Dienstag Nacht erhielt ich einen Anruf von meiner Tochter, Sie war völlig aufgelöst. Nachdem ich Sie etwas beruhigem konnte, erfuhr ich das etwas schlimmes geschehen ist.
Zuvor hatte ihr Vater Sie angerufen und ihr gesagt, das Sie von einem Bekannten abgeholt wird, seine 2te Frau liegt im Krankenhaus. Ich bat meine Tochter mir sofort bescheid zu geben, wenn Sie mehr weiß. Gegen 2 Uhr klingelte mein Handy,
seine Frau hat eine Gehirnblutung und es gab nur 2 Möglichkeiten, für immer und ewig Behindert und Pflegefall oder die Erlösung der Tod.
Mittwoch, ich saß im Bus und obwohl ich mich nie mit ihr verstand, liefen mir die Tränen. Gegen mittag erfuhr ich das Sie eingeschlafen ist, die Tränen liefen wieder, ich spürte Schmerz.

Liebe Anja,
vor ca. 15 Jahren bist du meinem Ex begegnet,hast einen Teil dazu beigetragen, das ich das Sorgerecht verlor. Hast hintenrum versucht einen Keil zwischen mir und meine Tochter zu treiben und genau das Gegenteil erreicht. Wir sind ein Team, eine Einheit.
Doch das habe ich Dir vor Jahren schon verziehen.
Du warst für meine Tochter da, hast ihr geholfen und ihr zu gehört.
Bei ihrer Konfirmation haben wir uns nicht angeschaut, nie ein Wort gewechselt.
Jetzt mit knapp 47 wurdest du aus dem Leben gerissen, dabei hattest du noch soviele Jahre vor Dir. So schnell kann es passieren.
Meine Gedanken sind bei Dir , meiner Tochter und meinem Ex. Sie vermissen Dich, ihr Schmerz ist groß.

Tschüß Susanne