Schwarzes Gras - ausgelöscht
Im Märzen
tropft es schwer von den Bäumen,
und feucht ist das Laub
wenn junge Triebe wachsen wollen.
Leise fließt der Bach,
still und sanft.
Und von den Sonnenstrahlen
der Waldboden schon dampft.
Am frühen Morgen
ist der Wald wie Du.
Zärtlich, leise, ja still,
voll Poesie,
Wald, der Leben will.
Rotbraun der Waldboden im Frühjahr,
wenn der Schnee schmilzt.
Und schon zeigt sich
erstes junges Grün.
Verlassend
den Wald,
vorbei an Weidenruten,
erinnere ich mich,
als Kinder
bastelteb wir daraus
Pfeil und Bogen
und dann zogen
wir damit
in den Indianerkrieg.
...
Hier fließt kein Bach,
hier pfeift der Wind
auf diesem kalten Wetterdach.
Und irgendwo
da weint ein Kind.
Warum denke ich,
höre ich Majdanek
immer nur
an triste, wolkenverhangene
März- oder Novembertage,
wenn das Leben kommt und geht -
gab es keine schönen Tage ?
Die gab es doch auch,
für die Wachmannschaft.
Kahle Stellen
der Brandrodung
- schwarzes Gras
ausgelöscht.
Im Herbst
vergeht das Licht,
das Leben,
und grauer Nieselregen
macht schwer mein Herz.
Am Abend
geht die Sonne
machtvoll unter,
hell erleuchtend
Abendwolken.
Und drunter steht
majestätisch lebend
der schwarze Wald
in jeder Nacht.
Schwarzes Gras - ausgelöscht
Vom kommen und gehen und der Ewigkeit.
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