Vereinte Nationen kämpfen für schwule Männer und lesbische Frauen
Dieser Artikel beschäftigt sich mit der UN-Erklärung gegen die Verfolgung von Homoxuellen aus Dezember 2008
Vorwort:
Der menschliche Wert einer zivilisierten Gesellschaft läßt sich an bestimmten Kriterien ablesen, z.B. auch daran wie sie mit ihren ethnischen, religiösen und sexuellen Minderheiten umgeht und umzugehen bereit ist. Eine Gemeinschaft, die diese gesellschaftlichen Minderheiten einzubinden, zu integrieren, versteht wird davon letztlich fast noch stärker profitieren, als diejenigen Menschen (die ja auch Steuerzahler, Wähler und Konsumenten sind), die es unmittelbar betrifft.
Die Gesellschaft bindet damit diejenigen Menschen in die Gemeinschaft ein, die mit ihrem großen intellektuellen, wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Potenzial unverzichtbar für jedes funktionierende und lebenswerte Gemeinwesen sind. Ich behaupte außerdem, dass ein Gemeinwesen, welches gesellschaftliche Vielfalt zuläßt und aktiv fördert, von innen heraus deutlich stärker ist, als ein Gebilde, das auf Unterdrückung und Ignoranz basiert.
Beispiel: Ein Land, in dem Juden, Migranten, Schwule, Lesben u.v.a. angstfrei und gleichberechtigt leben, wird immer auch von diesen Bevölkerungsgruppen als zutiefst schützens- und verteidigenswert angesehen. Und noch etwas: Die Menschenrechte dieser Minderheiten gehen niemals zu Lasten der Rechte anderer, wie z.B. Christen, Muslime, Atheisten oder auch heterosexuelle Ehepaare und Eltern. Die gegenteilige Behauptung ist eine infame Propaganda, die regelmäßig von neo-nazistischen Gruppen benutzt wird, um mit den Mitteln der Volksverhetzung Hass und Mißgunst zu erzeugen und den Verstand bei ihren Mitläufern auszuschalten.
Hat „die Menschheit“ nicht seit einigen Jahren das 21. Jahrhundert (zumindest wenn wir die christliche Zeitrechnung zugrunde legen) erreicht? Sollten dann nicht Aberglaube, „Hexen“-Verfolgung, Verschwörungstheorien, Mythen, irrationale Ängste/Vorurteile und leicht zu widerlegende Irrlehren (wie z.B. nationalistisch geprägte rechte Ideologien) überwunden und einem klaren Blick auf die Realität gewichen sein?
---------------------------------------------------------
Im Dezember 2008 haben 66 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen eine Erklärung gegen die Verfolgung von Homosexuellen unterzeichnet. Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören neben den 27 Ländern der Europäischen Gemeinschaft, Israel, Island, Norwegen, die Schweiz, Kanada, Australien, Neuseeland, Mexiko, Kuba, alle Teile des früheren Jugoslawien und das Gros der lateinamerikanischen Staaten. Zwar handelt es sich bei der Erklärung „lediglich um eine Geste“, die (noch) nicht rechtsverbindlich ist aber immerhin ...
Nicht unterzeichnet haben die Erklärung: Alle arabischen und fast alle mehrheitlich muslimischen Länder (außer Bosnien und Herzegowina), Russland, China, die Türkei (will die Türkei etwa immer noch Mitglied der EU werden?), die meisten afrikanischen Staaten und (er durfte in der Liga der „Reaktionäre“ ja offenbar auf keinen Fall fehlen) der Vatikan-Staat.
Der designierte U.S.-Präsident Barack Obama hat sich ausdrücklich zur Umsetzung diverser homopolitischer Vorhaben bekannt und hält daran fest, wie z.B. der Erweiterung der bestehenden U.S.-amerikanischen Antidiskriminierungsvorschriften und der Gesetzgebung zur Bekämpfung von Hassverbrechen jeweils um das Merkmal der sexuellen Orientierung und der Abschaffung des Ausschlusses von offen schwul oder lesbisch lebenden Soldaten und Soldatinnen vom Militärdienst. Außerdem setzt sich Obama aktiv für die Eingetragenen Partnerschaften ein und will diesen schwulen und lesbischen Paaren endlich dieselben Rechte und Privilegien geben, wie verheirateten heterosexuellen Paaren, einschließlich eines vollen Adoptionsrechts.
