Am Fotografieren hatte ich schon immer Freude. Ich habe damit begonnen als meine Kinder auf die Welt kamen. Von ihnen habe ich unendlich viele Fotos gemacht. Damals hatte ich eine Leica und konnte damit sehr schöne Aufnahmen machen, die jetzt meine Fotoalben füllen.
Vor 3 Jahren begann ich dann mich selbst abzulichten. Es war damals als Therapie für mein nicht vorhandenes Selbstvertrauen gedacht. Ich hielt mich für eine hässliche graue Maus und meine Therapeutin brachte mich auf die Idee, auf diese Weise mein Selbstbewusstsein zu stärken. Also kaufte ich mir eine kleine, billige Digitalcamera und begann Fotos zu machen. Erst von der Umgebung, meinen Freunden, Dingen die mir gefielen. Dann habe ich mit dem Selbstauslöser experimentiert. Anfangs waren die Fotos noch miserabel, von 20 Aufnahmen waren vielleicht 2 ganz brauchbar. Das steigerte sich mit der Zeit und irgendwann begann ich meine Fotos im Internet zu veröffentlichen. Die positive Resonanz gabe mir unheimlich Auftrieb und ich wurde immer wagemutiger, bis ich mich auch an Aktfotos heranwagte. Die Kunst dabei ist es, das Schöne zu erkennen und im Bild festzuhalten, und die weniger attraktiven Stellen zu verbergen. ;-)

Heute fühle ich mich selbstbewusster und habe auch "freizügige" Aufnahmen (keine Aktfotos) von mir veröffentlicht, aber nur weil ich sie ästhetisch finde und damit zeigen möchte, dass auch eine Frau in meinem Alter noch attraktiv sein kann. Die vielen positiven Reaktionen darauf bestätigen mich! Es geht nicht darum für Männer attraktiv zu sein, sondern sich selbst zu akzeptieren und zu mögen, mit allen Vorzügen und Mängeln. Wer sich selbst nicht zutraut gute Fotos von sich zu machen, der lässt sich eben von einem Fotografen, Freund oder Freundin ablichten. Viele meiner Bekannten haben das getan und sind sehr stolz auf ihre Fotos.
Ein Mensch wird nun einmal zuerst durch sein Äußeres definiert, beim Kennenlernen zählt der erste Eindruck. Erst wenn der sympathisch erscheint, wird es zu einem erkunden der Dinge führen, die einen Menschen im ganzen ausmachen. Dabei spielt die Ausstrahlung eine wichtige Rolle nicht das Ideal von Schönheit.
Wer sich mag strahlt das aus und wirkt positiv.

Diese Form einer Therapie gegen mangelndes Selbstbewusstsein kann ich nur weiter empfehlen!
Mir hat es geholfen und ich habe dabei meine Faszination für das Fotografieren entdeckt.