Es jammert der Wind über altes Gestein,
es schreit der Felsmeißel im Metall.
Man hört das Ächzen und Stöhnen überall
und in den Lokalen fließt Bier und Wein.

Ein Haus so groß wie selten eins war,
darin wurden viel Kinder geboren.
Dann hatte das Haus seinen Sinn verloren,
es wurde ein Tanzhaus mit Disco und Bar.

Viele Tränen sah es und großes Glück,
Menschen starben darin und andere kamen.
Ein trauriger und ein freudiger Rahmen,
nichts mehr davon darf jemals zurück.

Über gesplittertes Glas peitscht nun der Regen,
in Mörtel und Beton beißt die Zange.
Die Mauern fallen mit schaurigem Klange,
auch wenn sich die Gemüter erregen.

Auch kleine Geschäfte sind betroffen,
die müssen egal wohin gehen.
Hier dürfen sie nicht mehr bestehen,
die Straße ist nicht mehr offen.

Es singt der Sturm im stählernen Zaun,
den man um das Haus gezogen.
Mancher fühlt sich um die Erinnerung betrogen.
was kann man nur gleichwertig bau'n.

Und unermüdlich arbeiten die Maschinen,
sie zerstören, was vielen lieb und wert.
So mancher sieht seine Gefühle entehrt,
es fällt die Treppe, der Ausdruck der Mienen.

Es ist ein Auftrag, der hier wird erfüllt,
es ist doch alles vergänglich.
Gefühle, Erinnerung klingt so verfänglich,
damit wird Papier zu gemüllt.

Ach könnten die Steine doch schlagen,
das Holz vor Trauer verbrennen.
Das Metall auf die Maschinen rennen,
keiner würde sich dergleichen mehr wagen.

Ach, würden die Fenster doch schreien,
Unrecht kauft man für viel Geld.
So ist es leider auf dieser Welt,
dafür muss die Bank das Gewissen beleihen.

In den Lokalen fließt Bier und Wein,
jeder hört das Ächzen und Stöhnen.
Man wird sich daran gewöhnen,
beim Umtrunk ist keiner allein.