Verflixt
Bin eigentlich nur ich immer so ungeschickt?
Es ist neun Uhr abends und ich kann tatsächlich pünktlich meinen Arbeitsplatz verlassen. Das ist eher selten gewesen diese Woche. Aber heute gab es nichts außergewöhnliches und ich lasse das Haus hinter mir, bis Morgen.
Der Fußweg bis nach Hause ist kurz und ich genieße den kleinen Spaziergang, es tut gut nach dieser warmen Heizungsluft im Altenheim. In meiner Wohnung angekommen geht wie immer mein Blick zum Anrufbeantworter. Er blinkt, jemand hat eine Nachricht aufgesprochen. Wird wohl von einem meiner Kinder sein – jüngster Sohn (wahlweise): „Mama, ich brauche Geld; kannst du mir den Gefallen tun; ich brauche mal wieder Wäsche; fährst du mich am Mittwoch nach Bochum?“
Oder die Tochter: „Hallo, bist du da? Ich wollte nur mal hören. Nein, du bist nicht da? Na dann.“
Diesmal ist es aber der älteste Sohn: „Hallo Mama! Bist du da? Nee, scheint nicht so, bist wohl auf der Arbeit? Ich wollte auch nur mit dir über Terry Pratchett sprechen!“
Hä? Über Terry Pratchett sprechen? Ach ja, ich habe ihm das neueste Buch von diesem Autor zum Geburtstag geschenkt. Ja, normalerweise unterhalte ich mich gerne mit dir über seine Bücher, ich schätze seine Geschichten auch. Aber nicht heute. Es ist mittlerweile fast 22 Uhr und ich habe Hunger. Bin sogar schon irgendwie richtig zittrig vor Hunger, mein Blutzuckerspiegel wird wohl im Keller sein.
Was kann ich denn auf die Schnelle essen? Kühlschrank auf – gut, da sind ein paar Aufbackbrötchen, das geht schnell. Also raus mit der Tüte. In meiner vorsichtig, umsichtig geschickten Art gelingt es mir doch – doch nicht, die Tüte ohne Hast rauszunehmen und mit Schwung fliegt die offene Dose mit dem Rest Thunfisch raus aus dem Kühlschrank. Verflixt! Warum ausgerechnet eine Dose, die garantiert für ordentlich Sauerei in meiner Küche sorgt? Warum konnten nicht z. B. die Möhren oder der Salat rausfallen?
Ja, so was brauche ich mich nicht zu fragen, denn bei mir sind es immer solche Sachen, mache ich mir immer mehr Arbeit als nötig. Bei dem Versuch, den leckeren Thunfisch vom Boden zu entfernen, greife ich mir meinen Schrubber und Aufnehmer, nur um noch mehr Kram runterzuschmeißen!
Ich habe eindeutig zu viel Gemüll hier in meiner Wohnung rumstehen! Gerade erst bin ich nach Hause gekommen und schon krabbele ich auf dem Boden herum und versuche Ordnung zu schaffen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich irgendwie etwas jähzornig veranlagt bin und dass ich jetzt gerade so ziemlich Lust habe, noch zusätzlich irgendwas and die Wand zu schmeißen.......Nein, natürlich mache ich das nicht, aus dem Alter bin ich raus und außerdem muss ich es ja doch dann beseitigen, was ich da schmeiße.
Ich seufze tief und reiße mich zusammen. Zum Glück hatte ich die Brötchen schon in den Backofen gesteckt und es dauert nicht mehr lange, bis ich was essen kann. Zwei Brötchen, eine Tasse Tee und einen Apfel später geht es mir besser, mein Blutzucker steigt und ich kann wieder etwas klarer Denken.
Für Terry Pratchett ist es jetzt aber endgültig zu spät, dieses interessante Gespräch muss bis Morgen warten.
Der Fußweg bis nach Hause ist kurz und ich genieße den kleinen Spaziergang, es tut gut nach dieser warmen Heizungsluft im Altenheim. In meiner Wohnung angekommen geht wie immer mein Blick zum Anrufbeantworter. Er blinkt, jemand hat eine Nachricht aufgesprochen. Wird wohl von einem meiner Kinder sein – jüngster Sohn (wahlweise): „Mama, ich brauche Geld; kannst du mir den Gefallen tun; ich brauche mal wieder Wäsche; fährst du mich am Mittwoch nach Bochum?“
Oder die Tochter: „Hallo, bist du da? Ich wollte nur mal hören. Nein, du bist nicht da? Na dann.“
Diesmal ist es aber der älteste Sohn: „Hallo Mama! Bist du da? Nee, scheint nicht so, bist wohl auf der Arbeit? Ich wollte auch nur mit dir über Terry Pratchett sprechen!“
Hä? Über Terry Pratchett sprechen? Ach ja, ich habe ihm das neueste Buch von diesem Autor zum Geburtstag geschenkt. Ja, normalerweise unterhalte ich mich gerne mit dir über seine Bücher, ich schätze seine Geschichten auch. Aber nicht heute. Es ist mittlerweile fast 22 Uhr und ich habe Hunger. Bin sogar schon irgendwie richtig zittrig vor Hunger, mein Blutzuckerspiegel wird wohl im Keller sein.
Was kann ich denn auf die Schnelle essen? Kühlschrank auf – gut, da sind ein paar Aufbackbrötchen, das geht schnell. Also raus mit der Tüte. In meiner vorsichtig, umsichtig geschickten Art gelingt es mir doch – doch nicht, die Tüte ohne Hast rauszunehmen und mit Schwung fliegt die offene Dose mit dem Rest Thunfisch raus aus dem Kühlschrank. Verflixt! Warum ausgerechnet eine Dose, die garantiert für ordentlich Sauerei in meiner Küche sorgt? Warum konnten nicht z. B. die Möhren oder der Salat rausfallen?
Ja, so was brauche ich mich nicht zu fragen, denn bei mir sind es immer solche Sachen, mache ich mir immer mehr Arbeit als nötig. Bei dem Versuch, den leckeren Thunfisch vom Boden zu entfernen, greife ich mir meinen Schrubber und Aufnehmer, nur um noch mehr Kram runterzuschmeißen!
Ich habe eindeutig zu viel Gemüll hier in meiner Wohnung rumstehen! Gerade erst bin ich nach Hause gekommen und schon krabbele ich auf dem Boden herum und versuche Ordnung zu schaffen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich irgendwie etwas jähzornig veranlagt bin und dass ich jetzt gerade so ziemlich Lust habe, noch zusätzlich irgendwas and die Wand zu schmeißen.......Nein, natürlich mache ich das nicht, aus dem Alter bin ich raus und außerdem muss ich es ja doch dann beseitigen, was ich da schmeiße.
Ich seufze tief und reiße mich zusammen. Zum Glück hatte ich die Brötchen schon in den Backofen gesteckt und es dauert nicht mehr lange, bis ich was essen kann. Zwei Brötchen, eine Tasse Tee und einen Apfel später geht es mir besser, mein Blutzucker steigt und ich kann wieder etwas klarer Denken.
Für Terry Pratchett ist es jetzt aber endgültig zu spät, dieses interessante Gespräch muss bis Morgen warten.
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