Alle Berufe, die ausschließlich von Männern getätigt werden, wie Müllabfuhr, Bauarbeiter etc. sind ohne beträchtliche Aggression oder Ekelüberwindung nicht denkbar. Wie soll also so ein Mann, dessen Job Tag für Tag ein gerüttelt Maß an Aggression erfordert, sensibel und respektvoll mit einer Frau verkehren können? Und, wer sonst sollte diese, von Frauen ungeliebten und nicht akzeptierten Berufe, ausüben?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Steinzeitmensch, dessen Gene noch exakt so in uns schlummern, das Instrument des Balzes oder gar der Sensibilität der Liebe zu einer Frau bemühen musste, damit Fortpflanzung einst stattfinden konnte. Frauen wurden weitestgehend mit Gewalt zur Fortpflanzung genommen; der Faktor Spass spielte so gut wie keine Rolle darin. Sex war und bleibt ein Grundbedürfnis, das es unter Zuhilfenahme von Gewalt schon so lange gibt, wie es Primaten gibt. Liebe war wahrscheinlich das schlechteste Mittel, was ein Steinzeitmann nutzen wollte um sich fortzupflanzen.
Und das Schlimmste war: Niemand beschwerte sich deswegen! Im Gegenteil, der rabiateste Mann war als Genträger sogar demjenigen Mann vorzuziehen, der es nicht bis zur Vagina des Weibchens schaffte…und so ist es, in gewisser Weise, auch heute noch.
Wenn wir also die Aggression aus der Sexualität heraushaben möchten, dann müssen wir auch in Kauf nehmen, dass die Marktwirtschaft abgeschafft wird. Unser ganzes marktwirtschaftliche System basiert auf der Aggression des Mannes - nicht mehr das marktbeherrschende Unternehmen sondern dass moralischte wird in der Gunst des Konsumenten stehen müssen.
Außerdem, würden wir in kürzester Zeit aussterben, denn nur die Gleichung Sexualität PLUS Aggression bewirkt, dass Männer ihre Komfortzone verlassen können. Frauen unternehmen nämlich in den seltensten Fällen den ersten Schritt in der Partnerschaftsanbahnung und das trotz Anonymität des Internets, trotz 40-jähriger Emanzipationsgeschichte und trotz 50-jähriger Verhütungspraxis.
