Der Sommer ging -
des Jahres wie des Lebens.
Hitze hat Vieles verbrannt
an Körper wie Seele.
Wunden gab es.
Schweige nicht. Rede!
Sieh' sie an.
Deck' sie nicht zu.
Gibt es Narben;
auch das bist Du.
Und dann der Herbst
in warmen Farben.
Weiche Nebel
zeichnen sanft
Konturen der Stille.
Es geschieht Gottes Wille.
Vergehen - es scheint nur so.
Die dunkle Erde bringt nicht Tod.
Deckt schützend zu,
behütet vor Frost
den Keim neuen Lebens.
Behüte auch Du,
was schützenswert.
Lass' es keimen
durch Sonne und Regen.
Hab' nur Geduld
mit Dir und der Welt,
dann ist es gut
um Dich bestellt.
by VF 08.10.2009
