Wenn ich so meine endlose Geschichte betrachte,
fing das Ganze erst mal recht mager an:
Als Jüngling mit 19,war ich mit einem Meter und achtzig,
zunächst ein "Spargel-Tarzan-Darsteller." Das hatte natürlich seine Vorteile:
Immer , wenn ich meinen Freund Dennis besuchte,stellte mir dessen Mutter
fast die halbe Speisekammer vor die Linse. "Ach Junge, Du siehst ja so schlecht aus,
Du mußt unbedingt was essen.!
Man sah es mir damals nicht an, was so alles
in mich hinein passte.Und so staunte die gute Frau nicht schlecht,daß ich über die
Hälfte ihres Backwerkes in der bezahnten Öffnung unterhalb meiner Nase verschwinden ließ.
Da wog ich grade mal 60 Kilogramm ,und konnte noch ,dank schmalem Hinterteil,
eine Hose in der Kinderabteilung ergattern.
Im Folgejahr ,mit 20, im Urlaub in Spanien,
wagte sich der Zeiger der Gewichtsmeßanlage gar auf die Zahl 67.
Doch vor lauter Stress ,bezüglich der herbstlichen Einberufung zum Wehrdienst,
im folgenden Oktober waren`s nur noch 57 Kilo,die übrig blieben.
2 Kilo weniger ,und man hätte mich wegen Untergewichts nicht eingezogen.
War jammerschade, dies erst so spät zu erfahren.
Nach den stressigen Monaten der Grundausbildung, kehrte Ruhe in das Gemüt des
Rekruten ein,und die Nahrungsaufnahme zeigte aufgrund weitaus geringerer
Bewegung ihre Auswirkungen: Bei meiner Entlassung waren`s dan 71,5 Kilo.
Da ich im Zivilleben noch nicht so sportlich unterwegs war ,wie in den folgenden 80ern,erblickte sogar bei 70 Kilo Lebendgewicht, ein kleines Bäuchlein das elektrische Licht der
Welt.Da war ich wohl von den vielen Nudeln mit Sausse schwanger geworden.
Doch das Kügelchen hatte ,dank Fitness-Training keine lange Überlebenschance,
und wich eines Tages einem hart erarbeiteten Sixpack.
Schon immer aß ich gerne gut &günstig, pardon, ich meinte natürlich gut&
reichlich!
Während der faulen Phasen ,schoß das Gewicht dann doch mal ganz schön nach oben.
Allerdings breitete sich auch mein Brustumfang ausserplanmäßig aus.
Solange mein Bauch den Brustbalkon nicht überragte, ging das Ganze ja noch .
Als mich jedoch meine damalige Partnerin fragte, ob ich einen Medizinball verschluckt
hätte,glaubte ich bei 97 Kilo dem Ganzen Einhalt gebieten zu müssen.
Sie hatte mich trotzdem lieb.Doch irgendwie hatte ich keine Lust mehr,Mediziball zu
spielen!
Sie kochte einfach zu gut, und servierte reichlich des Abends ein 3-Gang -Menü,
mit Nachschlag-Effekt.Sie selbst aß nur einen bescheiden gefüllten Teller,
während ich den Geheimauftrag bekam ,die Töpfe in der Küche luftleer und spülbereit
zu machen.
Mittlerweile ist es so, daß ich mit 80 Kilo schlank und rank bin, so ich sie denn auch
sportunterstützt erreiche.
Meine derzeitige unbeWeibtheit , und jeden 2. Tag im Fitnessstudio schwitzen ,mit 45 Minuten auf dem Cross-Trainer ,sollen mir dabei helfen.
Ernährungsmäßig gehe ich dabei so vor: Jeden Tag Reisgerichte mit Gemüse,evtl, auch Pilzen oder weissem Geflügelfleisch.Auch lecker:Mit frischer ,gut gewürzter Tomatensosse.Kann auch mal Thunfisch in eigenem Saft sein.
Mit Hilfe dieser weissen Körnchen ,schaffte ich vor 2 Jahren 17 Kilo in 2 1/2 Monaten.
Das war wohl zu schnell ,und ist auch nicht unbedingt zu empfehlen.Da danach nicht immer alles im Kreis läuft.
Dieses Mal laß ich mir für dieses Ziel fast ein halbes Jahr Zeit.Hatte in der ersten
Abnehmstufe zunächst von 97 auf 92 abgespeckt ,und dieses Gewicht 4 Monate
gehalten. Jetzt bin ich auf 88 , (dank gestrigem Tanzeinsatz),und möchte gemütlich
in etwa 4 -8Wochen am Ziel sein.
In den vergangenen Jahrzehnten hatte ich es wohl immer wieder geschafft,
beachtlich zu und abzunehmen. Doch das Gewicht zu halten, ist die Kunst.
Dies ist ein Prozess, der von Innen kommen muß.
Vor allen Dingen gilt die Faustregel: Fett macht fett.Ganz zu schweigen von
den gesundheitlichen Folgen für Herz und Kreislauf.Also gibt`s nur Eins für den
Langzeiterfolg:Nahrung auf fettarm umstellen,und nicht mehr als 30 Gramm Fett
pro Tag zu sich nehemen.Und viel viel Bewegung-das ist schon die halbe Miete.
Man darf und sollte schon mal zwischendrin sündigen ,doch in den Folgetagen
wieder auf Sparflamme fahren.
Übrigens gab es mal in den 80ern die TV-Diät"IDR "-Iss das Richtige !
Eine simple Diät:
Man konnte alles Essen , mußte nur den Teller mit kleinen Portionen bestücken,
und diese pro Kleine-Löffel-Füllung,ca 80-100 Mal kauen. Durch den übermäßigen Einsatz der Beißerchen,
stellte sich ein rascherer Sättigungsgrad ein.
Gut kauen ist auf jeden Fall
das A &O für Gesundheit und Wohlbefinden.Leichter fühlt man sich ehrlich gesagt
doch wesentlich wohler. Die Gesundheit wird es uns danken.
Viel Erfolg denen,die es auch im Sinn haben: Ihrem Übergewicht den
Kampf anzusagen !
