Man sagt den Männern nach, dass sie leichter sexueller auf äußere Reize reagieren, als Frauen. (Mein Gott ist das ein Satz). Die kleinen Mädchen träumen schon seit ihrer Kindheit von ihrem Märchenprinzen, während die Jungs lieber raufen, Dinge in Brand setzen und Insekten quälen. Mädchen träumen von der heilen Welt. Jungs von Krieg und Frieden. Aktion und gefährlichen Abenteuer.
Schon bei den Neandertalern sind die Männer auf die Jagd gegangen und die Frauen blieben in der Höhle zurück um das Feuer zu bewachen. Ja, warum eigentlich? Weil sie es da schon toll fanden, es heimelig und muckelig zuhause zu haben. Gibt’s nichts Schöneres für einen Jäger, als wenn er in ein gemütliches Heim nach Hause kommt? Genauso ist es heute noch. Schaut man sich von jungen Männern die Junggesellenbuden an, dann sind die eher spärlich eingerichtet. Nur das Nötigste, was Mann braucht. Einen Kühlschrank, Schreibtisch mit PC, Playstation und Videogames. Nicht zu vergessen, den Internetanschluss. Bier steht draußen aufm Balkon, ein altes Sofa von Oma, klapprigen Tisch – der voll liegt mit seinen wichtigen Dingen. Das war’s. Draußen, ein Auto und Mann ist glücklich.
Bei Frauen sehen die Wohnungen schon ganz anders aus. Überall kleine Dekorationen, Cds und Bücher. Blumen und Schnittblumen, schöne Bilder an den Wänden und nette Beleuchtung. Für eine Frau ist ihr Heim sehr wichtig. Wie oft kommt es denn vor, wenn die junge Frau einen Freund hat, dass er häufiger in ihrer Wohnung abhängt, als umgekehrt? Er fühlt sich schier Wohler bei ihr. Bei ihr ist es irgendwie gemütlicher. Ja, entweder wohnen die jungen Wilden noch bei Mutti und Vater (im Dachkämmerlein) oder haben ihre eigene Bude (15qm in einer WG).
Wie oft werden Männer tagtäglich sexuell gereizt? Sie sitzen kaum in ihrem Auto, da werden sie von halb nackten Schönheiten via Plakate angelacht. Sie kommen ins Büro, da laufen aber auch schon wieder ne Menge heiße Bräute rum. Vor allem im Sommer, diese kurzen Röcke, Mann oh Mann, da kann Mann einem doch echt leidtun. Und wir Frauen, gut wir sehen vielleicht sexy Brad Pitt der einen schönen Körper hat, kommen ins Schwärmen. Oder gar Robbie Williams…kann uns vielleicht in Entzückung geraten lassen. Aber wann kommen wir eigentlich auf die Idee, die anzubaggern und mitzuschleppen, weil es uns vor lauter Erregung kaum auf den Stühlen hält. Ich behaupte einfach mal, wenn wir hautnah bei Robbie an der Bühne stehen – dann könnten bei uns auch die Hormone überlaufen.
Aber sehen wir einen lecker Bauarbeiter, schauen wir beschämt zur Seite und Gaggern mit der Freundin wie Hühner, nur weil der uns vielleicht nachgepfiffen hat. Aber denken wir dann sofort wieder an Sex? Sex mit diesem Kerl – aufm Bau? Ich wage zu behaupten, dass das eher die Ausnahme ist. Wie ist denn unsere Sichtweise vom Alltag. Wir haben doch ganz andere Dinge im Kopf. Hausarbeit, Überweisungen tätigen, kostengünstig und billig einkaufen gehen. Oder vielleicht im Büro unsere Arbeit erledigen, danach kommen uns wie Gedanken – wie Hausarbeit….Usw. von uns bewältigt wird. Etwa nicht? Haben wir Kinder, sind wir übers Wohlergehen der Kinder stetig besorgt. Männer sind auf der Arbeit und gehen vielleicht noch zum Sport, da sind ihre ganzen Gedanken (wie können wir gegen diese Mannschaft gewinnen) oder wie bekomme ich mehr Geld? Über die Kinder machen die sich nicht so den Kopp wie wir. (Ausnahmen werden hier nicht angesprochen)
Eigentlich haben es Männer doch gut. Zwischen all ihrem Stress auf der Arbeit und im Sport können sie auch noch sexuelle Gefühle entwickeln (ach ja, dafür ist immer Zeit?), während wir Frauen doch etwas mehr brauchen, als ein Bild von einem nackten Mann. Die Harmonie muss stimmen, das Umfeld, die Muse, die Zeit, die Lust und noch vieles mehr. Männer brauchen viel weniger, machen sich auch viel weniger Gedanken als wir, brauchen es nicht immer muckelig und heimelig….
...sondern können so einfach die Situation auch ist, herrlich abschalten…und Lust auf Sex bekommen… …müssen sich nicht geliebt fühlen…
Fazit: Männer denken öfters an Sex und Frauen reden drüber.
Foto: photocase, damals noch frei
