Sorge ist laut Definition ein Zustand inneren Gelähmtseins infolge von Dingen, die geschehen KÖNNTEN. Wenn man darüber nachdenkt, wäre die Schlussfolgerung: Das schaffe ich nie!
Die Sorgen von heute reichen doch aus. Warum sollte man sich auch heute Sorgen über die Zukunft machen? Auf der anderen Seite haben Sorgen oft auch eine positive Seite. Sie können immerhin dazu dienen, gefährliche oder vermeintlich gefährliche Situationen vorauszusehen. Man kann sich also dank der Sorgen darauf vorbereiten. Ein Beispiel: Hat man Sorgen, eine Prüfung nicht zu bestehen, unternimmt man durch Üben konkret etwas dagegen.
Ein wirklich sorgenfreies Leben kann es nicht geben. Ich denke da gerade an den Spruch, den schon unsere Eltern und Großeltern gerne zum Besten gaben: Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, große Sorgen. Wenn man Kinder hat, macht man sich nun mal Sorgen, ob es notwendig ist oder nicht, auch wenn sie längst den Kinderschuhen entwachsen sind.
Man sollte sich einfach fragen, ob man bei Dingen, um die man sich sorgt, etwas tun kann, um diesen Zustand zu verbessern. Doch wenn man feststellt, dass man persönlich nichts unternehmen kann, ist es besser, bestimmte Sorgen einfach zu vergessen.
Kann man mit ruhigem Gewissen behaupten, alles getan zu haben, macht man sich eben keine weiteren Sorgen mehr. Obwohl ich zugeben muss, dass dies leichter gesagt als getan ist.
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