Vor ein paar Tagen war es wieder mal soweit. Ich suchte den Zettel mit einer wichtigen Telefonnummer. Warum habe ich die nur nicht sofort ins Telefonregister geschrieben? Im Telefonbuch ist der Gesuchte nicht vermerkt, ´weil er eine Geheimnummer hat. Nach langer Suche fand ich den Zettel in der Mülltonne, die ich fast vollständig leeren musste. Zum Glück handelte es sich um die Papiertonne. Einmal habe ich sogar meine Geldbörse aus einer Mülltonne (mit Haushaltsmüll) ausgegraben.

 

Manchmal suche ich verlegte Gegenstände, wie meine Brille, den Führerschein, meinen Personalausweis, die EC-Karte, einen Ohrring oder auch meinen Schlüssel. Ich habe gelesen, dass in den Zügen der Deutschen Bahn jährlich rund 7 500 Schlüsselbunde gefunden werden, die sich von ihren Besitzern getrennt haben (oder umgekehrt). Einen Schlüssel habe ich dort noch nicht verloren, dafür einige Regenschirme vergessen, die ohne mich die Weiterfahrt angetreten haben. 

 

Verlegen kann man auch "Abschied auf Zeit" nennen. Doch das weiß man ja in dem besagten Moment nicht. Natürlich kann es auch passieren (wie in meinem Fall), dass man kopfüber im Auto hängt und einen winzigen Ohrring sucht oder aufgelöst durch die Gegend rennt, weil man seine Handtasche mit allen möglichen Unterlagen sucht. Eine verloren geglaubte Sache kann beim Wiederfinden sogar zu einem wertvollen Geschenk werden. Einmal bin ich mit einer vollen Mülltüte im Auto zum Einkaufen gefahren. Der einsetzende Geruch erinnerte mich daran, dass ich vergessen hatte, sie in die Tonne zu werfen. Aber ich bin ja nicht der einzige Mensch auf der Welt mit diesem kleinen Problem.

 

 

 

Foto: pixelio

Heidi Apel