Die Gefahren im Internet sollen ja immens hoch sein. Sagt man jedenfalls und man kann es auch in sehr vielen Fachzeitschriften lesen.
Was ist also die Folge? Unsicherheit und ein permanentes Aufrüsten des eigenen PCs mit Antivirensoftware, Firewall etc.
Manch einer hat gleich alles doppelt und dreifach und schon geht so gut wie nichts mehr.
Der eigene PC wirkt auf einmal lahm, Programme mucken herum und irgendwann macht es keinen Spaß mehr. Man verzweifelt an seiner Softwarekonfiguration und installiert ein Helferprogramm nach dem anderen.
Das muss wirklich nicht sein. Es gibt eine sehr kostengünstige Alternative: Die Live-CD.
Was ist das, wird sicherlich gefragt und ich versuche es mal ganz einfach zu erklären.
Benötigt wird ein CD-Rohling, ein Betriebssystem, das von der CD starten kann und möglichst Software und Treiber für den jeweiligen PC besitzt, damit man auch im Internet surfen kann.
Es gibt neben Windows natürlich noch mehr Betriebssysteme in unserem PC-Alltag. Sehr gute Systeme sind die linuxbasierten Betriebssysteme wie SUSE-Linux, Ubuntu, Knoppix etc.
Mit diesen Linux-Varianten (mit den anderen natürlich auch) kann man nun eine sehr gute Live-CD erstellen. Ich möchte die Ubuntu 9.10 Version hier vorstellen.
Diese Version kann man sich kaufen, also eine Linux-Zeitschrift erwerben, auf deren Begleit-DVD oder -CD Ubuntu vorhanden ist.
Noch besser und nutzerfreundlicher ist das herunterladen einer ISO-Datei aus dem Internet.
Hier benötigt man etwas Geduld, einen Rohling (Brenner ist heutzutage ja Standard) und ein Brennprogramm. Entweder das Standard Brennprogramm, welches mitgeliefert wurde oder eine Freeware-Alternative wie ImgBurn, InfraRecorder, Amok CD/DVD Burning.
Nachdem die ISO-Datei heruntergeladen wurde, wird sie mit dem Brennprogramm auf den Rohling übertragen.
Nun sollte der PC in die Lage versetzt werden, dass er von der CD auch bootet, sprich der Rechner von der CD starten kann.
Entweder muss die sogenannte Bootreihenfolge noch im BIOS eingestellt werden oder man nutzt bei einigen PCs eine dafür vorgesehene Funktionstaste, mit der die Bootreihenfolge jederzeit ausgewählt werden kann.
Beim Booten von Ubuntu erhalte ich einen Startbildschirm, auf dem ich zuersteinmal die Sprache auswählen kann, also in unserem Fall Deutsch. Danach wird man gefragt, ob man Ubuntu ausprobieren möchte, oder installieren.
Wichtig!!!
Ausprobieren wählen!
Wichtig!!!
Damit startet nun mein PC und ich muss keine Angst haben, dass mein installiertes Windows verändert oder gelöscht wird.
Wenn man nun den PC von der Ubuntu-Live-CD gestartet hat, erhält man eine grafische Bedienungsoberfläche, einen Desktop, wie bei einem Windows. Man darf ruhig alles anklicken und testen, es kann nichts passieren. Unter der Oberfläche von Ubuntu kann ich zwar meine Festplatte mit dem installierten Windows sehen, aber Ubuntu ist so eingestellt, dass man keinen Schreibzugriff auf diese Festplatte hat.
Ich kann nur mit ein paar Tricks und ganz offensichtlich auf die Festplatte zugreifen, wenn ich es unbedingt will, nicht aus Versehen. Also keine Angst haben und weiter.
Damit man nun unter Ubuntu ins Internet kann, benötigt man natürlich die gleiche Hardware wie unter Windows.
Standardmäßig gehen wir also von einem Router aus, der den PC mit dem Internet verbindet. Ubuntu 9.10 ist eine aktuelle Version des Linuxsystems und beinhaltet sehr viele Treiber, sodass auch WLAN-Karten standardmäßig erkannt werden. Da der Router der eingebauten Netzwerkkarte eine eindeutige IP-Nummer vergibt, erkennt Ubuntu die Verbindung und schon ist man im Internet, wenn der standardmäßige Firefox-Browser gestartet wurde.
Der Vorteil an dieser Art von Internetverbindung liegt klar auf der Hand. Es muss keine komplizierte Installation erfolgen, mein ursprüngliches System bleibt unberührt und unverändert, es können keine Viren ins System kommen, da es keinen Platz zum Speichern gibt. Ubuntu ist von einer nicht mehr beschreibbaren CD gestartet worden und lässt keinen Zugriff auf das vorhandene Windows-Dateisystem zu. Perfekte Sicherheit.
Wer mehr über diese Dinge lesen und erfahren möchte, den lade ich herzlich in meine Gruppe http://www.platinnetz.de/gruppe/sicheres-www ein.
