Weihnachten, zum ersten Mal
alleinerziehendoder - wenn man es ganz besonders gut machen will!
Im September war ich mit meinen Kindern aus der Ehewohnung gezogen. Jetzt wollte ich ihnen das tollste Weihnachtsfest aller Zeiten bieten, denn die letzten hatten doch sehr unter der schlechten Stimmung meines Mannes gelitten, der an diesen Abenden wohl lieber bei seiner Geliebten gewesen wäre, als bei uns gezwungenermaßen "auf Familie" zu machen.
Der Baum war schnell gekauft, der Transport gestaltete sich dagegen schon etwas schwieriger, mein Auto total zugenadelt und die Polster mit Harz verschönert , um das Trumm von Baum rein zu bugsieren, das gleiche Spielchen beim Ausladen in umgekehrter Abfolge.
Sogar in den Keramikständer hatte ich ihn alleine und sogar gerade bekommen; stolz auf die vollbrachte Tat und um möglichst lange Freude dran zu haben, stellte ich den Baum nicht gleich ins Wohnzimmer, sondern beließ ihn auf dem Balkon - schwerer Fehler! Böse Falle! Denn es war der Winter, mit dem schlimmen Eisregen nachts, am Heiligabend war der Baum mit einer zentimeterdicken Eisschicht bedeckt. Er musste logischerweise auftauen - aber nicht auf dem teuren Parkett, mein Vermieter würde mich erwürgen, also ab mit Ständer und Baum in die Dusche, zum Abtauen, ging prima!
Das Ding dekoriert, zuerst die Kerzen (Mist Kabelgewirr) dann Kugeln und Lametta, nein, bis zum Lametta kam ich nicht, der Keramikständer hatte die Auftauaktion nicht heil überstanden und gab den Geist auf, sprich er zerbrach, der halbgeschmückte Baum neigte sich erst langsam zur Seite, um dann mit einem letzten Plumpser auf die geschmückte Seite zu fallen - 10 Kugeln hattens nicht überlebt.
Mama angerufen: "wir haben doch noch den alten Eisenständer von Oppa, ich hol ihn mir ab". In aller Eile raus aus der Haustüre und..flatsch: in den nagelneuen Hosen lang hingeschlagen...dass der Bürgersteig total vereist war, daran hatte ich nicht gedacht. Aufgerappelt, Riß in der Hose, egal, weiter: Auto freigekratzen, Zündschlüssel rein...NIX, kein Piep: Batterie leer. Nachdem der Nachbar mit Zündkabel das Problem beseitigt hatte, zu Mama, Ständer holen, Baum wieder rein, fertig dekorieren. Dies klappte seltsamerweise einwandfrei.
Zum Glück schliefen meine beiden Kleinen noch immer bombenfest, also noch Zeit das Fleisch anzubraten. Öl in die Pfanne...Telefon klingelt, Schwesterherz dran, ihr muss ich natürlich mein morgendliches Chaos schildern, bis ich im Augenwickel ein Flackern in der Küche bemerke, das Öl ist am Brennen, alte Decke geschnappt, Flammen erstickt! Uff, Glück gehabt, aber die Küchenzeile: voller schwarzem Schmierfilm. Also Putzen angesagt, mit viiiiiiiel Spüli!
Nur, diese hinterlistige Spüle mit ihren Abtropfrillen, da sammelte sich unbemerkt das Spüli und gab somit eine völlig neuartige Marinade für den dort immer noch liegenden Weihnachtsbraten, trotz langem Abspülen schäumte er beim Anbraten immer noch. Vergiften wollte ich an meinem ersten alleinerziehenden Weihnachten weder mich noch meine Familie und mein Ex, dem ich einen solchen Braten gerne serviert hätte, würde ja woanders speisen!
Anstatt des toll geplanten Weihnachtsmenües mit allen Schikanen gab es Würstchen aus der Dose und Kartoffelsalat.
Seltsamerweise wurde es eines der harmonischsten Weihnachten seit langem...
Der Baum war schnell gekauft, der Transport gestaltete sich dagegen schon etwas schwieriger, mein Auto total zugenadelt und die Polster mit Harz verschönert , um das Trumm von Baum rein zu bugsieren, das gleiche Spielchen beim Ausladen in umgekehrter Abfolge.
Sogar in den Keramikständer hatte ich ihn alleine und sogar gerade bekommen; stolz auf die vollbrachte Tat und um möglichst lange Freude dran zu haben, stellte ich den Baum nicht gleich ins Wohnzimmer, sondern beließ ihn auf dem Balkon - schwerer Fehler! Böse Falle! Denn es war der Winter, mit dem schlimmen Eisregen nachts, am Heiligabend war der Baum mit einer zentimeterdicken Eisschicht bedeckt. Er musste logischerweise auftauen - aber nicht auf dem teuren Parkett, mein Vermieter würde mich erwürgen, also ab mit Ständer und Baum in die Dusche, zum Abtauen, ging prima!
Das Ding dekoriert, zuerst die Kerzen (Mist Kabelgewirr) dann Kugeln und Lametta, nein, bis zum Lametta kam ich nicht, der Keramikständer hatte die Auftauaktion nicht heil überstanden und gab den Geist auf, sprich er zerbrach, der halbgeschmückte Baum neigte sich erst langsam zur Seite, um dann mit einem letzten Plumpser auf die geschmückte Seite zu fallen - 10 Kugeln hattens nicht überlebt.
Mama angerufen: "wir haben doch noch den alten Eisenständer von Oppa, ich hol ihn mir ab". In aller Eile raus aus der Haustüre und..flatsch: in den nagelneuen Hosen lang hingeschlagen...dass der Bürgersteig total vereist war, daran hatte ich nicht gedacht. Aufgerappelt, Riß in der Hose, egal, weiter: Auto freigekratzen, Zündschlüssel rein...NIX, kein Piep: Batterie leer. Nachdem der Nachbar mit Zündkabel das Problem beseitigt hatte, zu Mama, Ständer holen, Baum wieder rein, fertig dekorieren. Dies klappte seltsamerweise einwandfrei.
Zum Glück schliefen meine beiden Kleinen noch immer bombenfest, also noch Zeit das Fleisch anzubraten. Öl in die Pfanne...Telefon klingelt, Schwesterherz dran, ihr muss ich natürlich mein morgendliches Chaos schildern, bis ich im Augenwickel ein Flackern in der Küche bemerke, das Öl ist am Brennen, alte Decke geschnappt, Flammen erstickt! Uff, Glück gehabt, aber die Küchenzeile: voller schwarzem Schmierfilm. Also Putzen angesagt, mit viiiiiiiel Spüli!
Nur, diese hinterlistige Spüle mit ihren Abtropfrillen, da sammelte sich unbemerkt das Spüli und gab somit eine völlig neuartige Marinade für den dort immer noch liegenden Weihnachtsbraten, trotz langem Abspülen schäumte er beim Anbraten immer noch. Vergiften wollte ich an meinem ersten alleinerziehenden Weihnachten weder mich noch meine Familie und mein Ex, dem ich einen solchen Braten gerne serviert hätte, würde ja woanders speisen!
Anstatt des toll geplanten Weihnachtsmenües mit allen Schikanen gab es Würstchen aus der Dose und Kartoffelsalat.
Seltsamerweise wurde es eines der harmonischsten Weihnachten seit langem...
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