Seit drei Jahren wusste sie es
Erzählung zum Thema Drogen/ Alkohol
Als ihr kleines Mädchen an dieser Krankheit starb wusste sie, dass sie auch damit infiziert war. Sie hatte sich , bei dem Vater ihres Kindes angesteckt. Er ist schon lange tot. Weil sie so schlecht aussah in der letzten Zeit vermutete man bei ihr eine Bulimie. Niemand sagte sie, dass sie und Melanie AIDS hatten.
Am Anfang dachte sie weil sie ihr Fläschchen nicht mochte, dass sie etwas falsch mache. Sie lebte in einer Wohngemeinschaft und jeder verhätschelte das Baby, Da ein Keks, dort etwas Banane, so wird ein Kind auch satt.
Dass es aber ganz andere Ursachen waren, bemerkte sie nicht Erst als sie mit ihr zur Impfung ging, sagte der Arzt mit bedenklichem Gesicht, dass er ihr Blut abnehmen müsse. Als erfahrener Mediziner sah er sofort dass Drogen im Spiel waren. Aber dass es so ernst war, konnte er erst aus dem Blutbild sehen.
Melanie hatte mit einem Jahr noch nicht ihr Geburtsgewicht verdoppelt. Ricke hatte ihr Kind zuhause zur Welt gebracht. Am Anfang kam die Hebamme noch täglich, dann nur noch einmal in der Woche, und als sie merkte sie schaffte es alleine, blieb sie weg .Melanie musste ins Krankenhaus. Ricke bekam einen Schock als sie es vernahm.
Am besten sie bleiben auch gleich hier, meinte der Arzt. „Kinder“, wetterte er, „keine Ahnung wie man verhütet, kaum Aufklärung und wir fliegen zum Mond.“ Es ging Melanie nun etwas besser seit sie im Krankenhaus lag. Anscheinen halfen die Medikamenten. Doch eines Nachts erbrach sie Blut und bis die Ärzte reagieren konnten, starb sie. Ihre Abwehrkräfte waren noch nicht voll ausgebildet.
Hinter vorgehaltener Hand, munkelte man, „es ist besser so, welche Zukunft hätte sie gehabt, wo ihre Mutter auch nicht mehr lange zu leben hatte. So nun war es heraus. Statt ihr zu helfen mied man sie. Die Wohngemeinschaft wollte sie auch nicht mehr haben und kündigte ihr. Freunde hatte sie keine, Eltern und Geschwister hatte sich schon lange von ihr losgesagt.
Wohin sollte sie. Tagsüber durfte sie in einem Supermarkt die Einkaufswagen von den Parkplätzen holen. Dafür bekam sie etwas zu Essen und zu trinken. Sie hatte niemand gesagt, dass sie keinen festen Wohnsitz hatte. Genau so mied sie den Kontakt mit den Kollegen. Dauernd wusch sie sich die Hände um nur niemand anzustecken. Sie wusste nicht, dass das gar nicht sein konnte. Es kam sogar soweit, dass sie mit Gummihandschuhen arbeitete. Dadurch wurden ihre Finger wund und nun war die Ansteckung vorprogrammiert. darüber wusste sie ebenso wenig.
Nachts wenn denn der Markt geschlossen war, kehrte sie zurück und versteckte sich hinter den großen Müllcontainern. Dort war es trocken und manchmal lagen auch noch Karton daneben mit denen sie sich zu deckte. Jetzt ging es noch, es war Sommer und die Nächte relativ warm. Über den Winter machte sie sich keine Gedanken.
Sie war jung gerade mal achtzehn Jahre alt. Aber eines Nachts, der Nachtwächter machte gerade seine Runde musste sie husten. Nun konnte er sie nicht mehr ignorieren, Er wusste schon lange dass es ihr Nachtlager war. Einmal fand sie eine Decke, sie machte sich keine Gedanken darüber. Dass sie von ihm sein konnte wusste sie nicht. Sie wusste noch nicht einmal dass es ihn gab.
Der junge Mann, kannte ihre Situation, er war auf 400 Euro Basis angestellt. Früher lebte er auch so wie sie. Er konnte es gut nachvollziehen. Sie wachte auf, bei dem Geräusch das er machte und sah ihn schlaftrunken an.
„Na, du kleine Kröte, hier kann man nicht schlafen, wenn jemand käme und dich mit nähme, nicht auszudenken.“ Er sprach zu ihr wie zu einem kleinen Kind. Trotzig schob sie das Kinn vor und zitterte. "Aber hallo, ich tue dir nichts. Komm ich weiß einen besseren Platz." Sie aber schüttelte den Kopf, „ich muss morgen früh zur Arbeit.“- „Das kannst du auch. Mein Rundgang ist gleich zu Ende dann hole ich dich ab.“
Als er zurückkam war sie nicht mehr da. Er rief, aber nichts. “Auch gut“, dachte er. Ricke war so verschreckt, dass sie nicht mehr wusste was sie machen soll. Sie lief planlos durch die Straßen. Vor einem Kirchenportal machte sie Halt. Ihr fiel ein, dass sie schon lange nicht mehr gebetet hatte. „Ob sie es noch konnte.“
Mittlerweile kamen die ersten Leute zu Frühmesse. Ganz hinten in der letzten Bank fand sie einen Platz. Aufmerksam hörte sie der Predigt zu und als alle aufstanden um das Vaterunser zu beten verließ sie die Kirche. „Es bringt doch nix“, dachte sie, „ich muss eh bald sterben.“
An diesem Tag ging es ihr erbärmlich schlecht. Der kalte Schweiß stand ihr auf der Stirn. Gerade mal fünf Wagen auf einmal konnte sie schieben. Der Marktleiter beobachtete sie und wollte gerade eine Rüge aussprechen als sie vor seinen Füssen einfach umfiel. Sie merkte noch wie ihre Knie nachgaben dann herrschte Dunkelheit.