In Kenntnis dieser politischen Willenserklärungen des, in wenigen Tagen ins Weiße Haus einziehenden, neuen Präsidenten der U.S.A., hat sich der scheidende U.S.-Präsident George W. Bush nicht entblödet den Vertreter der U.S.A. in den Vereinten Nationen anzuweisen gegen die sexuellen Menschenrechte zu stimmen. Die New York Times erkannte in der diplomatischen Ignoranz der noch Bush-hörigen U.S.-Delegation bei den UN eine Art letztes „Weihnachtsgeschenk“ für die Klerikalen und hier ganz besonders für die fundamentalistischen Evangelikalen, zu denen Bush, nach seiner 'Wiedergeburt', nach eigenen Angaben selbst gehört.
Führende Bürgerrechtsorganisationen weltweit, wie Amnesty International und Human Rights Watch erklärten die UN-Erklärung zum Meilenstein, um auch das sexuelle Selbstbestimmungsrecht global ernst nehmen zu müssen. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte Navanethem Pillay äußerte nach der Unterzeichnung die Hoffnung, dass sich, wie die Apartheidgesetze und die Verbote des sexuellen Kontakts zwischen Menschen unterschiedlicher Hautfarbe auch die Gesetze gegen Homosexualität als anachronistisch herausstellen werden, sie seien nicht vereinbar mit dem internationalen Recht und den Werten von der Würde des Menschen.
Angesichts solch barbarischer Zustände, wie sie u.a. in folgenden Ländern noch herrschen: Schwulen Männern drohen in Jamaika 10 Jahre Haft, in Chile ebenfalls Gefängnisstrafen, in Uganda lebenslange Haft, in Katar Auspeitschungen, in Iran der Galgen, in Saudi-Arabien das Kopfabschlagen mit dem Schwert und auch in Sudan, Mauretanien und Jemen droht schwulen Männern die Todesstrafe (lesbische Frauen werden in der „Gesetzgebung“ dieser Länder weitgehend ignoriert, weil man/n Frauen generell noch nicht einmal eine eigene, selbstbestimmte Sexualität zugesteht!), war die UN-Erklärung seit langem überfällig.
Als offen schwul lebender Mann, rufe ich unsere weltweilte Community dazu auf diese unmenschlichen Zustände immer wieder zum Thema zu machen, sich in den großen Menschenrechtsorganisationen aktiv zu engagieren und z.B. die Türkei, als „Urlaubsland für Schwule und Lesben auf eine schwarze Liste“ zu setzen. Der Entzug der Milliarden Euro und Dollars, die von schwulen Männern und lesbischen Frauen weltweit erarbeitet und erwirtschaftet werden, ist ein nicht zu unterschätzender Hebel, um gesellschaftliches Umdenken zumindest in einigen dieser Länder anzuregen.
Als die amerikanischen Gay-Aktivisten in den 1970er Jahren anfingen auf Dollar-Noten, die von schwulen Männern und lesbischen Frauen erarbeitet oder erwirtschaftet wurden, den kleinen Stempel-Aufdruck: „Gay Money“ zu drücken, hat das innerhalb der amerikanischen Wirtschaft und Werbe-Branche nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Erstmals wurde das wirtschaftliche Potenzial von Schwulen und Lesben in wissenschaftlichen Studien erforscht. Die Erkenntnisse führten zu einem Umdenken. Heute will es sich kaum noch ein großes Unternehmen in den U.S.A. (und allmählich auch in Europa) leisten schwule Männer und lesbische Frauen als Kunden und Kundinnen sowie als Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu brüskieren oder zu diskriminieren. International agierende Firmen, wie IBM, Microsoft, Apple, Ford, IKEA, McDonald, die Disney-Studios u.v.a. sprechen inzwischen in ihren Anzeigen und Werbespots ganz gezielt auch ihre homosexuelle Kundschaft an und müssen sich dafür wütende Angriffe besonders der fundamentalistischen Evangelikalen in den U.S.A. gefallen lassen.
