Weihnacht
.... früher war alles schöner, auch das Weihnachtsfest ....
Weihnacht
Wenn ich jetzt durch die Straßen geh,
mir all den Lichterglanz beseh',
seh' all die teuren Geschenke,
muß ich an die Weihnacht' von früher denke.
Es ist schon viele Jahre her,
die Jahreszahl die weiß ich nicht mehr,
Der Krieg war aus, der Aufschwung kam,
ein Weihnachtsfest bei und zuhaus.
Damals gab es kein Lichterfunkeln,
die Straßen lagen meißt im Dunkeln,
Überall roch es nach gebratenen Äppel,
und ich war noch ein kleiner Steppel.
'Heilig Abend' war das eine Freud,
die Mutter mit dem Glöckchen hat geläut',
ich hab meinen Vers dargebracht,
dann wurde die gute Stube aufgemacht.
Da sah ich, ach es war wie im Traum,
mein erster geschmückter Weihnachtsbaum,
der stand auf dem Tischchen in der Stubb,
und unten drunter lag eine Pupp'.
Doch noch was anderes lag darunter,
'Apfelsin' so hieß das kleine Wunder,
Das roch so gut, die Farbe war schön,
noch nie vorher hat ich sowas gesehn.
Das Bäumchen selbst war schief und klein,
fünf Kerzen und Kugeln aus Papier hingen fein,
In einem Eimer mit Erde war es reingestellt,
doch für mich war's der schönste Baum der Welt.
Die Pupp' aus alten Socken zusammengeflickt,
als Augen zwei Knöpfe aufgestickt,
die Haare aus aufgezogener Woll',
mei Püpp'che war ganz wundervoll.
Das Apfelsin'che kam in die Tischschublad',
zum Esse' war's ja viel zu schad,
habe nur daran geroche und se' angehimmelt,
und nach acht Tag da war's verschimmelt.
Deshalb:
Wenn ich so seh heut die teuren Geschenke,
muß immer an's Fest von damals ich denke,
wenn mit Lieb was geschenkt wird auf dieser Welt,
ist es oft kostbarer als etwas für ganz viel Geld.
Und niemehr an Weihnachten in den späteren Jahren,
hab' ich so ein Glückgefühl nochmal erfahren,
das mich damals überkam beim Gang in die gut' Stubb,
beim Anblick vom Baum, Apfelsin'che und der Pupp'.
nach Heidi Augustin
Wenn ich jetzt durch die Straßen geh,
mir all den Lichterglanz beseh',
seh' all die teuren Geschenke,
muß ich an die Weihnacht' von früher denke.
Es ist schon viele Jahre her,
die Jahreszahl die weiß ich nicht mehr,
Der Krieg war aus, der Aufschwung kam,
ein Weihnachtsfest bei und zuhaus.
Damals gab es kein Lichterfunkeln,
die Straßen lagen meißt im Dunkeln,
Überall roch es nach gebratenen Äppel,
und ich war noch ein kleiner Steppel.
'Heilig Abend' war das eine Freud,
die Mutter mit dem Glöckchen hat geläut',
ich hab meinen Vers dargebracht,
dann wurde die gute Stube aufgemacht.
Da sah ich, ach es war wie im Traum,
mein erster geschmückter Weihnachtsbaum,
der stand auf dem Tischchen in der Stubb,
und unten drunter lag eine Pupp'.
Doch noch was anderes lag darunter,
'Apfelsin' so hieß das kleine Wunder,
Das roch so gut, die Farbe war schön,
noch nie vorher hat ich sowas gesehn.
Das Bäumchen selbst war schief und klein,
fünf Kerzen und Kugeln aus Papier hingen fein,
In einem Eimer mit Erde war es reingestellt,
doch für mich war's der schönste Baum der Welt.
Die Pupp' aus alten Socken zusammengeflickt,
als Augen zwei Knöpfe aufgestickt,
die Haare aus aufgezogener Woll',
mei Püpp'che war ganz wundervoll.
Das Apfelsin'che kam in die Tischschublad',
zum Esse' war's ja viel zu schad,
habe nur daran geroche und se' angehimmelt,
und nach acht Tag da war's verschimmelt.
Deshalb:
Wenn ich so seh heut die teuren Geschenke,
muß immer an's Fest von damals ich denke,
wenn mit Lieb was geschenkt wird auf dieser Welt,
ist es oft kostbarer als etwas für ganz viel Geld.
Und niemehr an Weihnachten in den späteren Jahren,
hab' ich so ein Glückgefühl nochmal erfahren,
das mich damals überkam beim Gang in die gut' Stubb,
beim Anblick vom Baum, Apfelsin'che und der Pupp'.
nach Heidi Augustin
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