Der Artikel gestern hat mich zum Nachdenken gezwungen. Nicht, dass ich nicht schon oft darüber nachgedacht hätte. In jungen Jahren in der Schule habe ich einmal ein Referat darüber gehalten.
Auch damals schon habe ich die Gründe dafür und dagegen verstanden.
Im Prinzip bin ich gegen die Todesstrafe, wer hat das Recht einen anderen Menschen den Tod zu bringen? Ich nicht, Du nicht – Keiner.
Lebenslange Sicherheitsverwahrung für Mörder?
Ich habe mich immer schon gefragt, was ist schlimmer? Was wäre für mich persönlich schlimmer? Der Tod oder ein Leben lang hinter Gittern. Für mich ist die Strafe ein Leben lang hinter Gittern die schlimmere Strafe.
Nur Lebenslänglich bedeutet bei uns meistens, nach 15 Jahren kommt man frei und was passiert dann.
Nicht jeder wird wieder zum Mörder. Es gibt aber durchaus Menschen, die immer gewaltbereit sind, denen ein Menschenleben nichts wert ist. Sie dürften nie wieder in die Freiheit entlassen werden.
Menschen, die Kinder missbrauchen sollten nie wieder frei sein dürfen. Rein von meinem Empfinden her, dürften sie nicht weiter leben. Nur, würde ich das auch wirklich entscheiden wollen, wenn ich Richter wäre.
Es ist ein Widerspruch in mir selbst, auf der einen Seite Ja, solche Menschen gehören mit dem Tode bestraft, auf der anderen Seite Nein, ich bin ja gegen die Todesstrafe.
Die Argumente, es könne ja mal einen Unschuldigen treffen, zählen da bei mir weniger. Denn der Kindesmörder, der Pädophile, der seine Gelüste befriedigt, der fragt auch nicht nach seinem Opfer, dem sind die Qualen, die er seinem Opfer bereitet oft auch Lust. Und jedes missbrauchte Kind ist ein missbrauchtes Kind zu viel.
Nur was passiert, wenn in Deutschland die Todesstrafe für Kindesmissbrauch eingeführt würde. Bliebe es dabei? Für was käme sie als nächstes.
Das würde mir Angst machen. Denn auch mit der Todesstrafe kann Missbrauch betrieben werden als Staatsorgan. Dies hat die Vergangenheit gezeigt und dann..
..dann kann es jeden von uns treffen. Wollen wir das? Will ich das?
Für mich ist und bleibt es ein Zwiespalt, denn manchmal wäre ich dafür obwohl ich doch im Prinzip dagegen bin.
Text: Nika Nachtwind
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