"Sind Kinder nur noch ein Freizeithobby ?"
Dieser Titel soll provozieren, das ist von mir beabsichtigt
und erscheint mir angesichts der Wichtigkeit unserer Kinder
gerechtfertigt.Mit diesen Artikel will ich nicht die Mütter
ansprechen, die berufstätig sein müssen, weil sonst ihr
Lebensunterhalt gefährdet ist.Dies ist ein anderes Thema
und man sollte dazu überlegen, wie man diesen Frauen helfen
kann. Ich will hier die Familien ansprechen, wo beide
Elternteile berufstätig sind, um Ihren Lebensstandard zu
erhöhen.Diese will ich wachrütteln und auf die Gefahren
hinweisen, die zum Zusammenbruch unserer Gesellschaft führen
werden.
Eltern haben nicht nur das Recht zur Erziehung ihrer Kinder,
sie haben auch die Pflicht dazu. Als ich vor 35 Jahren
meine Frau kennenlernte (sie hatte zwei Kinder im Alter von
6 und 7 Jahren, später kam noch ein eigenes Kind dazu),war
es meine Bedingung zur Heirat, daß sie nicht mehr berufs-
tätig ist.Wir haben diese Entscheidung niemals bereut.
Nun aber zu meiner Angst, die ich über die Entwicklung
unserer Gesellschaft habe.
Selbst Platon sagte schon vor ca.2500 Jahren: "Was soll
aus unserer Jugend werden ?" Bisher waren seine Befürch-
tungen unbegründet, bisher haben sich alle Generationen
zu mehr oder weniger brauchbaren Menschen entwickelt.
Nun aber wird unsere Jugend (die 15 bis 20 Jährigen)
zum Problem.Die Gewaltbereitschaft und Jugendkriminalität
steigt in erschreckendem Maße.Es herrscht in dieser
Generation ein großer Bildungsnotstand. Ein großer Teil
der Bewerber für Lehrstellen sind nicht mehr ausbildungs-
fähig.Die Berliner Volksbank hat vor einigen Jahren 200
Lehrstellen zur Verfügung stellen wollen. Von 3000 Bewerbern
waren ganze 60 geeignet für die Ausbildung zum Bankkaufmann.
Und dazu haben sich bestimmt keine Hauptschüler beworben.
Die alten ethischen Werte wie,Ordnung,Autorität, Höflichkeit
Achtung anderer Menschen usw. sind verlorengegangen.
Interessenlosigkeit und auch Resignation herrschen heute
bei vielen Jugendlichen vor.
Nun schreit alle Welt nach Ganztagsschulen und Kinderkrippen
Ja selbst Säuglinge sollen schon fremdbetreut werden.
Ist das die Lösung des Problems ? Ich sage Nein !
In 20 Jahren wird es nicht mehr genügend Führungskräfte
geben, wenn die heutigen Jugendlichen 35-40 Jahre alt sind
und diese Plätze einnehmen sollten. Und das bedeutet das
Ende unserer Gesellschaftsform.
Die Ursachen dieser Entwicklung sehe ich im fehlenden
Elternhaus. Es fehlt den Kindern die liebevolle Betreuung und Erziehung der Eltern (wenn wir mal von Rabeneltern ab-
sehen).Ein Kind muß mit allen Sorgen und Problemen zu seinen
Eltern jederzeit gehen können. Ich kann mir nicht vor-
stellen, daß berufstätige Eltern, wenn sie erschöpft von der
Arbeit kommen, die Zeit und die Nerven haben, sich mit ihren
Kindern abzugeben.Sie werden "bezahlt", damit man seine
Ruhe hat.
An dieser Entwicklung ist unsere gesamte Gesellschaft mit-
schuld. Man hat es versäumt, den Beruf der Hausfrau und Mutter als den höchstwertigsten aller Berufe anzusehen.
Ich habe Hochachtung vor allen Müttern und Vätern, die Ihre
Kinder selbst erziehen. Die Kinder bedeuten unsere Zukunft
und da wird viel falschgemacht.
Keine Schimpansenmutter würde ihr Junges vor drei Jahren
abgeben. Da frag ich mich doch, ob unsere Degeneration uns
schon unter den Affen gestellt hat (zur Erinnerung: ich will
provozieren)
Ich denke, wenn man diesen hochwertigen Beruf der Mutter und
Hausfrau in der Gesellschaft den Respekt verschaffen könnte,
den er verdient, dann würden sich auch viele Familien wieder
für die Familie entscheiden. Von Staats wegen könnte man das
fördern, indem man der nichtberufstätigen Mutter eine
Rentenanwartschaft zugesteht und das Kinder-oder Familien-
geld drastisch erhöht.Die Kosten dafür könnte man durch
höhere Steuern bei den doppelverdienenden Eltern und Kürzung
des Kindergeldes wieder reinholen. Auch bin ich der Meinung,
daß ab einer bestimmten Einkommenshöhe kein Kindergeld mehr
gezahlt werden brauchte, sondern das Kindergeld nach Bedürf-
tigkeit berechnet wird.
Ein Schlußwort noch, und dann bin ich gespannt auf die
Reaktionen : Wir brauchen keine Ganztagsschulen und Kinder-
krippen, sondern ein Zuhause für unsere Kinder. Wir brauchen
keine Tagesmütter, wenn unsere Kinder eine Lebensmutter
haben. Eine alte Ordnung ist nicht immer die schlechteste.
Die jetzige Entwicklung unserer Gesellschaftsordnung muß
zwangsweise zu deren Zusammenbruch führen.
Zu diesem Thema empfehle ich allen das Buch von Peter Hahne
zu lesen : "Schluß mit lustig - das Ende unserer Spaßgesell-
schaft