Seine Stimme tönt durch die Untiefen, und scheucht die Fische vor sich her. Der Clown der See springt mit seinem glitzernden Körper aus den Fluten um einen Moment später wieder in das Wasser zu tauchen. Dann zieht etwas seine Aufmerksamkeit auf sich und vergnügt schwimmt er mit den anderen Delfinen zum Ufer. Hier beginnt das Unfassliche, das Schreckliche, das Massaker der Geschöpfe Gottes. Zur Volksbelustigung schlagen Menschen mit spitzen, gekrümmten Messern auf die Kinder des Ozeanes ein. Ihr Blut färbt die See rot und das Schreien der Kreaturen verebbt ungehört in den Weiten. Blutiger Schaum legt sich über den Sand. Die Frauen und Kinder stehen applaudierend dabei und erfreuen sich der Qual der Meereswesen.Oh Mensch, dir ist die Herrschaft über die Geschöpfe gegeben, du gabst ihnen Namen und hast sie zu deinen Dienern gemacht. Und nun tötest du aus Lust und Freude an der Qual die Schöpfung Gottes? Wie hast du geweint, als der Pharao deine Söhne tötete? Wie hast du geschrien als mordende und plündernde Horden dein Land verwüsteten und deine Kinder erschlagen in ihrem Blut lagen? Wendest du dich nicht erschaudernd ab von den Bildern der Greul auf denen erschlagene und verstümmelte Menschen zu sehen sind? Und trotzdem kannst du ohne Reue Gefallen finden an der Schlachtung Unschuldiger?Kapitän Ahab ist auferstanden. Gebunden auf dem Rücken des weißen Wales winkt er uns mit seiner einen, bleichen Hand ihm zu folgen. Jubelnd setzen wir die Segel und folgen ihm in den Untergang. Unsere Gesichter sehen glücklich in den Untergang und wir besingen die Taten unserer Heldenschaft. Das Grinsen des weißen Wales verfolgt uns in unsere schwärzesten Alpträume. Wir verfolgen ihn und sehen nicht, wie unser Schiff leck geschlagen ist und sich langsam zur Seite neigt. Tiefer und tiefer sinkt das Schiff in die kalte See doch unser Jubel übertönt das Gluckern und Ächzen. Wieder winkt er uns zu und unsere Augen glänzen vor Vergnügen und Wille zum Kampf. Schon schwappt die tosende See über die Reeling aber wir sehen die Zeichen nicht.Erst wenn das Wasser droht über unseren Köpfen sich zu schließen, dann verstummt unser Siegesgeheul und das Entsetzen greift nach unseren Herzen. Langsam sinken wir Stück für Stück in die See. Unsere Münder geöffnet suchen verzweifelt noch mal die Segen bringende Luft in unsere Lungen zu füllen, noch einmal dem kalten Tod zu entkommen. Dann, dann wird es still, und das Meer hat seine Opfer verschlungen.Der weiße Wal zieht grinsend weiter seine Kreise und das bleiche Skelett der Menschheit, mit Ketten an ihn gefesselt, zeigt das grausame Lächeln des Todes.Und über uns ward der bleiche Mond rot vom Blut.
Eure Hayat
Lustig springend mit den Flossen schlagend zieht der Delfin seinen Weg durch die Tiefen der Meere.