Der herbeigerufene Arzt konnte nur noch ihren Tod feststellen.
Am Anfang dachte sie weil sie ihr Fläschchen nicht mochte, dass sie etwas falsch mache. Sie lebte in einer Wohngemeinschaft und jeder verhätschelte das Baby, Da ein Keks, dort etwas Banane, so wird ein Kind auch satt.
Dass es aber ganz andere Ursachen waren, bemerkte sie nicht Erst als sie mit ihr zur Impfung ging, sagte der Arzt mit bedenklichem Gesicht, dass er ihr Blut abnehmen müsse. Als erfahrener Mediziner sah er sofort dass Drogen im Spiel waren. Aber dass es so ernst war, konnte er erst aus dem Blutbild sehen.
Melanie hatte mit einem Jahr noch nicht ihr Geburtsgewicht verdoppelt. Ricke hatte ihr Kind zuhause zur Welt gebracht. Am Anfang kam die Hebamme noch täglich, dann nur noch einmal in der Woche, und als sie merkte sie schaffte es alleine, blieb sie weg .Melanie musste ins Krankenhaus. Ricke bekam einen Schock als sie es vernahm.
Am besten sie bleiben auch gleich hier, meinte der Arzt. „Kinder“, wetterte er, „keine Ahnung wie man verhütet, kaum Aufklärung und wir fliegen zum Mond.“ Es ging Melanie nun etwas besser seit sie im Krankenhaus lag. Anscheinen halfen die Medikamenten. Doch eines Nachts erbrach sie Blut und bis die Ärzte reagieren konnten, starb sie. Ihre Abwehrkräfte waren noch nicht voll ausgebildet.
Hinter vorgehaltener Hand, munkelte man, „es ist besser so, welche Zukunft hätte sie gehabt, wo ihre Mutter auch nicht mehr lange zu leben hatte. So nun war es heraus. Statt ihr zu helfen mied man sie. Die Wohngemeinschaft wollte sie auch nicht mehr haben und kündigte ihr. Freunde hatte sie keine, Eltern und Geschwister hatte sich schon lange von ihr losgesagt.
Wohin sollte sie. Tagsüber durfte sie in einem Supermarkt die Einkaufswagen von den Parkplätzen holen. Dafür bekam sie etwas zu Essen und zu trinken. Sie hatte niemand gesagt, dass sie keinen festen Wohnsitz hatte. Genau so mied sie den Kontakt mit den Kollegen. Dauernd wusch sie sich die Hände um nur niemand anzustecken. Sie wusste nicht, dass das gar nicht sein konnte. Es kam sogar soweit, dass sie mit Gummihandschuhen arbeitete. Dadurch wurden ihre Finger wund und nun war die Ansteckung vorprogrammiert. darüber wusste sie ebenso wenig.
Nachts wenn denn der Markt geschlossen war, kehrte sie zurück und versteckte sich hinter den großen Müllcontainern. Dort war es trocken und manchmal lagen auch noch Karton daneben mit denen sie sich zu deckte. Jetzt ging es noch, es war Sommer und die Nächte relativ warm. Über den Winter machte sie sich keine Gedanken.
Sie war jung gerade mal achtzehn Jahre alt. Aber eines Nachts, der Nachtwächter machte gerade seine Runde musste sie husten. Nun konnte er sie nicht mehr ignorieren, Er wusste schon lange dass es ihr Nachtlager war. Einmal fand sie eine Decke, sie machte sich keine Gedanken darüber. Dass sie von ihm sein konnte wusste sie nicht. Sie wusste noch nicht einmal dass es ihn gab.
Der junge Mann, kannte ihre Situation, er war auf 400 Euro Basis angestellt. Früher lebte er auch so wie sie. Er konnte es gut nachvollziehen. Sie wachte auf, bei dem Geräusch das er machte und sah ihn schlaftrunken an.
„Na, du kleine Kröte, hier kann man nicht schlafen, wenn jemand käme und dich mit nähme, nicht auszudenken.“ Er sprach zu ihr wie zu einem kleinen Kind. Trotzig schob sie das Kinn vor und zitterte. "Aber hallo, ich tue dir nichts. Komm ich weiß einen besseren Platz." Sie aber schüttelte den Kopf, „ich muss morgen früh zur Arbeit.“- „Das kannst du auch. Mein Rundgang ist gleich zu Ende dann hole ich dich ab.“
Als er zurückkam war sie nicht mehr da. Er rief, aber nichts. “Auch gut“, dachte er. Ricke war so verschreckt, dass sie nicht mehr wusste was sie machen soll. Sie lief planlos durch die Straßen. Vor einem Kirchenportal machte sie Halt. Ihr fiel ein, dass sie schon lange nicht mehr gebetet hatte. „Ob sie es noch konnte.“
Mittlerweile kamen die ersten Leute zu Frühmesse. Ganz hinten in der letzten Bank fand sie einen Platz. Aufmerksam hörte sie der Predigt zu und als alle aufstanden um das Vaterunser zu beten verließ sie die Kirche. „Es bringt doch nix“, dachte sie, „ich muss eh bald sterben.“
An diesem Tag ging es ihr erbärmlich schlecht. Der kalte Schweiß stand ihr auf der Stirn. Gerade mal fünf Wagen auf einmal konnte sie schieben. Der Marktleiter beobachtete sie und wollte gerade eine Rüge aussprechen als sie vor seinen Füssen einfach umfiel. Sie merkte noch wie ihre Knie nachgaben dann herrschte Dunkelheit.
Der herbeigerufene Arzt konnte nur noch ihren Tod feststellen.
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