Was ist eine starke Frau?
Versuch einer Darstellung...
Hier wird immer so viel über starke Frauen diskutiert und dass Männer Angst vor ihnen haben oder sie nicht mögen. Was ist aber nun eine starke Frau, was macht sie aus? Das sieht Jede und Jeder sicherlich anders. Auch ich kann dies hier nur aus meiner Sicht darstellen und werde mich mal daran versuchen.
Viele Äußerungen von Frauen, die ich hier gelesen habe liefen darauf hinaus, dass die starke Frau in der Lage ist sich selbst zu versorgen und ihre Kinder alleine großzuziehen. Das alles und noch mehr habe ich auch gemacht.
Ich habe die Kinder meines Mannes (aus dessen 1. Ehe) großgezogen, war voll berufstätig und bin neben der immer anfallenden Hausarbeit auch in männliche Domänen eingedrungen. Ich habe gelernt, wie man Türen abbeizt, Lack abbrennt, Fliesen von den Wänden klopft und neue verlegt, tapeziert, mit der Bohrmaschine umgeht, Steckdosen anschließt, Wände spachtelt und schleift, streicht (sogar mit Muster) und lackiert, Möbel zusammen baut und noch vieles mehr. Manchmal hat sogar ein gestandener Handwerker nicht gemerkt, dass diese Arbeit von einem Laien stammt. Dabei habe ich mich auch noch sehr wohl gefühlt, denn ich hatte so die Möglichkeit mein Umfeld nach meinen persönlichen Vorstellungen selbst zu gestalten, was meine Haushaltskasse sonst so nie hergegeben hätte, wenn ich das alles hätte machen lassen.
Was mich stolz machte war, dass ich mich autark fühlte, einen Mann nicht als Haushandwerker brauchte und vor allem nirgends um eine Gefälligkeit bitten musste.
Hat mich das nun zu einer starken Frau gemacht? Ich dachte es zumindest und fühlte mich stark genug wieder eine Beziehung einzugehen, was ich lange Zeit als indiskutabel abgelehnt hatte. Ich hatte aber eines vergessen: Gefühle sind stärker als alle anderen Anforderungen, die das Leben an einen stellt. Diese Gefühle haben mich förmlich überrannt, haben von mir Besitz ergriffen und machten mich zu dem, was ich nie wieder sein wollte, zu einer Schwachen. Sie wurden hemmungslos ausgenutzt und meine größte Schwäche war es dieses nicht zu bemerken.
Ich wollte und brauchte keinen Partner für die oben beschriebenen Tätigkeiten, sondern um gefühlsmäßige Geborgenheit zu empfinden. Ich wollte wieder gute Gespräche über Gott und die Welt führen, eine Erweiterung meines Wissenshorizonts. Gemeinsame Freizeitgestaltung und das Gefühl haben, dass mich jemand versteht. Wollte verwöhnen, aber auch verwöhnt werden, wollte genießen und mich auch mal fallen lassen können.
Ich war nicht blauäugig und habe ein ¾ Jahr gebraucht, bis ich so viel Vertrauen in den Partner hatte, dass ich mich auch mal schwach zeigen konnte. Genau darin liegt auch ein Stück Stärke, Schwäche zeigen zu können, aber gerade, als ich so weit war dieses auch mal zuzulassen wurde mir der Boden unter den Füßen weggezogen, die Beziehung wurde auf eine sehr harte und abrupte Weise beendet. Ich habe um ein Weiterbestehen „gekämpft“ und setze das hier bewusst in Anführungszeichen, denn kämpfen kann man das nicht nennen. Es war zwecklos. Nach einem halben Jahr „Kampf“ habe ich aufgeben müssen, weil meine Gesundheit unter der Trennung sehr gelitten hatte und ich schwer angeschlagen war.
Mir kamen Zweifel, ob ich wirklich stark bin, immer wieder übermannten mich meine Gefühle. Ja, ich meistere meinen Alltag alleine, habe es immer getan, aber ist man deswegen schon eine starke Frau? Wenn es denn so wäre, dann hätte mich das doch alles nicht so umhauen dürfen. Natürlich habe ich mir auch die Frage gestellt, die hier schon so oft diskutiert wurde: wollen Männer überhaupt eine starke Frau? Aber das ist vielleicht Gegenstand eines anderen Artikels.
Eine starke Frau ist in meinen Augen eine Frau, die ihr Leben selbständig gestalten kann und nicht von einem Mann abhängig ist. Dies gilt in materieller, aber auch in gefühlsmäßiger Hinsicht. Da ich in gefühlsmäßigen Dingen dem nicht entspreche muss ich mir nun eingestehen, dass ich eben doch nicht die starke Frau bin, die ich gerne sein würde und die ich auch nach außen hin gebe.
