Reitergeschichten.....oder wie ich zum Reiten kam....
Wie ich zum Reiten kam, war ganz zufällig. Meine Schwester rief mich an und hatte einen großen, Große Schwesterbedarf. Sie fragte mich ob wir nicht einmal die Woche regelmäßig etwas zusammen machen wollten. Da ich mich als große Schwester, sehr zuständig für das Wohlergehen meiner kleinen Schwester fühlte, sagte ich zu.
Ich fragte sie was sie sich denn so vorgestellt hatte. Sie sagte sie wäre angefangen wieder zu reiten und da würde in Ihrem Dorf *Hausfrauenreiten* angeboten. Das wäre dann vormittags, wenn die Kids in der Schule wären und wir könnten dann was Sinnvolles machen und Zeit miteinander verbringen.
Ich sagte ihr, dass ich nicht sicher wäre ob reiten etwas für mich wäre. Mir täten die Pferde immer so leid. Sie sagte mir, ich solle doch einfach mal mitkommen und es mir anschauen. Das tat ich dann auch, und weil ich da war, machte ich auch gleich die Probereitstunde mit. Da hatte es mich dann richtig gepackt. Es machte richtig Spaß und ich freute mich jede Woche sehr darauf. Mein Mann schüttelte immer mit dem Kopf und murmelte so vor sich hin, dass Frauen mit 40 irgendwie komisch werden. Aber er merkte, wie viel Spaß es mir machte und ließ mich gewähren.
Wir trafen uns jetzt also regelmäßig einmal die Woche und machten mit, beim Hausfrauenreiten. Eine Reitlehrerin war da und brachte uns die Anfänge des Reitens bei. Die Reitschulpferde waren sehr geduldig mit uns. Es war immer ein Kindertraum von mir, zu Reiten, den hab ich mir dann mit 40 erfüllt und es lernen dürfen.
Vom Reiten selbst und von Pferden hatte ich bis dato keine Ahnung. Ich dachte immer man setzt sich darauf und dann macht das Pferd alles was man möchte und es ist gar nicht anstrengend, weil ja das Pferd alles macht. So war es aber nicht. Ich musste alles machen, damit das Pferd wusste, was es zu tun hatte. Ich stellte mich gar nicht mal so dumm an und lernte ziemlich schnell. Bloß beim Satteln, hatte ich noch oft Schwierigkeiten, ich wusste nicht genau wie das alles ging. Meine Schwester, wusste das, und half mir oft dabei, und dann und wann, wenn ich mal, wie so oft, zu spät kam, hatte sie mein Reitschulpferd, das Motte hieß, schon geholt und gesattelt.
Einmal kam ich wieder mal zu spät und meine Schwester war nicht da, die Reitlehrerin sagte meine Schwester hätte für heute abgesagt und ich solle mich beeilen, weil die Stunde gleich anfing. Also musste ich meine Motte noch von der Weide holen und satteln, während die anderen Hausfrauen schon die Pferde warm ritten. Ich hab mir dann ein Halfter geschnappt und bin auf die Weide. Aber oh schreck, so genau hatte ich mir Motte gar nicht angeschaut. Die Pferde da auf der Weide sahen fast alle gleich aus. Also nahm ich ein Leckerli und vertraute darauf, dass Motte mich schon erkennen würde. Ich nahm das Leckerli ging zu einem Pferd, von dem ich annahm, dass es Motte war, und sagte, na Motte, du bist doch Motte, oder? Ich stülpte ihr das Halfter über und führte sie zum Reitplatz.
Da schrieen die schon vom Reitplatz, hey, du hast das falsche Pferd, das ist doch nicht Motte, das ist ein Haflinger und ein sehr männlicher noch dazu. Also ich meckerte mit dem Pferd und sagte ihm wie gemein es war, mich so zu linken. Ich wieder los, gleiche Prozedur, Leckerli in die Hand und auf ein Neues. Und schon wieder das falsche Pferd. So ging das dann dreimal. Die Reitstunde war schon zur Hälfte gelaufen und ich hatte absolut keinen Mut mehr. Also schaute ich heute nur zu. Man, war mir das peinlich, ich hatte das Pferd, das ich nun schon seit drei Monaten ritt, nicht mehr erkannt. Aber glaubt mir, ist nie wieder vorgekommen. Ich hab mir danach mein Pferd eingeprägt und Motte immer gleich gefunden.
Eine peinliche Sache ist mir dann aber doch noch passiert. Als wir auf dem Reitplatz waren, sagte die Reitlehrerin wenn wir traben, dann sollten wir Leichttraben, weil wir als Anfänger ansonsten dem Pferd immer wieder in den Rücken fallen und ihm dabei wehtun. Woher sollte ich wissen was Leichttraben ist? Ich konnte wohl ein bisschen kochen, aber mit Reiten hatte ich ja noch nie viel zu tun gehabt, und weil ich dachte, beim Reiten brauche man nur die Kommandos geben und das Pferd würde es schon machen, sagte ich leise zu Motte, Motte Leichttraben...
Immer wieder sagte die Reitlehrerin wir sollen doch Leichttraben und ich auch. Ich sagte Motte immer wieder, Hey Motte, du sollst Leichttraben. Nach einer Weile schrie mich die Reitlehrerin an und sagte, auch ich, solle Leichttraben. Da sagte ich zu ihr, dass ich es Motte schon die ganze Zeit sagen würde, aber sie würde nicht auf mich hören. Sie brach lachend in der Mitte des Reitplatzes zusammen und erklärte mir später wie es ging, mit dem Leichttraben. Nicht Motte war gefragt, sondern ich, ich sollte beim Traben meinen Hintern aus dem Sattel heben, natürlich im Takt mit Mottes Schritten, damit ich ihr nicht immer in den Rücken falle.