Bisher haben sich diese Unternehmen jedoch mehrheitlich nicht in ihrem begrüßenswerten Kurs beirren lassen. Vielleicht sollte unsere Community ihre Kaufentscheidungen gelegentlich stärker hiervon leiten lassen. Und außerdem: Welche Partei z.B. gegen die „Eingetragene Lebenspartnerschaft“ vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt hat oder welche Partei im Bundestag gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz („Antidiskriminierungsgesetz“) gestimmt hat (zu 1. CSU, zu 2. FDP ...) ist doch sicher auch ein wichtiges Kriterium vor jeder Stimmabgabe zur Kommunal-, Landtags-, Bundestags- oder Europa-Wahl?
Resümee:
Menschenrechte umfassen auch das sexuelle Selbstbestimmungsrecht, sie sind unveräußerlich und universell. Diejenigen Regime und Glaubensrichtungen, die ihren Staatsbürgern/Staatsbürgerinnen oder AnhängerInnen Menschenrechte verweigern, gehören schon allein dadurch nicht zum zivilisierten Teil der Menschheit. Eine weltweite Ächtung ist überfällig.
Quellen:
„Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, Vereinte Nationen, 10.12.1948
„Erklärung über Menschenrechte, sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität“, Vereinte Nationen, Dezember 2008
„Bunter Widerstand“, Süddeutsche Zeitung 20.12.2008
„UN kämpfen für Homos“ und „Die eine geteilte Welt“, taz 20.12.2008
„Würde zweiter Klasse?“ und „Obamas Homo-Agenda“, rik (publigayte) 01/2009
Knüppel ... es läßt sich immer etwas verändern, also kümmern wir uns darum!
In einem fast ausschließlich profit-orientierten Wirtschafts- und Gesellschaftssystem gibt es eine universell verständliche Sprache: Der gezielte Einsatz oder Entzug von Geld ... die schwul-lesbische Community verfügt über ein milliardenschweres Potenzial an Wirtschafts- und Kaufkraft. Lasst es uns intelligent nutzen ... dafür gibt es Vorbilder.
Nie wieder Opfer sein - NEVER AGAIN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
© Jamerson akas Knüppel
P.S. „The Times They Are A-Changing" (Bob Dylan)
Der menschliche Wert einer zivilisierten Gesellschaft läßt sich an bestimmten Kriterien ablesen, z.B. auch daran wie sie mit ihren ethnischen, religiösen und sexuellen Minderheiten umgeht und umzugehen bereit ist. Eine Gemeinschaft, die diese gesellschaftlichen Minderheiten einzubinden, zu integrieren, versteht wird davon letztlich fast noch stärker profitieren, als diejenigen Menschen (die ja auch Steuerzahler, Wähler und Konsumenten sind), die es unmittelbar betrifft.
Die Gesellschaft bindet damit diejenigen Menschen in die Gemeinschaft ein, die mit ihrem großen intellektuellen, wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Potenzial unverzichtbar für jedes funktionierende und lebenswerte Gemeinwesen sind. Ich behaupte außerdem, dass ein Gemeinwesen, welches gesellschaftliche Vielfalt zuläßt und aktiv fördert, von innen heraus deutlich stärker ist, als ein Gebilde, das auf Unterdrückung und Ignoranz basiert.
Beispiel: Ein Land, in dem Juden, Migranten, Schwule, Lesben u.v.a. angstfrei und gleichberechtigt leben, wird immer auch von diesen Bevölkerungsgruppen als zutiefst schützens- und verteidigenswert angesehen. Und noch etwas: Die Menschenrechte dieser Minderheiten gehen niemals zu Lasten der Rechte anderer, wie z.B. Christen, Muslime, Atheisten oder auch heterosexuelle Ehepaare und Eltern. Die gegenteilige Behauptung ist eine infame Propaganda, die regelmäßig von neo-nazistischen Gruppen benutzt wird, um mit den Mitteln der Volksverhetzung Hass und Mißgunst zu erzeugen und den Verstand bei ihren Mitläufern auszuschalten.
