Wochenenderwarten

Viel zu starker Kaffee.
Morgenansprache Gorbatschow.
Das Salamibrot vergessen.
Am Hemd fehlender Knopf.

Bus um eine Minute verpasst.
Frl. Schmidt kann mich nicht leiden.
Der Dackel vom Kohlenfritz,
auf die Schuhe mir tat sch.....
(...ich mag es hier nicht schreiben)

In der Werkstatt schmiert Altfett
auf meinem borstiges Gesicht.
Eine Dichtung die nicht hält,
was der Beipackzettel verspricht.

Beim Mittag fehlt das Salz.
Pflaumen sind mit Kerne.
Pausen viel zu kurz,
Normen von „Jules Verne.“

Nachfeierabendkneipe.
Drei, sechs, neun Biere.
Strohwitwenverweile.
Hausweg auf alle Viere.

Schlüssellochgeschasster.
Sohn sieht Mitternachtskrimi.
Hauptrolle „Dolly Buster“
Tochter schläft mit Drummer Winni.

Ein ungemachtes Bett,
ein kaltes Kissen neben mich.
Wann ?
Wann bist Du hier,..endlich ?
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Endlich

Während Du fort warst,
feierten die Mäuse Schlaraffenland.
Die Fliegenklatsche schlief in Einsamkeit.
Zigarettenschwaden umnebelten
die Poster von Caruso und Hendrix.
Mittagsteller bewahrten die Spuren
von Haferschleim und Beutelsuppen.
Selbst beim Abendbrot,
kamen die dicken fetten Spinnen
aus ihren Exilen gekrochen.

Als ein Telegramm
deinen Schatten voraus warf,
lachte der Abwaschlappen,
flohen die Mäuse,
schimpften die Fliegen,
lüftete die Lunge,
und kündigten die Spinnen
den Mietvertrag.