Das Neandertal-Museum in Mettmann zeigte eine Ausstellung über ein Thema, das die Menschheit schon immer sehr beschäftigte: Den Sex.

Mit einigen Bekannten habe ich mir die äußerst interessante Sonder-Ausstellung angesehen. Besonders amüsant fanden wir die damaligen Verhütungsmethoden. Im Altertum hofften Frauen, durch bestimmte Stellungen, Medikamente, Amulette oder zeitweiser Enthaltsamkeit nicht schwanger zu werden. (Letzteres ist ja nicht ungewöhnlich).

Auch das Trinken eines Wacholder-Konzentrats sollte Schwangerschaften verhindern. Überzeugt war man auch davon, dass "heftiges Springen" der Frau unmittelbar nach dem Geschlechtsverkehr empfängnisverhütend sein sollte...
Auch Beschwörungsformeln und am Kopf, Hals, Arm oder Bein getragene Amulette sollten Schutz vor unliebsamen Folgen bieten.

Die Frau befestigte z.B. Katzenleber oder ein Stück der Gebärmutter einer Löwin in einem Beutelchen am linken Bein. Würde mich interessieren, wie hoch die Erfolgsquote war.

Neben "Verhütungsmitteln" kannte man auch Abtreibungsmittel, die als Spülungen angewendet wurden, wie in Honigwasser gekochte Traubenblüten, Rosinen und Zyperngras oder ein Gebräu aus Honigwaben mit Butter, Harz und Gänsefett.

P.S.Zur Nachahmung nicht empfohlen...