Viele Äußerungen von Frauen, die ich hier gelesen habe liefen darauf hinaus, dass die starke Frau in der Lage ist sich selbst zu versorgen und ihre Kinder alleine großzuziehen. Das alles und noch mehr habe ich auch gemacht.
Ich habe die Kinder meines Mannes (aus dessen 1. Ehe) großgezogen, war voll berufstätig und bin neben der immer anfallenden Hausarbeit auch in männliche Domänen eingedrungen. Ich habe gelernt, wie man Türen abbeizt, Lack abbrennt, Fliesen von den Wänden klopft und neue verlegt, tapeziert, mit der Bohrmaschine umgeht, Steckdosen anschließt, Wände spachtelt und schleift, streicht (sogar mit Muster) und lackiert, Möbel zusammen baut und noch vieles mehr. Manchmal hat sogar ein gestandener Handwerker nicht gemerkt, dass diese Arbeit von einem Laien stammt. Dabei habe ich mich auch noch sehr wohl gefühlt, denn ich hatte so die Möglichkeit mein Umfeld nach meinen persönlichen Vorstellungen selbst zu gestalten, was meine Haushaltskasse sonst so nie hergegeben hätte, wenn ich das alles hätte machen lassen.
Was mich stolz machte war, dass ich mich autark fühlte, einen Mann nicht als Haushandwerker brauchte und vor allem nirgends um eine Gefälligkeit bitten musste.
Hat mich das nun zu einer starken Frau gemacht? Ich dachte es zumindest und fühlte mich stark genug wieder eine Beziehung einzugehen, was ich lange Zeit als indiskutabel abgelehnt hatte. Ich hatte aber eines vergessen: Gefühle sind stärker als alle anderen Anforderungen, die das Leben an einen stellt. Diese Gefühle haben mich förmlich überrannt, haben von mir Besitz ergriffen und machten mich zu dem, was ich nie wieder sein wollte, zu einer Schwachen. Sie wurden hemmungslos ausgenutzt und meine größte Schwäche war es dieses nicht zu bemerken.
Ich wollte und brauchte keinen Partner für die oben beschriebenen Tätigkeiten, sondern um gefühlsmäßige Geborgenheit zu empfinden. Ich wollte wieder gute Gespräche über Gott und die Welt führen, eine Erweiterung meines Wissenshorizonts. Gemeinsame Freizeitgestaltung und das Gefühl haben, dass mich jemand versteht. Wollte verwöhnen, aber auch verwöhnt werden, wollte genießen und mich auch mal fallen lassen können.
Ich war nicht blauäugig und habe ein ¾ Jahr gebraucht, bis ich so viel Vertrauen in den Partner hatte, dass ich mich auch mal schwach zeigen konnte. Genau darin liegt auch ein Stück Stärke, Schwäche zeigen zu können, aber gerade, als ich so weit war dieses auch mal zuzulassen wurde mir der Boden unter den Füßen weggezogen, die Beziehung wurde auf eine sehr harte und abrupte Weise beendet. Ich habe um ein Weiterbestehen „gekämpft“ und setze das hier bewusst in Anführungszeichen, denn kämpfen kann man das nicht nennen. Es war zwecklos. Nach einem halben Jahr „Kampf“ habe ich aufgeben müssen, weil meine Gesundheit unter der Trennung sehr gelitten hatte und ich schwer angeschlagen war.
Mir kamen Zweifel, ob ich wirklich stark bin, immer wieder übermannten mich meine Gefühle. Ja, ich meistere meinen Alltag alleine, habe es immer getan, aber ist man deswegen schon eine starke Frau? Wenn es denn so wäre, dann hätte mich das doch alles nicht so umhauen dürfen. Natürlich habe ich mir auch die Frage gestellt, die hier schon so oft diskutiert wurde: wollen Männer überhaupt eine starke Frau? Aber das ist vielleicht Gegenstand eines anderen Artikels.
Eine starke Frau ist in meinen Augen eine Frau, die ihr Leben selbständig gestalten kann und nicht von einem Mann abhängig ist. Dies gilt in materieller, aber auch in gefühlsmäßiger Hinsicht. Da ich in gefühlsmäßigen Dingen dem nicht entspreche muss ich mir nun eingestehen, dass ich eben doch nicht die starke Frau bin, die ich gerne sein würde und die ich auch nach außen hin gebe.
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