Silvia Brand gespielt von Anna Maria Mühe, konnte sich für keinen Beruf entscheiden. Momentan versuchte sie es als Gehilfin in der Altenpflege.


Ihr Vater gespielt von Herbert Knaup versprach, dass sie nach drei Monaten aufhören könne, wenn es stimmt, was sie sagte. Kurzentschlossen meldete er sich als Aushilfe an.
Die Heimleiterin, ca 40 Jahre, war total überfordert, jeder war ihr willkommen, der unter Tarif gearbeitet hätte. An den Zuständen dort zerbrach das junge Mädchen fast.

Da war ein Herr Hauschild, gespielt von Heinz Baumann der ständig sein Flugzeug nicht verpassen durfte, und der durch ihre liebe Art sich stets wieder zurückführen ließ. Ihm war die Rolle auf den Leib geschrieben.
Suzanna Borsody war eine examinierte Pflegerin, die einzige, die den Kopf behielt.
Rosemarie Fendel, immer besonders gut in alten Damen Rollen, die bei klarem Verstand zusehen musste wie ihre Zimmerbewohnerin starb.
Die Pflegerinnen beachteten den Hinweis des Arztes überhaupt nicht. Sie war die einzige, die ihre Hand hielt.
Ernst Stankovski ein feiner älterer Herr, Tischnachbar der Frau Fendel legte ihr immer einen mundgerechten Obst Teller vor, er wusste, dass sie Vegetarierin war. Im Heim nahm man keine Notiz davon.

Einmal schlich er sich hinunter in die Küche und gab den Damen Ratschlägen. So konnte er dort sein brachliegendes Talent wieder ausüben. Er besaß vor seinem Heimaufenthalt ein gut besuchtes Restaurant. Natürlich waren alle Heimbewohner, soweit sie es noch mitbekamen begeistert. Er organisierte einen bunten Abend mit alkoholfreiem Bier und Naschereien, ein Transistorradio spielte wohl bekannte Weisen. die Menschen waren froh und losgelöst.

Am nächsten Tag, ein Anpfiff der Heimleitung, weil die Leute nach diesem Abend länger schlafen wollten. Er habe den ganzen Ablauf gestört. Zwei Tage zuvor hatte Suzanne die Heimverwaltung angerufen und sie auf die Missstände aufmerksam gemacht, weil ihre Kollegin Franziska Walser, 36 Stunden ohne Schlaf war. Zuerst die Doppelbelastung im Heim und zu hause ein Mann, der total verzagt war, ohne Arbeit und mit Harz 4. Die Sorgen wuchsen ihr über den Kopf, dadurch war sie zu den Heimbewohnern sehr barsch.

Als nun Frau Huber, alias Veronika Fitz auf die Toilette musste, aber niemand da war, lief es ihr einfach über die Beine. Dass es für sie furchtbar peinlich war, und der Pfleger ihr helfen wollte, bat sie mit einer so verzweifelten Geste,

„ Kann es nicht eine Frau machen?“

Und so kam die gestresste Schwester mit einer Pampers an. Hilflos aber sich trotzdem mit Händen und Füßen wehrend, auch laute Hilfeschreie brachten endlich die Heimleiterin auf den Plan.

Herr Stankowski dem man seinen Lebensinhalt genommen hatte , sammelte von nun an seine Schlaftablette. Nach dem er all seine wenige Habe verteilt hatte, nahm er seinen Todestrunk. Später sah man ihn im schwarzen Anzug auf dem Bett liegen. Keiner kam auf die Idee, dass er es selber getan hatte. Man tupfte ihm nur etwas über das Gesicht und die Hände. Beteten dann noch kurz und das war es dann.
Als Anna Maria Mühe leise fragte, ob es vielleicht nicht doch ein Selbstmord war, denn ihr fiel die aufgeräumte Wohnung auf.
Da gab man ihr zur Antwort, "wenn schon, wem nützt es."


Fazit:
Zu wenig Personal, die einen schlecht geschult, die anderen gestresst.
Der niedrigste Lohn,
keine Freizeit,
Doppeltschichten,
eine total überforderte Heimleiterin,keinen Verbesserungsvorschlägen zugänglich.



Grauenhaft, wenn ich so einmal enden soll. Auch ich habe mich in einen Altenheim eingeschrieben. Vorerst allerdings zum betreuten Wohnen. Da es nun doch nix mit meinem Hausverkauf geworden ist, werde ich warten, bis dort ein Platz frei ist.

Es ist unvorstellbar, momentan ist eine sehr gute Heimleitung da, aber was wird in einigen Jahren sein? Noch hat das Haus einen sehr guten Ruf. Aber auch das kann sich schnell ändern.

Maren Bessler bei Pixelio