Vergessen? Verdrängen?
Habt ihr gewusst, was damals geschah?
Diese Frage habe ich schon einigen Zeugen des Zweiten Weltkriegs gestellt. Meine Eltern waren bei Kriegsbeginn 12 und 14 Jahre alt. Mein Vater erlebte, wie Juden auf einen LKW gestoßen wurden. Zutiefst entsetzt fragte er, warum, und erhielt keine richtige Antwort.
Der Vater meiner Mutter schimpfte oft lautstark gegen Hitler, kaufte trotz Verbot noch lange in jüdischen Geschäften und weigerte sich, den Hitlergruß zu zeigen. Dass er ungeschoren davon kam, grenzt an ein Wunder. Meine Großmutter hatte oft Angst um ihre sechsköpfige Familie. Doch er ließ sich nicht beirren. Vielleicht half ihm sein Glaube und sein Gottvertrauen.
Meine Eltern möchten nicht mehr gern an diese dunkle Vergangenheit erinnert werden, was ich natürlich verstehen kann. An die Bombennächte, die pausenlose Angst, den Hunger und die vielen gesehenen Grausamkeiten. Nach einem besonders schweren Bombenangriff auf ihre Heimatstadt Krefeld, der das Waisenhaus zerstörte, sah meine Mutter viele tote Kinder auf der Straße liegen.
Ab und zu reden sie noch von dieser Zeit, die ihnen ihre Jugend nahm... Ich kann mir vorstellen, dass viele der schrecklichen Erinnerungen verdrängt und nie richtig verarbeitet wurden.
Es wird nicht mehr lange dauern, bis auch der letzte Zeitzeuge gestorben ist. Wichtig finde ich, dass viel mit jungen Menschen, z.B. in den Schulen, darüber geredet wird.
Vor einiger Zeit habe ich das Anne-Frank-Haus in Amsterdam besucht, in dem sich die 13jährige Anne mit ihrer Familie zwei Jahre vor den Nazis verstecken musste, bevor sie entdeckt wurden und im KZ starben. Ihr Vater überlebte als einziges Famiienmitglied. Diese Eindrücke werde ich niemals vergessen. Dort schrieb sie ihr berühmtes Tagebuch.
Ihren Mut verlor sie trotzdem nicht, das beweisen auch ihre Worte:
Solange es das noch gibt,
diesen wolkenlosen blauen Himmel,
darf ich nicht traurig sein.
Der Vater meiner Mutter schimpfte oft lautstark gegen Hitler, kaufte trotz Verbot noch lange in jüdischen Geschäften und weigerte sich, den Hitlergruß zu zeigen. Dass er ungeschoren davon kam, grenzt an ein Wunder. Meine Großmutter hatte oft Angst um ihre sechsköpfige Familie. Doch er ließ sich nicht beirren. Vielleicht half ihm sein Glaube und sein Gottvertrauen.
Meine Eltern möchten nicht mehr gern an diese dunkle Vergangenheit erinnert werden, was ich natürlich verstehen kann. An die Bombennächte, die pausenlose Angst, den Hunger und die vielen gesehenen Grausamkeiten. Nach einem besonders schweren Bombenangriff auf ihre Heimatstadt Krefeld, der das Waisenhaus zerstörte, sah meine Mutter viele tote Kinder auf der Straße liegen.
Ab und zu reden sie noch von dieser Zeit, die ihnen ihre Jugend nahm... Ich kann mir vorstellen, dass viele der schrecklichen Erinnerungen verdrängt und nie richtig verarbeitet wurden.
Es wird nicht mehr lange dauern, bis auch der letzte Zeitzeuge gestorben ist. Wichtig finde ich, dass viel mit jungen Menschen, z.B. in den Schulen, darüber geredet wird.
Vor einiger Zeit habe ich das Anne-Frank-Haus in Amsterdam besucht, in dem sich die 13jährige Anne mit ihrer Familie zwei Jahre vor den Nazis verstecken musste, bevor sie entdeckt wurden und im KZ starben. Ihr Vater überlebte als einziges Famiienmitglied. Diese Eindrücke werde ich niemals vergessen. Dort schrieb sie ihr berühmtes Tagebuch.
Ihren Mut verlor sie trotzdem nicht, das beweisen auch ihre Worte:
Solange es das noch gibt,
diesen wolkenlosen blauen Himmel,
darf ich nicht traurig sein.
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