Hat „die Menschheit“ nicht seit einigen Jahren das 21. Jahrhundert (zumindest wenn wir die christliche Zeitrechnung zugrunde legen) erreicht? Sollten dann nicht Aberglaube, „Hexen“-Verfolgung, Verschwörungstheorien, Mythen, irrationale Ängste/Vorurteile und leicht zu widerlegende Irrlehren (wie z.B. nationalistisch geprägte rechte Ideologien) überwunden und einem klaren Blick auf die Realität gewichen sein?
---------------------------------------------------------
Im Dezember 2008 haben 66 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen eine Erklärung gegen die Verfolgung von Homosexuellen unterzeichnet. Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören neben den 27 Ländern der Europäischen Gemeinschaft, Israel, Island, Norwegen, die Schweiz, Kanada, Australien, Neuseeland, Mexiko, Kuba, alle Teile des früheren Jugoslawien und das Gros der lateinamerikanischen Staaten. Zwar handelt es sich bei der Erklärung „lediglich um eine Geste“, die (noch) nicht rechtsverbindlich ist aber immerhin ...
Nicht unterzeichnet haben die Erklärung: Alle arabischen und fast alle mehrheitlich muslimischen Länder (außer Bosnien und Herzegowina), Russland, China, die Türkei (will die Türkei etwa immer noch Mitglied der EU werden?), die meisten afrikanischen Staaten und (er durfte in der Liga der „Reaktionäre“ ja offenbar auf keinen Fall fehlen) der Vatikan-Staat.
Der designierte U.S.-Präsident Barack Obama hat sich ausdrücklich zur Umsetzung diverser homopolitischer Vorhaben bekannt und hält daran fest, wie z.B. der Erweiterung der bestehenden U.S.-amerikanischen Antidiskriminierungsvorschriften und der Gesetzgebung zur Bekämpfung von Hassverbrechen jeweils um das Merkmal der sexuellen Orientierung und der Abschaffung des Ausschlusses von offen schwul oder lesbisch lebenden Soldaten und Soldatinnen vom Militärdienst. Außerdem setzt sich Obama aktiv für die Eingetragenen Partnerschaften ein und will diesen schwulen und lesbischen Paaren endlich dieselben Rechte und Privilegien geben, wie verheirateten heterosexuellen Paaren, einschließlich eines vollen Adoptionsrechts.
In Kenntnis dieser politischen Willenserklärungen des, in wenigen Tagen ins Weiße Haus einziehenden, neuen Präsidenten der U.S.A., hat sich der scheidende U.S.-Präsident George W. Bush nicht entblödet den Vertreter der U.S.A. in den Vereinten Nationen anzuweisen gegen die sexuellen Menschenrechte zu stimmen. Die New York Times erkannte in der diplomatischen Ignoranz der noch Bush-hörigen U.S.-Delegation bei den UN eine Art letztes „Weihnachtsgeschenk“ für die Klerikalen und hier ganz besonders für die fundamentalistischen Evangelikalen, zu denen Bush, nach seiner 'Wiedergeburt', nach eigenen Angaben selbst gehört.
Führende Bürgerrechtsorganisationen weltweit, wie Amnesty International und Human Rights Watch erklärten die UN-Erklärung zum Meilenstein, um auch das sexuelle Selbstbestimmungsrecht global ernst nehmen zu müssen. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte Navanethem Pillay äußerte nach der Unterzeichnung die Hoffnung, dass sich, wie die Apartheidgesetze und die Verbote des sexuellen Kontakts zwischen Menschen unterschiedlicher Hautfarbe auch die Gesetze gegen Homosexualität als anachronistisch herausstellen werden, sie seien nicht vereinbar mit dem internationalen Recht und den Werten von der Würde des Menschen.
Angesichts solch barbarischer Zustände, wie sie u.a. in folgenden Ländern noch herrschen: Schwulen Männern drohen in Jamaika 10 Jahre Haft, in Chile ebenfalls Gefängnisstrafen, in Uganda lebenslange Haft, in Katar Auspeitschungen, in Iran der Galgen, in Saudi-Arabien das Kopfabschlagen mit dem Schwert und auch in Sudan, Mauretanien und Jemen droht schwulen Männern die Todesstrafe (lesbische Frauen werden in der „Gesetzgebung“ dieser Länder weitgehend ignoriert, weil man/n Frauen generell noch nicht einmal eine eigene, selbstbestimmte Sexualität zugesteht!), war die UN-Erklärung seit langem überfällig.