Nach einem Jahr intensiven Reitunterricht, hab ich mir dann meinen Kindertraum erfüllt und mir ein eigenes Pferd gekauft. Ich hab sie heute noch, sie ist mein größter Schatz. Und Leichttraben kann ich mittlerweile auch...........
Winnie Pooh
Ich sagte ihr, dass ich nicht sicher wäre ob reiten etwas für mich wäre. Mir täten die Pferde immer so leid. Sie sagte mir, ich solle doch einfach mal mitkommen und es mir anschauen. Das tat ich dann auch, und weil ich da war, machte ich auch gleich die Probereitstunde mit. Da hatte es mich dann richtig gepackt. Es machte richtig Spaß und ich freute mich jede Woche sehr darauf. Mein Mann schüttelte immer mit dem Kopf und murmelte so vor sich hin, dass Frauen mit 40 irgendwie komisch werden. Aber er merkte, wie viel Spaß es mir machte und ließ mich gewähren.
Wir trafen uns jetzt also regelmäßig einmal die Woche und machten mit, beim Hausfrauenreiten. Eine Reitlehrerin war da und brachte uns die Anfänge des Reitens bei. Die Reitschulpferde waren sehr geduldig mit uns. Es war immer ein Kindertraum von mir, zu Reiten, den hab ich mir dann mit 40 erfüllt und es lernen dürfen.
Vom Reiten selbst und von Pferden hatte ich bis dato keine Ahnung. Ich dachte immer man setzt sich darauf und dann macht das Pferd alles was man möchte und es ist gar nicht anstrengend, weil ja das Pferd alles macht. So war es aber nicht. Ich musste alles machen, damit das Pferd wusste, was es zu tun hatte. Ich stellte mich gar nicht mal so dumm an und lernte ziemlich schnell. Bloß beim Satteln, hatte ich noch oft Schwierigkeiten, ich wusste nicht genau wie das alles ging. Meine Schwester, wusste das, und half mir oft dabei, und dann und wann, wenn ich mal, wie so oft, zu spät kam, hatte sie mein Reitschulpferd, das Motte hieß, schon geholt und gesattelt.
Einmal kam ich wieder mal zu spät und meine Schwester war nicht da, die Reitlehrerin sagte meine Schwester hätte für heute abgesagt und ich solle mich beeilen, weil die Stunde gleich anfing. Also musste ich meine Motte noch von der Weide holen und satteln, während die anderen Hausfrauen schon die Pferde warm ritten. Ich hab mir dann ein Halfter geschnappt und bin auf die Weide. Aber oh schreck, so genau hatte ich mir Motte gar nicht angeschaut. Die Pferde da auf der Weide sahen fast alle gleich aus. Also nahm ich ein Leckerli und vertraute darauf, dass Motte mich schon erkennen würde. Ich nahm das Leckerli ging zu einem Pferd, von dem ich annahm, dass es Motte war, und sagte, na Motte, du bist doch Motte, oder? Ich stülpte ihr das Halfter über und führte sie zum Reitplatz.
Da schrieen die schon vom Reitplatz, hey, du hast das falsche Pferd, das ist doch nicht Motte, das ist ein Haflinger und ein sehr männlicher noch dazu. Also ich meckerte mit dem Pferd und sagte ihm wie gemein es war, mich so zu linken. Ich wieder los, gleiche Prozedur, Leckerli in die Hand und auf ein Neues. Und schon wieder das falsche Pferd. So ging das dann dreimal. Die Reitstunde war schon zur Hälfte gelaufen und ich hatte absolut keinen Mut mehr. Also schaute ich heute nur zu. Man, war mir das peinlich, ich hatte das Pferd, das ich nun schon seit drei Monaten ritt, nicht mehr erkannt. Aber glaubt mir, ist nie wieder vorgekommen. Ich hab mir danach mein Pferd eingeprägt und Motte immer gleich gefunden.
Eine peinliche Sache ist mir dann aber doch noch passiert. Als wir auf dem Reitplatz waren, sagte die Reitlehrerin wenn wir traben, dann sollten wir Leichttraben, weil wir als Anfänger ansonsten dem Pferd immer wieder in den Rücken fallen und ihm dabei wehtun. Woher sollte ich wissen was Leichttraben ist? Ich konnte wohl ein bisschen kochen, aber mit Reiten hatte ich ja noch nie viel zu tun gehabt, und weil ich dachte, beim Reiten brauche man nur die Kommandos geben und das Pferd würde es schon machen, sagte ich leise zu Motte, Motte Leichttraben...
Immer wieder sagte die Reitlehrerin wir sollen doch Leichttraben und ich auch. Ich sagte Motte immer wieder, Hey Motte, du sollst Leichttraben. Nach einer Weile schrie mich die Reitlehrerin an und sagte, auch ich, solle Leichttraben. Da sagte ich zu ihr, dass ich es Motte schon die ganze Zeit sagen würde, aber sie würde nicht auf mich hören. Sie brach lachend in der Mitte des Reitplatzes zusammen und erklärte mir später wie es ging, mit dem Leichttraben. Nicht Motte war gefragt, sondern ich, ich sollte beim Traben meinen Hintern aus dem Sattel heben, natürlich im Takt mit Mottes Schritten, damit ich ihr nicht immer in den Rücken falle.
Nach einem Jahr intensiven Reitunterricht, hab ich mir dann meinen Kindertraum erfüllt und mir ein eigenes Pferd gekauft. Ich hab sie heute noch, sie ist mein größter Schatz. Und Leichttraben kann ich mittlerweile auch...........
Winnie Pooh
10 Platinern gefällt der Artikel
Gefällt mir auch
Kommentare zum Artikel