Der Jäger lauert auf seinem Hochsitz. Faule, ungeduldige Jäger füttern vorher in Schussweite noch an und-  peng, bald liegt das Wild auf dem Teller. Ok, wer das will, muss nicht viel wissen.

Will man ein Pferd fangen, das man nutzen möchte, sollte man es nicht zu Tode hetzen. Der Mustang, der auf die freie Fläche entkam, will zumindest für diesen Tag seine Ruhe haben, denn du bekommst ihn doch nicht.

Nager, wie Wühlmäuse, fängt man mit Schnappfallen. Leider sind die Tiere dann tot. In die angebotenen Lebendfallen gehen die dummen (oder klugen?) Tiere nicht rein.

Will man ein Huhn für die Suppe, was allein schon wegen der gesunden Sache sehr erstrebenswert ist, geht man sehr vorsichtig an die Sache ran. Man streut Futter hin und nimmt ein Netz, das ist sicherer als zuzugreifen, denn es entwischt meist.

Will man(Frau sich) einen Mann angeln, ist noch mehr Vorsicht geboten. Der Mann ist im Grunde seines Herzens, und auch genbedingt, der Jäger, das wilde Raubtier, das sich aus der Herde sein Beutetier aussucht. Dumm nur, dass auch der stärkste Löwe, der schnellste Gepard zum Hasenfuß wird, wenn seine Beute den Spieß umdreht und ihn jagt. Die kluge Gazelle weiß, dass sie nur scheinbar unbeteiligt irgendwo grasen muss, ein ganz klein wenig mit dem Schwanz wedeln braucht, um dem hungrigen Löwen anzuzeigen, dass er sie bekommen kann.

Selbst Pflanzen sagt man nach, sie könnten locken. Denken wir nur an die Blüte und die Biene. Ich möchte das Beispiel mit dem Apfelbaum erklären.

Der Baum hat die Sache mit den Blüten und Bienen hinter sich, trägt inzwischen dicke, rote Äpfel. In einigen ist der Wurm, sie werden löchrig und fleckig, fallen vom Baum. Sogar die finden noch Freunde, die des Apfelmuses nämlich.

Ein Gourmet wird sich vor den Baum stellen und sehnsüchtig auf die leuchtenden Äpfel ganz oben in der Krone blicken. Er hält sie für besonders süß, da sie die Sonne stets ausreichend sahen. Will der Gourmet den Apfel pflücken, muss er sich anstrengen. Er klettert hinauf, der Baum stellt ihm Äste in den Weg, schüttelt die restlichen Tropfen des Regens in den Kragen des Hungrigen. Wie groß der Triumph, den Apfel endlich in den Händen zu halten. Ist der Apfel so wunderbar, wie er von unten wirkte, pflanzt der Genießer vielleicht gar dessen Kernchen in seinem Garten ein.

Man stelle sich nun vor, was geschähe, wenn ein gutaussehender Gourmet durch eine Gartenanlage spaziert und sich etliche Bäume danach reißen, seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Manche wiegen sich winkend im Wind, was eher hindert, wenn der Gourmet nicht schwindelfrei ist. Manche Bäume übertreiben und werfen ihre Äpfel zielgerichtet  auf den Schlemmerer.

Was wird der tun? Richtig! Er rennt weg, so schnell er nur kann. Ist sein Hunger gar zu groß, fängt er vielleicht den ein oder anderen Apfel, beißt hinein und wirft ihn dann angewidert weg, da er einen Wurm vermutet…warum sonst würden die Äpfel fallen, sich gar aufdrängen? Sind sie so voller Würmer, dass sie nicht mal auf die Apfelmusesser warten können? Zumindest sind sie nicht ansatzweise Konkurrenten des Wipfelapfels, dem er sein Augenmerk schenkte. 

 Kerne von den Flugäpfeln würde der Gourmet nie im Leben pflanzen!