Den Kopf nicht hängenzulassen in Situationen in denen uns nicht zum Lachen ist, fällt jedem von uns sehr schwer - auch mir!!!

Obwohl der Urlaub zu Ende ist und morgen die anstrengende Geschäftigkeit (eventuell sogar mit Mobbing durch Kollegen - ganz schlimm!) wieder beginnt, fröhlich ein Lied zu summen.

Es kostet Überwindung, obwohl man miteinander gestritten hat, eine Bemerkung zu äußern, über welche wir dann wieder miteinander schmunzeln können.

Auch mir fällt es oft sehr schwer zu denken: "Wer weiß, wofür es am Ende gut ist", wenn wieder einmal alles ganz anders gekommen ist als ich es mir erhofft hatte und wie es eigentlich vereinbart war.

Und es bedarf innerer Festigkeit, obwohl man Unerfreuliches oder teilweise sogar sehr Schlimmes erlebt, seinen Humor nicht zu verlieren.

OBWOHL DER HIMMEL WEINT - ZU LACHEN !

Manchmal ist es schon schwierig mit der Welt:

So wie wir sie am Liebsten haben - sowohl die kleine, in welcher wir uns täglich bewegen als auch die große, in der wir alle stehen - ist sie leider nicht immer. Für eine große Anzahl der Menschen, gerade in der heutigen Zeit, scheint sie allzeit unangenehm und unbequem und nie in Ordnung. Jedenfalls lässt sich dieser Eindruck gewinnen, nimmt man die üblichen Antworten auf die Frage: "Wie geht es Dir?" ernst. Doch wer beim Blick aus dem Fenster auf die kleine und große Welt nur düstere Wolken sieht oder sehen will, hat am Leben bald schwer zu tragen. Denn er hat kein Lachen mehr, das ihm die Bürde erleichtert - auch ich hatte zwei Jahre - nach vielen aufeinanderfolgenden Schicksalsschlägen - total das Lachen verlernt, schreibe also aus eigener Erfahrung!

Um einigermaßen gut weiterleben zu können, kommen wir nicht umhin, alles zu versuchen (ich habe mir selbst den berühmten "Tritt in den A...." gegeben), um uns eine innere Fröhlichkeit und auch eine Prise Unbekümmertheit zu bewahren. Was uns auch im Alltag begegnen mag, lasst uns immer wieder auf´s neue darum bemüht sein, zuversichtlich zu bleiben und uns nicht entmutigen zu lassen. Untersuchen wir jedes Geschehen genau, ob nicht doch außer der Schattenseite ein annehmbarer Impuls darin verborgen liegt - eine erhellende und vielleicht sogar heitere Seite, über die wir, wenn auch nicht laut, so doch still vor uns hinlachen können, selbst wenn es dann der sogenannte "Galgenhumor" ist. Denn die Kunst in Situationen, die geeignet wären, uns zu enttäuschen und zu entmutigen, den Kopf oben zu behalten und daraus das Beste zu machen, lässt das Unerträgliche erträglich werden.

Aktuelles Beispiel von mir:

Ich habe in einer meiner Modelagenturen vielen neuen Models sehr - auf deren Bitte hin - geholfen, eigentlich sieht das die Geschäftsführung nicht gerne, da sie es selbst machen wollen und auch Angst hatten, dass ich Konkurrenzunternehmen nenne. Eines dieser Models welcher ich anfangs besonders half und die durch meine Connection noch in zwei andere Agenturen aufgenommen worden war, hat mich vor 4 Tagen bei der Geschäftsführung angeschwärzt und meine sedcard wurde daraufhin gesperrt.

Positive Resonanz: Ganz viele Models haben jetzt eine Flagge auf Halbmast (s. obiges Foto!) - wurde von einem der Fotografen für mich erstellt - mit meinem Profilbild als Startbild für ihre sedcard hochgeladen, den Text geändert z. B.: "Wooooooooo ist unsere Angie, wir wollen Angie zurück!!!" Sogar ein sehr trauriges Video ist dort von mir zu sehen, hat ebenfalls ein Fotograf aus gegebenem Anlass angefertigt.

Da haben wir genau die Situation: Schlechte Erfahrung gemacht, jedoch im Nachhinein und im Jetzt viel mehr positive!!! Dort "tobt der Bär", 114 Beschwerden sind schon bei den Verantwortlichen eingegangen und 87 mal wurde die "Petze" wegen "Regelverstosses" von anderen Models/Fotografen angezeigt!!!

**Grins** - Nun geht´s mir wieder gut, ´hätte ja niemals damit gerechnet!!!

Natürlich ist es nicht leicht , immer positiv eingestellt zu sein. Aber an oben genanntem Beispiel erkennen wir, dass es viel mehr Menschen mit Zivilcourage gibt, die riskieren damit nämlich ihre eigene Sperrung, als wir allgemein denken würden!!!

Oft wiegt das reale Leben jedoch auch schwerer als alle guten Vorsätze. Und mit der mancherorts überstrapazierten Redensart >>Das musst Du einfach positiv sehen<< allein ist die Lage noch nicht verändert - vor allem dann nicht, wenn es keine Lappalien sind, welche unseren gewohnten und sicheren Rhythmus stören.

