Zeit heilt alle Wunden...

 

Wie unglaubwürdig, abgedroschen das doch klingt

für Jemanden dem man das Herz herausgerissen hat. 

Für Jemanden, der nichts fühlt außer Schmerz und Leere.

Der Angst hat 

vor den Geistern der Erinnerung,

den Folterern in einsamen Nächten und an sinnlosen Tagen.

Wie dunkle Tiere lauern sie,

das wild pochende Herz in ihren hässlichen Klauen

heiser schreiend,

immer wieder dieses eine Wort:

 

Vorbei!....Vorbei!.... Vorbei....

 

Man will sie nicht sehen,

ihren kalten stinkenden Atem nicht spüren, 

will nicht hören wie sie lachen

über so viel Ohnmacht.

Man will, dass sie weg gehen damit man weinen kann

und träumen von dem was nie mehr sein wird,

und doch so schön war.

Doch die Geister lassen das nicht zu.

Immer wieder :

 

Vorbei! Vorbei!...Vorbei.....

 

Die Nacht gehört nun ihnen,

doch auch am Tage, wenn man schon glaubt sie sind gegangen

lauern sie auf ihre Chance.

Hinter Bildern, Briefen, einem Lied erscheinen ihre hässlichen Fratzen.

 

Vorbei!.. Vorbei!...Vorbei... 

 

Jede Nacht die selbe Qual,

jeden Tag die selbe Angst.

 

Geht das denn nie vorbei?

 

Es geht,

 

und irgendwann bemerkt man,

dass die Stimmen leiser werden

und die Fratzen blasser.

Der Griff der Klauen die das Herz gerade noch zerquetschen wollten

wird schwächer.

Das Herz kämpft,

und jeder Schlag entzieht den Klauen ihre Kraft.

 

Am Tag,... ein Bild, ein Brief ,ein Lied.

Es tut noch weh,

die Stimmen sind noch da

doch leiser, immer leiser werden sie.

Und Nachts hört man nur manchmal noch

die Geister, kriechend, kraflos,

leise flüstern:

 

Vorbei...,Vorbei....

 

Und dann geschiet was einem Anfangs noch wie Hohn erschien.

Die Geister ziehen lautlos ab

und mit ihnen die Angst vor der Erinnerung.

 

Der Sieger hebt das Herz vom Boden auf.

Die Leere füllt sich wieder.

Man spürt das Leben, ein sanftes schlagen in der Brust,

das einem sagt:

 

Vorbei ist Vorbei....

 

Das Herz hat eine Narbe mehr,

doch es tut lang nicht mehr so weh.....