein gutes Körpergefühl sagen mir…. mach eineausgiebige Pause packe deinen Rucksack um und nimm den Gipfel heute noch mit.Wenn ich um 16h losgehe habe ich noch 4Stunden Tageslicht ……das reicht für einen schönen Fotoaufstieg einer halbstündigen Gipfelrast und eine sicheren Abstieg…….Wer weiß was morgen ist……..der Talnebel hatte sich zu zögerlich aufgelöst……..dasschöne Wetter scheint zu kippen.
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10h ……..es ist 16h ich fühle mich gestärkt und habe allen Ballast im Trockenraum derHütte zurückgelassen. Kein anderer Bergwanderer will mich zum Gipfel begleiten.Alle genießen die Sonne auf der Terrasse und ihr Bier. Sie planen alle den Aufstieg fürMontag früh und glauben der amtlichen Wetterprognose.Nach 9h in den Beinen noch zum Gipfel rauf??? ?nicht mit uns.Also ziehe ich alleine los. Der Weg führt über den Hundstodsattel gut markiert in steiles Gelände. Jeder Schritt bringt mich dem dem Gipfel näher.Mir kommt noch ein Pärchen mit Schäfer-Hund entgegen……sie waren oben…….mit Hund.Jetzt war ich mir sicher das ich da oben raufkomme.
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Nach einer einzigen kleinen Kletterstelle ging es serpentinenartig zum Gipfel.Immer wieder zückte ich die Kamera der Tiefenblick war grandios. 12h das Gipfelkreuz auf 2594m ist erreicht.
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Der Wind ist abgeflaut ich habe noch eine völligklare Fernsicht in alle Himmelsrichtungen. Filmen, Gipfelbucheintrag, Fotografieren und einen kleiner Imbiss kann ich mir in aller Ruhe gönnen. Das Steinerne Meer und die Berchtesgadener Alpen sind in die Abendsonne getaucht. So hoch oben behindert kein anderer Gipfel diese Rundsicht.
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12,5h 18h30 Zeit zum Abstieg. Noch einmal wird meine Konzentration gefordert.Sicher überwinde ich die Kletterstelle und komme entspannt immer tiefer.Schleierwolken trüben das Abendlicht. Scharfer Wind kommt auf….. gut das ich Mütze und Handschuhe mitgenommen hatte.
13,5h Die Schlüsselstellen sind alle überwunden. Noch einmal gleitet die Abendsonne durch den Wolkenschleier und taucht die Region in leuchtendes Orangegelb.Die Abendwolkenfetzen färben sich ein in einem brennenden Horizont……. ein imposantesSchauspiel am Westhimmel. Die Profile der nahen Berggipfel sind schwarze Silhouetten aufOrangen Hintergrund.Ich vergesse meinen Zeitplan und staune nur noch ……im letztenAbendschimmer um 20h erreiche ich nach
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14h …..mit Pausen die Hütte und mache endlichFeierabend.Alle staunen das ich das Programm(mit meinen über 56jahren) so an einem Tag durchgezogen Habe.Ich genieße jetzt den Hüttenabend und freue mich schon auf Montag früh.Es werden noch etliche Tourentipps getauscht dann löst sich langsam die gesellige Runde zurNachtruhe auf.
Mo früh 7h …….Nachts hatte sich schon der Wettersturz angekündigt.Mit Wind ..Regen und Graupelschauer.Morgens dann Nebel Dauerregen und Temperatursturz.Beim Frühstück nur lange Gesichter und Abstiegspläne…..null Fernsicht. Um 10h früh tätige auch ich den Abstieg genau soWie ich hochgekommen bin…….. über die Weissbachscharte.Die Nässe bringt die Kontraste der Felslandschaft richtig zumLeuchten alle Farbschattierungen verstärken sich..Eine einzige Bergwanderin treffe ich……sie will dahin wo ich herkomme.Ich zeige ihr noch eine versteinerte Korallenbank und Kuhtrittmuscheln dieHerzförmig aus den weicheren Gestein hervortreten.Kurz vor der Hütte kreuzt noch eine Gemse meinen Weg.
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Als einziger Hüttengast leiste ich mir dann auf der Wichenthalerhütte um 15hNochmals Kaffee und Kuchen. Die Hüttenwirtin und ihr Riesenhund leisten mir Gesellschaft.Sie hat heute einen ruhigen Putz und Flicktag.Sämtliche Regenbekleidung und trockene Wäsche kam zum Einsatz.Meine Vorsorge hatte sich gelohnt.
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Mit einer einzigartigen Ausbeute an Bildmaterial Siehe das Fotoalbum) und dem Gefühl das ich ein meiner schönsten Bergtouren erlebt habe bin ich wieder um 17h bei meinem PKW angekommen.
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Um 21h30 war ich dann wieder in Landshut, um am PC mein Bildmaterial zu Sichten.
Seit Juni 2010 Habe ich die Besteigung dieses Traumgipfels geplant.Die gute Wetterprognose, die momentane Vitalität und die spontane Entscheidung,dann loszulegen wenn alle Umstände passen, …..als auch meine Bergerfahrunghaben zum Gelingen dieser Tour beigetragen.
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Erstellt und erlebt am 12.13.Sept 2010 von Will Schafscherer Ruhms
