Wenn die Musik die Seele streichelt
......und der Tanz dich ins Leben zurückholt
Eine kleine onkologische Rehaklinik im Hessischen Bergland.
Heute ist wieder Mittwoch und für 1,5 Stunden wird Tanztherapie angeboten.
Die Türe zum Raum der Bewegung ist geöffnet, nun werden sie gleich kommen.
Die Eröffnungs-CD im CD-Player eingelegt, das Programm für diese Zeit sorgfältig ausgearbeitet.
Nun ist es Zeit, nun können sie kommen, hier wird heute die Seele gestreichelt, sich zur Musik bewegt.
15 Frauen betreten den Raum, manche forsch, manche ängstlich, was wird mich hier erwarten.
Fragen, die in den Gesichtern zu lesen sind. Und eine Frau fällt mir auf, die Haare ganz kurz, die braunen, ausdrucksvollen Augen, eine einzige Frage: Was wird mir hier passieren.
Ich kenne deine Krankengeschichte nicht, ich kenne auch deinen Namen nicht, und nenn dich im Geiste "Kleine Schwester". Weiß ich doch, du hast vor kurzem noch gekämpft und gelitten, hast deinen haarlosen Kopf mit einer Perücke bedeckt, oder kunstvoll Tücher drum gewunden, um die Kahlheit zu bedecken und vor neugierigen Blicken zu verstecken.
Vor Monaten wurdest du mit einer Diagnose konfrontiert, glaubtest, die Welt geht unter, hast innerlich geschrien: Warum ich, warum gerade ich. Und doch hast du alles ausgehalten. Nun bist du hier, in diesem Schutzraum, heute wird hier nur die Seele gestreichelt, ich habe die beste Medizin in meiner Hand, die Musik, sie wird mir Werkzeug sein.
Nun ertönt sie, der Klang wird von dem Raum getragen, ich laß euch gehen, laß euch den Rhythmus aufnehmen, mal vorwärts, mal rückwärts, kleine Drehungen, auf Zehenspitzen......... die Beine bewegen sich von selbst.
Danach zusammenkommen zu einem Kreis, Sinnbild der Gemeinschaft, die Hände anfassen, etwas zur Therapie erklären, Fragen aufnehmen und spielerisch eine Namensvorstellung anleiten.
Nun heißt es Vertrauen aufbauen, suche dir eine Partnerin. Eine Übung, die das Innere Kind weckt und dir die Möglichkeit läßt, einfach mal loszulassen, beschützt werden, Verantwortung abgeben. Zu A.Parson : A dream within..., lass ich dich wie ein Roboter laufen, beschützt und bewacht von deiner Partnerin. Natürlich wird es am Ende ein Wechsel geben.
Dann darfst du einfach Freitanzen, suchst die einen Platz im Raum und bewegst dich mit geschlossenen Augen zur Musik von Siddhata: Cantoma.
Ich führe dich, ich führe euch mit vielen Übungen und wunderschöner Musik durch die Zeit, lasse Momente entstehen, in denen Menschen Augenkontakt aufnehmen müssen, ich weiß, das fällt oft schwer, doch ist es die einzige Möglichkeit, dem Anderen in die Seele zu sehen. Mal gibt es Übungen mit Körperkontakt, mal wird sich liebevoll an die Hände gefaßt, oder mit geschlossenen Augen Rücken an Rücken ausgeruht.
Der Zeiger rennt, doch irgendwie zeitlos, trägt die Musik die Botschaft durch den Raum. Sie kann heilen, sie ist Medizin, ein wahrer Traum. Und die Menschen und du "Kleine Schwester" spürst, ja, hier wird die Seele gestreichelt. Eine Hand, die dich führt, die dir zeigt, auch das ist Leben und Leben ist einfach wunderschön.
Geniesse den Moment, sei einfach bewußt im Hier und Jetzt, und sei gewiss, Musik und Tanz dich jetzt wieder in die Lebensfreude bringt.
Und wenn am Schluß der Zeit, du mit deinen ausdrucksvollen Augen auf mich zukommst, mich anschaust und sagst: es war so schön, fällt es mir leicht, den Ausdruck von Hoffnung und Freude zu erkennen, ein kleines Samenkorn, das nun in die Erde gelegt wird und mit Zuversicht gehütet.
Ja, heute wurde getanzt, heute wurde hier die Seele gestreichelt, heute konnte Ja zum Leben gesagt werden.