Als offen schwul lebender Mann, rufe ich unsere weltweilte Community dazu auf diese unmenschlichen Zustände immer wieder zum Thema zu machen, sich in den großen Menschenrechtsorganisationen aktiv zu engagieren und z.B. die Türkei, als „Urlaubsland für Schwule und Lesben auf eine schwarze Liste“ zu setzen. Der Entzug der Milliarden Euro und Dollars, die von schwulen Männern und lesbischen Frauen weltweit erarbeitet und erwirtschaftet werden, ist ein nicht zu unterschätzender Hebel, um gesellschaftliches Umdenken zumindest in einigen dieser Länder anzuregen.
Als die amerikanischen Gay-Aktivisten in den 1970er Jahren anfingen auf Dollar-Noten, die von schwulen Männern und lesbischen Frauen erarbeitet oder erwirtschaftet wurden, den kleinen Stempel-Aufdruck: „Gay Money“ zu drücken, hat das innerhalb der amerikanischen Wirtschaft und Werbe-Branche nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Erstmals wurde das wirtschaftliche Potenzial von Schwulen und Lesben in wissenschaftlichen Studien erforscht. Die Erkenntnisse führten zu einem Umdenken. Heute will es sich kaum noch ein großes Unternehmen in den U.S.A. (und allmählich auch in Europa) leisten schwule Männer und lesbische Frauen als Kunden und Kundinnen sowie als Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu brüskieren oder zu diskriminieren. International agierende Firmen, wie IBM, Microsoft, Apple, Ford, IKEA, McDonald, die Disney-Studios u.v.a. sprechen inzwischen in ihren Anzeigen und Werbespots ganz gezielt auch ihre homosexuelle Kundschaft an und müssen sich dafür wütende Angriffe besonders der fundamentalistischen Evangelikalen in den U.S.A. gefallen lassen.
Bisher haben sich diese Unternehmen jedoch mehrheitlich nicht in ihrem begrüßenswerten Kurs beirren lassen. Vielleicht sollte unsere Community ihre Kaufentscheidungen gelegentlich stärker hiervon leiten lassen. Und außerdem: Welche Partei z.B. gegen die „Eingetragene Lebenspartnerschaft“ vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt hat oder welche Partei im Bundestag gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz („Antidiskriminierungsgesetz“) gestimmt hat (zu 1. CSU, zu 2. FDP ...) ist doch sicher auch ein wichtiges Kriterium vor jeder Stimmabgabe zur Kommunal-, Landtags-, Bundestags- oder Europa-Wahl?
Resümee:
Menschenrechte umfassen auch das sexuelle Selbstbestimmungsrecht, sie sind unveräußerlich und universell. Diejenigen Regime und Glaubensrichtungen, die ihren Staatsbürgern/Staatsbürgerinnen oder AnhängerInnen Menschenrechte verweigern, gehören schon allein dadurch nicht zum zivilisierten Teil der Menschheit. Eine weltweite Ächtung ist überfällig.
Quellen:
„Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, Vereinte Nationen, 10.12.1948
„Erklärung über Menschenrechte, sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität“, Vereinte Nationen, Dezember 2008
„Bunter Widerstand“, Süddeutsche Zeitung 20.12.2008
„UN kämpfen für Homos“ und „Die eine geteilte Welt“, taz 20.12.2008
„Würde zweiter Klasse?“ und „Obamas Homo-Agenda“, rik (publigayte) 01/2009
Knüppel ... es läßt sich immer etwas verändern, also kümmern wir uns darum!
In einem fast ausschließlich profit-orientierten Wirtschafts- und Gesellschaftssystem gibt es eine universell verständliche Sprache: Der gezielte Einsatz oder Entzug von Geld ... die schwul-lesbische Community verfügt über ein milliardenschweres Potenzial an Wirtschafts- und Kaufkraft. Lasst es uns intelligent nutzen ... dafür gibt es Vorbilder.
Nie wieder Opfer sein - NEVER AGAIN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
© Jamerson akas Knüppel
P.S. „The Times They Are A-Changing" (Bob Dylan)
1 Platiner gefällt der Artikel
Gefällt mir auch
Kommentare zum Artikel