Rauch oder Bauch?
Die gute Nachricht zuerst: Ich rauche nicht mehr! Allerdings habe ich nach gut einem Jahr ohne Zigaretten meinen bisherigen Gewichtsrekord um Längen gebrochen, und wenn ich so zu dem einen oder anderen „Wegbegleiter im Entzug“ herüberschiele, stelle ich fest: Ich bin nicht der einzige.
Ich bin undiszipliniert. Ein unverbesserlicher Genussmensch, lernunfähig und insofern eigentlich unwürdig, die Vorzüge des neuen Zustandes genießen zu dürfen. Andererseits: Das Wiedererwachen der „Aromasinne“ öffnet natürlich auch vollkommen neue Verführungs-Aspekte. Früher ist der eine oder andere Duft einfach in dem Grundgestank ersoffen, der offenbar jeden Raucher nicht nur umweht sondern an ihm haftet wie eine zweite Haut -- ganz zu schweigen von der Vielfalt geschmacklicher Nuancen, die an der Teerschicht, welche die Geschmackpapillen gegen äußere Einflüsse wirksam abgeschirmt hat, einfach scheitern mussten.
Das ist alles ganz neu. Klar, dass man dem Spektrum an neuen „Angeboten“ nur zu gern verfällt!
Man hat mir ja vorhergesagt, dass das Leben so viel genussvoller werden würde, wenn ich den Nikotinteufel erstmal mit der „inneren Fliegenklatsche“ zu einer Silhouette an den Wänden zermalmt hätte, die mein Denken begrenzen. Allerdings kroch auch eine gewisse Furcht in mir auf. Was nun, wenn der Italiener, dessen Speisen ich so schätzte, in Wirklichkeit ... ? Nicht auszudenken!!!
Apropos Verführung: Unfassbar, was mir in all den verqualmten Jahren entgangen ist! Es streichelt sich sehr viel lustvoller mit warmen, weil gut durchbluteten Extremitäten. Da tun sich noch immer neue verlockende synästhetische Perspektiven auf.
Habe ich nicht durch diesen schweren Verzicht, der bisher mit so viel sinnlichem Erlebensgewinn belohnt wurde, endlich neinsagende Disziplin erlernt?
Doch habe ich. Ich bin durchaus „gewachsen“! Auch mental, aber vor allem in die Breite. Nimmt man alle Polster zusammen, die sich auf den Rippen derer ansammeln, die unter dem Einfluss der einschlägigen Gesetzgebungen derzeit in unserem Land dem Nikotin Adieu sagen, man könnte glatt die Bevölkerung einer Großstadt daraus formen -- ganz zu schweigen von der möglichen Einsparung an fossilen Brennstoffen, wenn man die Fettmengen in der kalten Jahreszeit verheizen würde.
„Eines nach dem anderen“, habe ich mir damals gesagt; man kann sich schließlich nicht „an allen Fronten“ gleichzeitig zusammenreißen, und der Rauchstopp ist jetzt „Nummer eins“. Verdammt, an der Taille, ich meine, an der Körperpartie, die mal meine Taille war, da drückt´s.
Gürtel auf. Zack, schon springt der obere Hosenknopf gegen die Bürowand gegenüber, prallt ab und saust mit Elan durch die offene Tür in den Flur. War ich bis eben noch sicher, dass niemand etwas von der Enge in meiner Körpermitte mitbekommen hat, so höre ich jetzt von draußen die Stimme der netten Kollegin: „Hm, ein eiliger Hosenknopf. Ist das Ihrer?“ Offiziell natürlich nicht!!! Ich schüttele den Kopf und stelle fest, dass mein Doppelkinn noch einige peinliche Sekunden lang nachschwingt. Vor gut einem Jahr war ich ein wirklich attraktiver Mann.
Da steh´ ich nun, bezeichne mich als Nichttaucher und schaff´ es nur mit Mühe, meinen Hosenknopf vom Boden aufzuheben ...
Das ist alles ganz neu. Klar, dass man dem Spektrum an neuen „Angeboten“ nur zu gern verfällt!
Man hat mir ja vorhergesagt, dass das Leben so viel genussvoller werden würde, wenn ich den Nikotinteufel erstmal mit der „inneren Fliegenklatsche“ zu einer Silhouette an den Wänden zermalmt hätte, die mein Denken begrenzen. Allerdings kroch auch eine gewisse Furcht in mir auf. Was nun, wenn der Italiener, dessen Speisen ich so schätzte, in Wirklichkeit ... ? Nicht auszudenken!!!
Apropos Verführung: Unfassbar, was mir in all den verqualmten Jahren entgangen ist! Es streichelt sich sehr viel lustvoller mit warmen, weil gut durchbluteten Extremitäten. Da tun sich noch immer neue verlockende synästhetische Perspektiven auf.
Habe ich nicht durch diesen schweren Verzicht, der bisher mit so viel sinnlichem Erlebensgewinn belohnt wurde, endlich neinsagende Disziplin erlernt?
Doch habe ich. Ich bin durchaus „gewachsen“! Auch mental, aber vor allem in die Breite. Nimmt man alle Polster zusammen, die sich auf den Rippen derer ansammeln, die unter dem Einfluss der einschlägigen Gesetzgebungen derzeit in unserem Land dem Nikotin Adieu sagen, man könnte glatt die Bevölkerung einer Großstadt daraus formen -- ganz zu schweigen von der möglichen Einsparung an fossilen Brennstoffen, wenn man die Fettmengen in der kalten Jahreszeit verheizen würde.
„Eines nach dem anderen“, habe ich mir damals gesagt; man kann sich schließlich nicht „an allen Fronten“ gleichzeitig zusammenreißen, und der Rauchstopp ist jetzt „Nummer eins“. Verdammt, an der Taille, ich meine, an der Körperpartie, die mal meine Taille war, da drückt´s.
Gürtel auf. Zack, schon springt der obere Hosenknopf gegen die Bürowand gegenüber, prallt ab und saust mit Elan durch die offene Tür in den Flur. War ich bis eben noch sicher, dass niemand etwas von der Enge in meiner Körpermitte mitbekommen hat, so höre ich jetzt von draußen die Stimme der netten Kollegin: „Hm, ein eiliger Hosenknopf. Ist das Ihrer?“ Offiziell natürlich nicht!!! Ich schüttele den Kopf und stelle fest, dass mein Doppelkinn noch einige peinliche Sekunden lang nachschwingt. Vor gut einem Jahr war ich ein wirklich attraktiver Mann.
Da steh´ ich nun, bezeichne mich als Nichttaucher und schaff´ es nur mit Mühe, meinen Hosenknopf vom Boden aufzuheben ...
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