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Es ist wieder passiert.

 

Eine Frage, ein Album, ein Artikel

man mag streiten ob klug oder doof, ob angebracht oder nicht, ob Sachfrage, echt abgekupfert oder nicht, ist durch Kommentare dem Autor entglitten oder durch durchschaubare Provokation dem Entgleiten  absichtlich preisgegeben.

 

Schlimmstenfalls griff früher sogar ein Moderator  ein, oder, als das noch möglich war, wurde gelöscht was das Zeug hielt, egal - jedenfalls gab es unschönere Szenen. Man hat sich aufgeregt, "der schon wieder" - "die Olle kanns nicht lassen" - , Geh doch woanders hin, wenn es dir "da" nicht gefällt". Man muss doch nicht überall seinen Senf dazugeben. Macht doch die lustige Stimmung kaputt. Oder, wen interessiert euer Kleinkrieg, oder ihr verfolgt doch den armen User, ihr Hetzrudel.

Denn es gibt  auch die Anderen. Die, die nie etwas "Schlechtes" über andere sagen wollen. Zumindest offiziell. Nein niemals - gut, über PF oder in den geschlossenen Gruppen, ist das etwas anders, da kann man schon mal seinen Frust ablassen, aber offiziell? Nein, sie gehören zu denen,  die eine Auseinandersetzung nicht nur scheuen, sondern verurteilen. Und auch diejenigen, die vorgeben, zu diesen neutralen Anderen zu gehören.

Bleib doch mal friedlich.
Lass doch mal gut sein, wegen des Friedens. Mußt keine Privatfehden hier führen.Wen interessiert das schon, wer zuerst mit Steinen schmiß...laaaaaangweilig!


Harmonie ist doch auch was Schönes. Man muss doch auch einmal nachgeben, wir sind doch erwachsen!

Oder in Essenz: Lies doch drüber und reg dich nicht auf. Geh doch Einigen einfach aus dem Weg und gut ist. Zwingt dich doch keiner, was zu kommentieren.

Ein Teil dieses Ratschlags ist sicher berechtigt. Zu sehr sollte man sich hier nicht aufregen. Persönlich sollte man schon gar nicht werden und wenn möglich auch nichts persönlich nehmen. Schon gar nicht, Persönliches als Waffe in der Diskussion anwenden und auch tief durchatmen, wenn Persönliches als Argument gegen dich verwendet wird.


 

Denn Platinnetz dient (oder sollte dienen) dem Spaß und der Erholung und soll keine unangenehme Sache werden. Weder für andere, noch für mich. Die Aufforderung, sich daran zu halten, kann doch nichts Schlechtes sein.

Also, was bleibt: aufhören zu diskutieren? Zu lesen?Nicht mehr einloggen?


Aufhören zu kommentieren, es sei denn nur zustimmenden Applaus oder sinnfreien Spam ("knuddelwuddel" - "reknuddel!" rabääääähhh,  ding dong)?

Meine Antwort, die kaum einen überraschen wird der mich kennt fängt nicht mit j sondern mit n an. Mit einem GROSSEN N.

Platinnetz dient der Erholung, aber es dient auch der Kommunikation und Kommunikation bedeutet, dass zwei oder mehr Personen miteinander Kommunikationsinhalte austauschen.

Daraus können Auseinandersetzungen entstehen.

Aber daran, sich mit etwas oder jemandem "auseinander zu setzen" ist nichts Schlechtes.
Im Gegenteil.

Ich muss mein Gegenüber doch so ernst nehmen, dass ich ihm oder ihr auch widerspreche,widersprechen darf!, auch wenn ich ihre oder seine öffentliche Äußerung für ausgemachten Unfug oder gewollte Provokation halte. Es ist ein Zeichen höchsten Respekts, mit jemandem eine ernste Diskussion einzugehen, die Auseinandersetzung mit ihm zu suchen und - vielleicht - einen Konsens zu erreichen.

Jemanden zu ignorieren ist überaus unhöflich.

"Um des lieben Friedens willen" allgemein jeden zu ignorieren, dem ich widersprechen möchte hieße, eine tiefe Nichtachtung gegenüber der Gemeinschaft und deren Mitgliedern zu haben. Ich stellte damit Harmonie über die Sache, um die es hier eigentlich geht. Ich stellte mein eigenes Wohlbefinden - ich möchte keinen Streit haben und keinen Streit sehen - über das, was eigentlich nötig und erforderlich wäre, um erfolgreich zu kommunizieren.

Wie gesagt, auch an der Harmoniemeinung ist etwas.

Es ist nicht falsch, sich auch MAL zurückzunehmen, im Gegenteil. Es ist sicher gut, sich NICHT zu sehr persönlich zu involvieren und nicht aufzuregen.

Bewußtes Ignorieren einzelner Personen oder Themen kann man als Mittel einsetzen, jedoch sollte dies für ernste Situationen vorbehalten bleiben. Für Menschen mit denen wir nicht kommunizieren wollen.

In diese ernste Situation bin ich gekommen.