Silvester 1990 - der schrecklichste Jahreswechsel meines Lebens
Ein Wunder, dass unser Sohn überlebte ...
Jedes Jahr wird vor der Gefährlichkeit von Silvesterkrachern und einem leichtsinnigen Umgang mit ihnen gewarnt. Immer wieder geschehen schreckliche Unfälle, einige auch mit tödlichem Ausgang.
Oft bleiben schwere Gesundheitsschäden, verursacht durch Böller und Raketen, zurück. Den Jahreswechsel 1990 werde ich niemals vergessen. Unser damals 16jähriger Filius freute sich, wie jedes Jahr, auf die Knallerei (die mir schon immer auf die Nerven ging). Weil unsere jüngste Tochter erst 5 war, feierten wir zu Hause. Unser Sohn wollte auf eine Fete, entschloss sich dann aber, mit seiner Freundin daheim zu feiern. Wer weiß, wie sonst alles geendet hätte...
Er füllte seine Hosentaschen nicht nur mit Böllern, sondern auch mit einem Feuerzeug. Unsere Tochter bat uns inständig, sie rechtzeitig zu wecken, weil sie natürlich auch das neue Jahr begrüßen wollte. Hätten wir sie doch schlafen lassen, ihr wäre der grausame Anblick erspart geblieben.
Ein paar Minuten vor Mitternacht hörten wir vor der Haustür die Schreie unseres Sohnes und sahen mit Entsetzen, dass seine Jeans in Flammen stand. Später stellte sich heraus, dass er mit dem Feuerzeug in der Hosentasche gespielt und die Böller gezündet hatte. Diesen Anblick meines schreienden und brennenden Sohnes - wie könnte ich ihn jemals vergessen?
Er hatte große schwere Brandwunden an Beinen und Händen davongetragen. Die Hose bestand nur noch aus Fetzen. Vor der Einlieferung ins Gott sei Dank nur 8 Minuten entfernte
Krankenhaus versuchten wir, die wahnsinnigen Schmerzen mit kaltem Wasser zu lindern.
Unsere Angst um ihn war unbeschreiblich. Die Ärzte konnten uns nach den Untersuchungen beruhigen: Die Verbrennungen wären schwer und es würden Narben bleiben, doch er würde wieder laufen können.
Er hatte großes Glück im Unglück und die schnelle Hilfe verhinderte noch Schlimmeres. Nach einigen Monaten verblassten die Narben und sind heute ganz verschwunden. Doch das Wichtigste war, dass er das grausame Geschehen überlebt hatte.
Seitdem sehe ich mir die Silvester-Knallerei nur am geschlossenen Fenster an. Auch in diesem Jahr wird sich die Erinnerung an den Jahreswechsel 1990 kaum verdrängen lassen.
Foto: pixelio
Harald Fila
Oft bleiben schwere Gesundheitsschäden, verursacht durch Böller und Raketen, zurück. Den Jahreswechsel 1990 werde ich niemals vergessen. Unser damals 16jähriger Filius freute sich, wie jedes Jahr, auf die Knallerei (die mir schon immer auf die Nerven ging). Weil unsere jüngste Tochter erst 5 war, feierten wir zu Hause. Unser Sohn wollte auf eine Fete, entschloss sich dann aber, mit seiner Freundin daheim zu feiern. Wer weiß, wie sonst alles geendet hätte...
Er füllte seine Hosentaschen nicht nur mit Böllern, sondern auch mit einem Feuerzeug. Unsere Tochter bat uns inständig, sie rechtzeitig zu wecken, weil sie natürlich auch das neue Jahr begrüßen wollte. Hätten wir sie doch schlafen lassen, ihr wäre der grausame Anblick erspart geblieben.
Ein paar Minuten vor Mitternacht hörten wir vor der Haustür die Schreie unseres Sohnes und sahen mit Entsetzen, dass seine Jeans in Flammen stand. Später stellte sich heraus, dass er mit dem Feuerzeug in der Hosentasche gespielt und die Böller gezündet hatte. Diesen Anblick meines schreienden und brennenden Sohnes - wie könnte ich ihn jemals vergessen?
Er hatte große schwere Brandwunden an Beinen und Händen davongetragen. Die Hose bestand nur noch aus Fetzen. Vor der Einlieferung ins Gott sei Dank nur 8 Minuten entfernte
Krankenhaus versuchten wir, die wahnsinnigen Schmerzen mit kaltem Wasser zu lindern.
Unsere Angst um ihn war unbeschreiblich. Die Ärzte konnten uns nach den Untersuchungen beruhigen: Die Verbrennungen wären schwer und es würden Narben bleiben, doch er würde wieder laufen können.
Er hatte großes Glück im Unglück und die schnelle Hilfe verhinderte noch Schlimmeres. Nach einigen Monaten verblassten die Narben und sind heute ganz verschwunden. Doch das Wichtigste war, dass er das grausame Geschehen überlebt hatte.
Seitdem sehe ich mir die Silvester-Knallerei nur am geschlossenen Fenster an. Auch in diesem Jahr wird sich die Erinnerung an den Jahreswechsel 1990 kaum verdrängen lassen.
Foto: pixelio
Harald Fila
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