Die Begegnung mit ihm ist meist zwanglos, unaufdringlich und amüsant. Er stellt sich nicht vor…, ist einfach plötzlich da. Jede Begegnung mit ihm ist erfrischend und erheiternd. So wurden wird man mit ihm bekannt und trifft sich des Öfteren mit ihm. Es ist immer bereichernd für ihn, für dich und mich…, zunächst. 

 

Ohne Aufforderung kommt er auf einen zu, ist öfters anwesend…, als man will.Aber er ist unaufdringlich, stets im Hintergrund. Man bemerkt ihn nicht, nur dann wenn es bereits zu spät ist. Ein Unwohlsein macht sich meist breit…, aber es ist immer zu spät. Jedes mal und immer wieder. 

 

Und wenn es zu spät war, war man ihm erlegen. Er bestimmte dann unser Tun, er ergreift den Besitz deines Wollens. Die Erkenntnis erlangt man aber erst nach längerer Zeit seiner Abwesenheit. Niemals dann, wenn man sich mit ihm verbrüdert.Er scheint wie eine Mistel zu sein…, wie ein Parasit. 

 

 Er ist ein Gaukler der besonderen Art, will nicht nur unterhalten.Er will Besitz ergreifen…, von dir und mir. Von jedem.Er will Macht, er will die Macht über jeden von uns.Er will siegen über dich und mich und alle, die ihm nicht widerstehen. 

 

Ein Heuchler, der dir deinen Spiegel verschleiert und dein wahres Gesicht mit Kreidestaub verziert und verschönert. Er raubt jedem seine eigene Realität und bringt uns in das Land der Fiktionen. Ein weites Land, ein schönes Land ohne Grenzen.Er liebt die Grenzenlosigkeit und hasst Vernunft. 

 

Es gibt kein grenzenloses Land, nicht hier auf unserer Erde und kein grenzloses Ich.Seinen Gegner, die Vernunft besiegt er häufig durch sein parasitäres Verhalten.Er gibt vor Blut zu spenden, saugt es aber jedem aus dem Leib. Er schenkt uns den Glauben, durch ihn Stark zu sein, lähmt uns aber zugleich durch unsere Schwächen. 

 

Ein unaufdringlich freundlicher und hilfsbereiter Anästhesist, der uns frohgelaunt in sein Reich befördert, in das Reich seiner Herrschaft…, über uns.Ein stets lächelnder Diktator der nur eines will: Unsere Selbstbestimmung.Wenn er sie hat sind wir fremdbestimmt…, von ihm. Das ist dann sein Sieg. 

 

Er ist ein feiger Krieger der von hinten kommt, oder von oben wie eine Baumschlange im Regenwald. Sie lässt sich von einem Ast auf ihr Opfer fallen und beißt den, der keinen Hut trägt. Baumschlangen mögen keine Menschen mit Hut, denn sie haben sich mit ihrem ärgsten Feind verbündet, …der Vernunft. 

 

Alkohol ist wie eine Viper. Zunächst klein in wunderbaren Farben, sehr geschmeidig und elegant, harmlos wirkend. Ihr Gift aber ist neuro - oder multitoxisch, mitunter sogar tödlich. Also klein mit großer Wirkung, aber unscheinbar. Wie eine Zecke die sich durch das Blut des Opfers 100 mal vergrößert und Krankheitserreger überträgt. 

 

Er ist ein Parasit, der zuerst den Geist und dann die Seele, und zuletzt den Körper besiegt. Ein langer Prozess, ein langer Weg bis zu seinem Ziel. Wie der Speichel des Komodo Waranes. Er ist mit todbringenden Bakterien durchsetzt und tötet jedes Opfer nach einem zunächst harmlosen Biss. 

 

Der Waran kann warten. Und verliert sein Opfer nicht aus den Augen…, bis es sein Leben verliert. Und ihm seine Nahrung gibt…, das ist es was er will.Das Ego dient dem Überleben. Im Tier wie im Pflanzenreich und auch bei uns Menschen. Es dient auch unserem guten Bekannten, dem Alkohol. Aber wozu??? 

 

Weil er eben der Geist ist, der stets ablehnend verneint…, vor allem die Vernunft. 

 

Fazit:  

Im Regenwald Hut tragen, sich gegen Zecken mit entsprechender Kleidung schützen und Warane meiden. Bei der Begegnung mit unserem guten Bekannten, dem Alkohol, Vernunft zeigen auch ohne Hut. 

 

Dann wird er sehr klein…, mit Hut. 

 

© Peter Braunwww.peterbraun-muc.de 

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