Wenn das Lachen versiegt, aussetzt, mitten im Hals steckenbleibt, weil wir etwas gesehen oder gehört haben, das uns schockierte, weil uns etwas bevorsteht, das uns ängstigt, oder weil wir etwas erlebten, über das wir niedergeschlagen sind, dann bedarf es wohl mehr als des bloßen Zurufs: "Sieh´ es positiv!" Aufrichten und ermutigen können wir uns letztendlich nur aus uns selbst heraus. Durch den Rückgriff auf jene innere Kraft, die man als >>unbeirrbaren Optimismus<< bezeichnen könnte, verfügen wir über die Freiheit, uns über Vieles hinweg erheben zu können, das uns sonst in die Tiefen von Traurigkeit und Verzagtheit hinabziehen würde. Wer sich in kniffligen Augenblicken auf eine wahrhaft verinnerlichte optimistische Einstellung stützen kann, weil positives Denken zu seiner Lebensstrategie wurde, und die Ereignisse mit Optimismus betrachtet, ist imstande, der Schwere mancher Vorkommnisse zu entschweben. Er hat noch die Energie durchzuhalten, wenn andere längs nach Atem ringen.

WER IN SCHWIERIGEN ZEITEN NOCH LACHEN KANN - IST REICH !

Lasst es daher nicht zu, dass Ihr Euer Lachen verliert. Ein ausgeprägter optimistischer Sinn ist imstande vieles zu ertragen. Kräftigt und verfeinert ihn, bis daraus jene Lebensstärke wird, welche Euch die Leichtigkeit gibt, aus Betrübnissen und Unglück das Beste zu machen.

Das Positive vermag uns mehr seelische Freiheit gegenüber den Unwägbarkeiten des Lebens zu schenken. Es in uns zum Prinzip werden zu lassen, den Optimismus in unser Sein zu integrieren. Zum Ende dieses Artikels noch ein Beispiel nach dem Positiv-Prinzip zu leben. Bewertet den jeweiligen Schlüsselsatz >> Nach dem Positiv-Prinzip zu leben...<< als eine Präventivmaßnahme, um sich vor schädlichen Einflüssen zu bewahren, und lasst eine Lebensart daraus werden. Wie schon mehrfach erwähnt, wird es nicht immer einfach sein, >>trotzdem<< obenauf zu bleiben. Aber manchmal rettet allein schon der Sprung über den eigenen Schatten davor, sich unerquicklichen Vorfällen zu unterwerfen. Der Dichter CHRISTIAN MORGENSTERN hat es in einem seiner Gedichte stimmig zum Ausdruck gebracht. Er schrieb darin, das sei Lebenskunst: "Fein hinzulächeln über´s große Muss".

Wenn ich mit diesem Artikel - wie dem über "Menschenfreundlichkeit in der heutigen Zeit" (s. dortige Kommentare) auch nur einem von Euch ein klein wenig Mut und Hoffnung gab, hat die Arbeit von mir schon für mich ihr Ziel erreicht!!!

Ein Positiv-Prinzip, mit lieben Gedenken an - die leider inzwischen verstorbene - Yvonne:

Eines Tages, ich war noch Studentin, saßen wir im Freundeskreis in unserem gemütlichen Stammlokal hier am Dammtorbahnhof in der Nähe der Hamburger Universität. Wie schon mehrfach zuvor wollten wir hier übermütig und fröhlich das Semester zu einem guten Ende bringen.

Alle waren in bester Laune, und die Stimmung blieb ausgezeichnet. Es war Brauch, dass die Wirtin Yvonne sich im Laufe des Abends zu uns setze, so geschah es auch an diesem Tag. Sie war das, was man gemeinhin eine "Frohnatur" nennt. Einer meiner Freunde meinte: "Yvonnes Humor müsste ärztlich verordnet werden können." Diese Frau hatte ein solch heiteres Wesen, wie man es nur selten findet. Immer war sie zu Späßen aufgelegt. Und wer Sorgen hatte, ging nicht, ohne sich bei ihr ausgesprochen zu haben. Denn sie war nie um ein offenes Wort verlegen.

"Was hast Du denn mit deinen Haaren gemacht, eine neue Frisur?" wollte gerade einer meiner Freunde zu ihr hinüberrufen, als wir von einem älteren Stammgast mit einer Geste gebremst wurden: "Yvonne hat doch Krebs und durch die Chemotherapie alle ihre Haare verloren, das ist eine Perücke!" Einen Moment lang sprach niemand mehr von uns, wir waren fassungslos. Die Musik spielte, die Leute lachten und vorne stand Yvonne und lachte mit. Es war so schnell nicht zu begreifen, und doch wurde uns mit einem Male vieles klar:

Diese liebenswerte und warmherzige Frau, mit der wir schon so oft gescherzt und die Jungs spaßenshalber geflirtet hatten, kämpfte um ihr Leben und ließ sich nicht das Geringste anmerken. Im Gegenteil, sie war ausgelassen und genoss das Leben in vollen Zügen. Es schien so als wollte sie jede Stunde auskosten, als wäre es ihre letzte.

>> Wie klein und schwach fühlt man sich angesichts der Stärke eines Menschen, der trotz alledem so lebenslustig sein kann <<, sagte ich nach einiger Zeit.

Bei unserem Abschied rief sie fröhlich:

"T´schüß meine Lieben, auf bald!"