Tara

"Tara? Sieh mich an Tara."
Mark stand lässig an dem Pfeiler des Pavillons gelehnt, seine engen Jeans spannten sich über seine kräftigen Schenkel.
Sie hielt den Blick gesenkt, er sollte nicht sehen wie sehr sie ihn immer noch begehrte, wie
sehr seine Gegenwart sie beunruhigte.
Sie hasste ihn, sie wollte nicht seine zynischen Worte hören, nicht in seine eiskalten blauen Augen schaun.
Oh wie liebte sie einst diese Augen, die sie an einen Bergsee erinnerten, wie liebte sie
seine dunkle warme Stimme an ihrem Ohr...vorbei, sie hasste ihn.
Damals als sie zu ihm ging, seine Hilfe so dringend brauchte, war er nicht mehr da.
Ohne ein Wort war er fort gegangen, hatte sie allein gelassen.
"Was ist Tara, hast du ihn damals geheiratet, den Mann der dir wichtiger
war als ich, oder hast du auch mit ihm nur gespielt?"
Wie konnte er es wagen...sie wollte ihm antworten, ihm ihre Qual ins Gesicht schreien.
Sie brachte kein Wort heraus, noch tiefer senkte sie ihren Kopf, auch ihre Tränen
sollte er nicht sehen.
"Warum Tara? Ich hatte dich geliebt, deinen jungen zarten Körper, dein seidiges Haar,
deine weiche warme Haut, alles an dir habe ich begehrt.
Erinnerst du dich an die warmen Sommernächte am Stand?
Ich fühle noch deine zarten Lippen auf meiner Haut, die Hitze deines Körpers,
dein Verlangen nach Erfüllung. Alles nur gelogen, vorgetäuscht, Tara?"
Nein! Schrie es in ihr, ich habe dich geliebt mit allen Sinnen, ich habe dich so
sehr begehrt. Deinen sehnigen starken Körper, deinen männlichen Geruch...
Kaum hörbar sagte sie, ich habe dich nicht betrogen, aber du hast mir nicht
vertraut, du hast geglaubt was dir erzählt wurde und bist fort gegangen.
Er kam auf sie zu, fasste sie an den Schultern und schüttelte sie...

Sie öffnete die Augen und sah in das lächelnde Gesicht von Rolf.
Wir sind da kleine Schlafmütze, hast du schön geträumt?
Sie stiegen aus, viele Gäste begrüssten sie. Alles war vorbereitet, einfach perfekt.
Es sollte ihre Verlobungsfeier werden, aber sie spürte keine Freude mehr, sie
wusste, es ist falsch. Sie mochte Rolf, er war ein guter Freund, einen besseren
Mann würde sie nicht finden.
Sie war müde, sie fühlte sich nicht gut und ging in den Garten um ein bisschen
zu ruhen... ihre Gedanken zu ordnen.
Sie hörte sich nähernde Schritte...
"Tara? Sieh mich an Tara"
 

Teil II

Mark

"Tara? Sieh mich an Tara."
 

Mit brennenden Augen erfasste er die zierliche Gestalt,
sie hatte sich kaum verändert in den Jahren, das knabenhafte
war fraulichen Rundungen gewichen.
Ihr Haar glänzte in der milden Frühlingssonne, der tiefe Ausschnitt
gab den Blick auf ihren festen Busen frei. Der Schlitz im Rock hatte
sich geöffnet, gebräunte schlanke Schenkel wurden vom Wind gestreichelt.
Es kostete ihn viel Mühe sie nicht in den Arm zu ziehen, ihre Lippen mit
heissen Küssen zu bedecken, mit seinen Händen ihre zarte Haut zu streicheln...
Er erschauerte und verstand nicht, warum er noch immer so heftig auf
sie reagierte, seine Erregung war spürbar, dieses Ziehen in den Lenden war
ihm vertraut. Er wandte seinen Blick ab, nach all den Jahren hatte allein
ihr Anblick eine so grosse Macht über ihn, griff gierig nach seinem Leib.
Tara! Sie war anders als all die anderen Mädchen, schon bei der ersten Begegnung
spürte er das Besondere an ihr, ihre anmutigen Bewegungen, der klare offene Blick,
ihre melodische Stimme die sein Blut zum Rauschen brachte...
Ihre sinnliche Leidenschaft brachte ihn fast um den Verstand, mit ihrem Mund
versetzte sie ihn in Ekstase, ihre feuchten Lippen wanderten von seiner Männlichkeit
zu seinem straffen Po, liebkosten ihn...bis er ihre Zähne in seinem Fleisch spürte.
Sanft streichelten ihre Hände seine Pobacken, zarte Küsse bedeckten seine Haut.
Beinahe den Höhepunkt erreichend, spürte er kräftige Schläge, seine Haut brannte...
Oh Tara...

Sie hob den Kopf, blickte zu ihm hinüber...wird er fortgehen ohne ein Gespräch,
ohne ihr die Chance einer Erklärung zu geben?....

"Tara? Sieh mich an Tara."
 

by Sophie

2008