Wir wohnen in einen schönen großen Haus mit sehr vielen Nebenräumen und es könnte alles so schön sein.
Aber meine Eltern die Hauseigentümer können sich von fast gar nichts trennen. Dabei sind sie noch relativ jung 66/67 und auch körperlich noch ganz gut beisammen. Wenn sie wollten könnten sie jeden Tag kleine Radtouren oder Spaziergänge machen. Dazu fehlt aber die Zeit wie auch zum Aufräumen und mal aussortieren, weil ab Nachmittag der Fernseher läuft. Sie isolieren sich eigentlich immer mehr ab. Zum jährlichen Klassentreffen hat man auch keine Lust mehr hinzugehen.
Vormittags werden die Werbeprospekte studiert und dann werden Sachen gekauft wovon eigentlich schon mehr als genug im Keller stehen. Aber es ist ja im Angebot. Schränke und Kästen die man eigentlich nicht benötigt. Dann muß alles aktuelle wie Tracks, Plastevögel u.s.w. gesammelt werden damit es dann sinnlos irgentwo noch im Flur der schon voller Vögel und Geweihe(obwohl keiner Jäger bei uns ist) hängt noch da zwischen gestopft wird.
Mein Kind läd schon gar keine Freunde mehr ein, weil ihr der Flur zu peinlich ist.
Auch werden alle Plasteteile aufgehoben Ramabecher u.s.w..
Als ich den Keller in ihrer Abwesenheit von einen kleinen Teil der sinnlosen Plastebehälter befreit habe und mal durchgefegt habe kam kein Lob sondern nur harte Kritik wie ich mich an ihren persönlichen Dingen vergreifen kann. Was ja so nicht stimmt denn viele Becher sind von uns in den gelben Sack gewandert und wurden von ihnen nur wieder rausgefischt.
Lange Rede kurzer Sinn trotz einer großen Garage ist kein Platz für unsere Winterreifen zum einlagern, die Autos stehen auf der Straße. Im kleinen Garten müssen unbedingt Tauben und Vögel gehalten werden.
Es gab aber mal ganz andere Zeiten wo meine Meinung gefragt war und es ein harmonisches Zusammenleben war.
Wie kommt man an solchen kleinen Sturrköpfen wieder ran ?
Ach ja ich bin Krankenschwester in einer mobilen Pflege und sehe täglich wohin dieses Messiverhalten führt.