Schwiegermütter - Schwiegertöchter
Nach der Position der Schwiegertochter müsste doch jede Frau wissen, was sie zum Gelingen einer guten Beziehung beitragen kann, wenn sie dann später die Seiten wechselt. Und doch....es ist soooo schwer!
Obwohl der Sohn seiner Mutter im Laufe seiner fortschreitenden biologischen Entwicklung immer fremder wird, stellt gerade er oft das Ziel ihrer uneingeschränkten Liebe dar. Vielleicht ist das der erste Schritt zu einer, wenn auch nur gedanklichen - Rivalität mit der späteren Schwiegertochter. Sollte sie nicht vorhanden sein, ist aber die Bereitschaft dazu in der jungen Frau im Laufe der menschlichen Entwicklung wach geblieben. Die Schwiegertochter bleibt, von Ausnahmen abgesehen, die Schwiegertochter, die sich bei allen ihr wichtigen Frage zuerst an ihre Mutter wenden wird, logischerweise auch auf die Enkel bezogen. Die Rolle der Schwiegermutter wird für die Frau eine Gastrolle bleiben. Wenn man sich gut benimmt: ein gern gesehener Gast. Den Schwiegervater trifft das weniger, da an diese Rolle weniger Erwartungen genüpft werden. Wenn er nur "nett", vielleicht witzig, charmant ist, reicht das schon für einen "tollen Schwiegervater". Wenn er dann auch noch mal 2 Std. mit dem Enkel in den Park geht: ein Super-Schwiegervater!
Die Frau muss sich da schon mehr anstrengen. Von ihr wird Kompetenz ohne Darstellung dieser, Verständnis bis zur Selbstverleugnung, Abrufbarkeit ohne den Anflug eines Aufdrängens, Verständnis bis zur Aufgabe der eigen Meinung, Präsenz ohne sichtbare Anwesenheit. Vielleicht erwartet die Schwiegertochter auch das Verleugnen der Mutterschaft in Bezug auf den Sohn, damit diesem nicht versehentlich herausrutschen kann, dass der Sauerbraten bei seiner Mama besser geschmeckt habe - was zugegebener Maßen, meistens nur eine Gewöhnung der Geschmacksnerven bedeutet aber eben doch ein schönes Andenken an die Kindheit bedeutet. Zwischen Mutter und Tochter entwickelt sich oft, das Leben hindurch bestehend, eine Freundschaft, die von allen Seiten toleriert wird. Die engere Beziehung zu dem erwachsenen Sohn wird leicht missverstanden und mit unschönen Begriffen wie "Muttersöhnchen" oder "klammernde Mutter" tituliert.
Liebe Schwiegertöchter, wahrscheinlich wird auch euch eines Tages diese Rolle zufallen. Es wäre schön, wenn ihr schon jetzt euch diese Tatsache und die damit verbundenen Schwierigkeiten vorstellen könntet. Und ihr, Schwiegermütter, mischt euch in erster Linie nicht in alles ein. Habt ihr nicht selber das früher am meisten gehasst? Redet miteinander - vielleicht trägt das zu einem besseren Verständnis bei. Aber auch ihr, ihr Söhne! Seid nicht so feige und versucht euch raus allem raus zu halten - immer ist das nicht der richtige Weg. Man kann sich nicht immer aus allem raushalten mit der Begründung, weder die Frau noch die Mutter verletzen zu wollen. Sonst ist euch doch auch die Gabe der Feinfühligkeit nicht in übergroßem Maße verliehen worden. Es ist kein minderwertiger "Frauenkram", es stecken zwei Herzen dahinter, die euch lieben und zwei Seelen, die leiden!
Auf ein gutes Miteinander!
Eure Renate
Die Frau muss sich da schon mehr anstrengen. Von ihr wird Kompetenz ohne Darstellung dieser, Verständnis bis zur Selbstverleugnung, Abrufbarkeit ohne den Anflug eines Aufdrängens, Verständnis bis zur Aufgabe der eigen Meinung, Präsenz ohne sichtbare Anwesenheit. Vielleicht erwartet die Schwiegertochter auch das Verleugnen der Mutterschaft in Bezug auf den Sohn, damit diesem nicht versehentlich herausrutschen kann, dass der Sauerbraten bei seiner Mama besser geschmeckt habe - was zugegebener Maßen, meistens nur eine Gewöhnung der Geschmacksnerven bedeutet aber eben doch ein schönes Andenken an die Kindheit bedeutet. Zwischen Mutter und Tochter entwickelt sich oft, das Leben hindurch bestehend, eine Freundschaft, die von allen Seiten toleriert wird. Die engere Beziehung zu dem erwachsenen Sohn wird leicht missverstanden und mit unschönen Begriffen wie "Muttersöhnchen" oder "klammernde Mutter" tituliert.
Liebe Schwiegertöchter, wahrscheinlich wird auch euch eines Tages diese Rolle zufallen. Es wäre schön, wenn ihr schon jetzt euch diese Tatsache und die damit verbundenen Schwierigkeiten vorstellen könntet. Und ihr, Schwiegermütter, mischt euch in erster Linie nicht in alles ein. Habt ihr nicht selber das früher am meisten gehasst? Redet miteinander - vielleicht trägt das zu einem besseren Verständnis bei. Aber auch ihr, ihr Söhne! Seid nicht so feige und versucht euch raus allem raus zu halten - immer ist das nicht der richtige Weg. Man kann sich nicht immer aus allem raushalten mit der Begründung, weder die Frau noch die Mutter verletzen zu wollen. Sonst ist euch doch auch die Gabe der Feinfühligkeit nicht in übergroßem Maße verliehen worden. Es ist kein minderwertiger "Frauenkram", es stecken zwei Herzen dahinter, die euch lieben und zwei Seelen, die leiden!
Auf ein gutes Miteinander!
Eure Renate
5 Platinern gefällt der Artikel
Gefällt mir auch
Kommentare zum Artikel