Über die leidige Aufschieberitis
Ich hätte diesen Artikel (meinen ersten hier) auch morgen schreiben können, oder übermorgen...oder nie.Ich hatte Lust einen zu schreiben - aber erst wußte ich kein Thema. Dann hatte ich eine Begegnung mit meinem Sohn - jetzt habe ich ein Thema: die Aufschieberitis.
Mein Sohn hat die Aufschieberitis erfunden, aber andere Mütter behaupten, ihre Kinder seien das gewesen.
Um was auch immer ich ihn bitte, die Antwort ist: "Ja, gleich." Und evtuell passiert es dann gleich, das ist: Stunden später, oder am nächsten Tag...oder nie. Immer in der Hoffnung, dass ich vergesse, um was ich ihn gebeten hatte - oder es selbst mache, weil ich die Warterei leid bin. Mein Sohn macht sich darüber keinen Kopp, der ist nämlich erst 15...aber Erwachsene sollten doch klüger sein. Sind sie nicht!
Ich habe mal ein Buch gelesen (Wayne Dwyer: Der wunde Punkt), in dem ein Kapitel: Tu es jetzt! heißt.
In diesem Kapitel hat mich der Autor davon überzeugt, dass Aufschieberitis mir das Leben mehrfach verleidet:
nicht nur türmt sich das Aufgeschobene wie
der Anruf bei der Schwiegermuter,
die Steuererklärung,
das Rauchen aufgeben,
das Kelleraufräumen,
das Ablage ordnen...imaginär immer höher und wird immer schwieriger (3 Tage NACH dem Geburtstag ist die Schwiegermutter evtl. NOCH unleidiger),
nein, die Zeit, während ich schiiiiieeeebe, ist ebenfalls verdorben: Weil ich immerzu an das Noch-zu-Machende denken muss. Ich kann die freigeschaufelte Zeit überhaupt nicht genießen, denn ich weiß ja, was mir noch bevorsteht und immer schwieriger wird...
Also verdirbt Aufschieberitis mein Leben! Die unangenehme Sache wird immer unangenehmer und drückender, die nur scheinbar "freie" Zeit kann ich nicht frohen Herzens genießen, denn die ist ja geklaut und deshalb überschattet...was soll das also!?
Wenn man Unangenehmes gnadenlos hinter sich bringt, weil es sich nun einmal nicht vermeiden läßt - Motto: Augen zu und durch! - hat man nur Vorteile: es ist getan (Erleichterung und Befriedigung) und die gute Lebenszeit gehört einem wieder.
Wenn man es sowieso tun muß, ist es schlau, es gleich zu tun.
Je älter ich werde, desto weniger Lust habe ich, mir mein Leben mit so etwas wie schlechtem Gewissen zu verderben - für solche Gefühle ist das Leben einfach zu schade.
Um was auch immer ich ihn bitte, die Antwort ist: "Ja, gleich." Und evtuell passiert es dann gleich, das ist: Stunden später, oder am nächsten Tag...oder nie. Immer in der Hoffnung, dass ich vergesse, um was ich ihn gebeten hatte - oder es selbst mache, weil ich die Warterei leid bin. Mein Sohn macht sich darüber keinen Kopp, der ist nämlich erst 15...aber Erwachsene sollten doch klüger sein. Sind sie nicht!
Ich habe mal ein Buch gelesen (Wayne Dwyer: Der wunde Punkt), in dem ein Kapitel: Tu es jetzt! heißt.
In diesem Kapitel hat mich der Autor davon überzeugt, dass Aufschieberitis mir das Leben mehrfach verleidet:
nicht nur türmt sich das Aufgeschobene wie
der Anruf bei der Schwiegermuter,
die Steuererklärung,
das Rauchen aufgeben,
das Kelleraufräumen,
das Ablage ordnen...imaginär immer höher und wird immer schwieriger (3 Tage NACH dem Geburtstag ist die Schwiegermutter evtl. NOCH unleidiger),
nein, die Zeit, während ich schiiiiieeeebe, ist ebenfalls verdorben: Weil ich immerzu an das Noch-zu-Machende denken muss. Ich kann die freigeschaufelte Zeit überhaupt nicht genießen, denn ich weiß ja, was mir noch bevorsteht und immer schwieriger wird...
Also verdirbt Aufschieberitis mein Leben! Die unangenehme Sache wird immer unangenehmer und drückender, die nur scheinbar "freie" Zeit kann ich nicht frohen Herzens genießen, denn die ist ja geklaut und deshalb überschattet...was soll das also!?
Wenn man Unangenehmes gnadenlos hinter sich bringt, weil es sich nun einmal nicht vermeiden läßt - Motto: Augen zu und durch! - hat man nur Vorteile: es ist getan (Erleichterung und Befriedigung) und die gute Lebenszeit gehört einem wieder.
Wenn man es sowieso tun muß, ist es schlau, es gleich zu tun.
Je älter ich werde, desto weniger Lust habe ich, mir mein Leben mit so etwas wie schlechtem Gewissen zu verderben - für solche Gefühle ist das Leben einfach zu schade.
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