Heute ist wieder Mittwoch und für 1,5 Stunden wird Tanztherapie angeboten.
Die Türe zum Raum der Bewegung ist geöffnet, nun werden sie gleich kommen.
Die Eröffnungs-CD im CD-Player eingelegt, das Programm für diese Zeit sorgfältig ausgearbeitet.
Nun ist es Zeit, nun können sie kommen, hier wird heute die Seele gestreichelt, sich zur Musik bewegt.
15 Frauen betreten den Raum, manche forsch, manche ängstlich, was wird mich hier erwarten.
Fragen, die in den Gesichtern zu lesen sind. Und eine Frau fällt mir auf, die Haare ganz kurz, die braunen, ausdrucksvollen Augen, eine einzige Frage: Was wird mir hier passieren.
Ich kenne deine Krankengeschichte nicht, ich kenne auch deinen Namen nicht, und nenn dich im Geiste "Kleine Schwester". Weiß ich doch, du hast vor kurzem noch gekämpft und gelitten, hast deinen haarlosen Kopf mit einer Perücke bedeckt, oder kunstvoll Tücher drum gewunden, um die Kahlheit zu bedecken und vor neugierigen Blicken zu verstecken.
Vor Monaten wurdest du mit einer Diagnose konfrontiert, glaubtest, die Welt geht unter, hast innerlich geschrien: Warum ich, warum gerade ich. Und doch hast du alles ausgehalten. Nun bist du hier, in diesem Schutzraum, heute wird hier nur die Seele gestreichelt, ich habe die beste Medizin in meiner Hand, die Musik, sie wird mir Werkzeug sein.
Nun ertönt sie, der Klang wird von dem Raum getragen, ich laß euch gehen, laß euch den Rhythmus aufnehmen, mal vorwärts, mal rückwärts, kleine Drehungen, auf Zehenspitzen......... die Beine bewegen sich von selbst.
Danach zusammenkommen zu einem Kreis, Sinnbild der Gemeinschaft, die Hände anfassen, etwas zur Therapie erklären, Fragen aufnehmen und spielerisch eine Namensvorstellung anleiten.
Nun heißt es Vertrauen aufbauen, suche dir eine Partnerin. Eine Übung, die das Innere Kind weckt und dir die Möglichkeit läßt, einfach mal loszulassen, beschützt werden, Verantwortung abgeben. Zu A.Parson : A dream within..., lass ich dich wie ein Roboter laufen, beschützt und bewacht von deiner Partnerin. Natürlich wird es am Ende ein Wechsel geben.
Dann darfst du einfach Freitanzen, suchst die einen Platz im Raum und bewegst dich mit geschlossenen Augen zur Musik von Siddhata: Cantoma.
Ich führe dich, ich führe euch mit vielen Übungen und wunderschöner Musik durch die Zeit, lasse Momente entstehen, in denen Menschen Augenkontakt aufnehmen müssen, ich weiß, das fällt oft schwer, doch ist es die einzige Möglichkeit, dem Anderen in die Seele zu sehen. Mal gibt es Übungen mit Körperkontakt, mal wird sich liebevoll an die Hände gefaßt, oder mit geschlossenen Augen Rücken an Rücken ausgeruht.
Der Zeiger rennt, doch irgendwie zeitlos, trägt die Musik die Botschaft durch den Raum. Sie kann heilen, sie ist Medizin, ein wahrer Traum. Und die Menschen und du "Kleine Schwester" spürst, ja, hier wird die Seele gestreichelt. Eine Hand, die dich führt, die dir zeigt, auch das ist Leben und Leben ist einfach wunderschön.
Geniesse den Moment, sei einfach bewußt im Hier und Jetzt, und sei gewiss, Musik und Tanz dich jetzt wieder in die Lebensfreude bringt.
Und wenn am Schluß der Zeit, du mit deinen ausdrucksvollen Augen auf mich zukommst, mich anschaust und sagst: es war so schön, fällt es mir leicht, den Ausdruck von Hoffnung und Freude zu erkennen, ein kleines Samenkorn, das nun in die Erde gelegt wird und mit Zuversicht gehütet.
Ja, heute wurde getanzt, heute wurde hier die Seele gestreichelt, heute konnte Ja zum Leben gesagt werden.
9 Platinern gefällt der Artikel
Gefällt mir auch
Kommentare zum Artikel