Als ich heute morgen auf die Straßenbahn wartete, bemerkte ich eine Bekannte am gegenüberliegenden Haltepunkt. Freundlich winkte sie mir zu und ich ging, da ich noch etwas Zeit hatte hinüber, um sie zu begrüßen.
Im Verlaufe unseres Gespräches erzählte ich ihr, dass ich mich wieder mal verliebt hätte.
„Schön“, meinte sie. „und ….?“
„Wie … und?“
„Na, wie fühlst du dich? Was bewegt es in dir?“
„Wie meinst du das? Warst du noch nie verliebt?“
„Natürlich, weiß ich wie das ist. Ich wollte ja auch nur wissen, wie es dir jetzt geht?“
„Wunderbar. Ich könnte die ganze Welt umarmen!“
„Na na, übernimmst du dich da nicht?“ meinte sie grinsend.
„Ach was. Mir ist halt so. Ich bin einfach nur glücklich. Ich würde ihr am liebsten …,“ ich begann zu überlegen, wozu ich in meinem derzeitigen Zustand alles fähig wäre und kam zu dem Schluss: „… 20 Dutzend Rosen schenken.“
„Und was hättest du davon, und was sie?“
„Ich möchte ihr doch eine Freude machen.“
„Und du meinst, das ginge nur mit 240 Rosen?“
„Ach, das ist doch egal, ob 200 oder 1000 Rosen. Ich will einfach nur, dass sie sich freut.“
„Hast du dir mal vorgestellt, wie sie dich verfluchen wird, wenn sie sich vor lauter Blumen zu Hause nicht mehr frei bewegen kann?“
„Meinst du?“
„Ja!“
„Aber ich würde gern etwas tun. Etwas schönes, tolles, großartiges. Etwas, worüber sie lächelt und sagt ich sei ein bisschen verrückt.“
„Das gibt sich wieder, glaub mir!“
„Dir fehlt es nur an Phantasie.“
„Ganz sicher nicht. Ich sehe sogar schon, wie das wieder endet.“
„Ach ja, und wie bitte?“
In diesem Moment kam ihre Tram. Schnell verabschiedete sich meine Bekannte von mir, nicht ohne mir grinsend noch viel Glück zu wünschen.
Sie ist sehr klug, richtig nett und sieht außerdem auch verdammt gut aus.
Was hatte ich doch bloß für ein Glück, dass ich mich nie in sie verliebt habe.
Sie hätte mich sicher oft verflucht.
Vorsicht Liebe
Eine fast wahre Geschichte
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