Montagmorgen: Anfang der Woche, Anfang des immer wiederkehrenden Einerleis: sie sitzt mit ihrer Tasse Kaffee am Frühstückstisch, schaut aus dem Fenster und wird wissen, was die Woche bringt …
Die Sonne lacht vom Himmel, ein fröhliches Treiben auf der Strasse, aber sie weiß, was kommen wird … ein cholerischer Chef, der sie immer dann zu sich zitiert, wenn eine Minute vor Feierabend ist; ein Freizeit-Verein, der nie zufrieden ist, mit den Veränderungen, die sie versucht herbeizuführen; der motzende LKW-Fahrer, weil sie „Frau“ in seinen Augen am Steuer ist; der unfreundliche Kassierer ihres Lebensmittelladens, weil sie nicht schnell genug dem Nächsten an der Kasse Platz macht; der Spaziergänger, der jeden Tag aufs Neue einen diebischen Spaß daran hat, wenn seine kläffende Dogge auf sie losgeht, während sie joggt … und viele andere Begebenheiten ihres Lebens … Egal wie sie den Tag verändert: anstatt Kaffee mal den Tag mit Tee beginnt, egal wie sie auftritt, egal, was sie versucht in diesem Allerlei zu verändern, es bleibt immer das Selbe: und immer wieder grüßt das Murmeltier …
Sie will nicht mehr … nun ist Schluss … aber wie?
Weil es dich gibt, bin ich wieder verliebt
ins Leben.
Du kannst mir soviel geben,
dass ich es nicht fassen kann –
ich bin ein neuer Mensch …
Deine Zärtlichkeit
hat mich befreit,
dein Blick
ist mein Glück,
dein Liebeslicht
meine ganze Sicht …
Hier drinnen mit dir
ist es gemütlich und warm –
und die Geräusche
von der Strasse
sind überstimmt
von Harmonie und Stille.
Die Bücherwand verrät uns
ihr Geheimnis,
und wir vergraben es
im Vakuum des Kerzenscheins.
Ich möchte mit dir
über den Horizont
des Alltäglichen hinausfliegen –
in ein Leben,
wo nicht blinder Verstand regiert,
sondern sehendes Gefühl,
wo nicht harter Zwang dominiert,
sondern zartes Spiel –
wo das Ich
lächelnd im Du aufgeht
und in Liebe, reiner Liebe
seinen tiefsten Sinn versteht.
Ich musste über
meinen Schatten springen,
um dein Licht zu sehen.
Es war gar nicht so schwierig.
Warum hatte ich nur
so lange gezögert?
In deine Hände leg ich mich
wie ein Bett aus Rosenblättern.
Deine Zärtlichkeit ist die Luft,
die meine Seele atmet.
Deine Umarmung ist der Garten,
in dem Wunder geschehen.
Deine Augen sind Blicke,
die ins Herz des Lebens sehen …
Ich brauche deine Nähe,
damit ich mich nicht von mir selbst entferne.
Ich brauche deine Berührung,
damit ich das Leben fühlen kann –
das Leben, das du bist,
wenn du mich küsst …
Und zum Schluss:
Lass dir nicht dein Lächeln zerstören,
die helle Freude in deinem Innern.
Lass sie strahlen und leuchten,
sie ist dein größter Schatz!
Hüte ihn wie dein Augapfel,
verteidige ihn gegen
Neid und Missgunst,
gegen alle Teufeleien der Welt.
Du lebst nicht, um zu leiden.
Und die Freude,
die du in dir fühlst,
hast du dir verdient.
Sie ist dein seelisches Erbe.
Von nichts kommt nichts …
… denn sonst grüsst immer wieder das Murmeltier …
Und immer wieder grüsst das Murmeltier …
Für alle, die ein bisschen mehr möchten ...
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