Ein junges Ehepaar, nennen wir es Elena und Friedrich, schlüpfen mit dem gerade geborenen Sohn Rolf aus den elterlichen Nestern.
Im Anfang wird das eigene Elternglück genossen; die Bekümmernisse der Nachkriegsjahre engen zwar den Gürtel ein, aber an Nestwärme fehlt es nicht.
Dies ändert sich erst, als der Arbeitgeber und die Kollegen des Handwerkerlehrlings zu sticheln beginnen, dass Friedrich kein Mann sei, wenn er kein Bier und keinen Schnaps trinkt und sich so aus dem Kreis der Mitarbeiter ab- und ausgrenzt.
Schade nur, dass es bei dem Bierchen und Schnäpschen nicht blieb - der gesamte Lohn ging für den "Spaß" drauf und die Familie war nicht glücklich darüber.
Die Ehefrau fing an zu kritisieren und der Mann verschwand mit dem Kollegen Alkohol nun auch Nächte - und Tage und Nächte.
Die Zeit trocknete die Fluten der feuchten Augen der Familien und der Familien der Familien.
Selbst Ereignisse wie der Rolf auf dem ungeschützten Dach des Wohnhauses und das freudige, furchtlose Winken vom Rand, ein Schritt weiter und das Kind macht den Flug seines Lebens, wenn es keine Schutzengel hat.
Das Kind hatte Schutzengel, in dem es sich nicht weiter nach vorn bewegte und die Gefahr zu spüren schien. Rolf kam den gleichen Weg zurück, wie der Dreijährige auch über eine steile, vier Meter lange Holzleiter hinaufgeklettert war.
Keine Auseinandersetzung der Eltern mit der Situation, die den Umstehenden den Atem hatte stocken lassen.
Die Wangen blieben auch vor Freude trocken, als der Junge verhältnismäßig unbeschadet die Reaktion des Gases zu spüren bekam, als er mit Streichhölzern bewaffnet, das Gas im Backofen kontrollieren wollte, ob es schon brenne . . .
Die Haare im, am und um das Gesicht herum waren zur Unkenntlichkeit versengt - sonst nur das Puffen, das schnell verstummte und das entsetzte Gesicht des Kindes und die erstaunte Mimik der Eltern.
Auch die Wiederholung der Szene am darauffolgenden Wochenende änderte nichts an den Verhaltensweisen der Eltern - des Kindes schon, denn die Kontrolle der Kontrolle nach dem Ausbleiben der Flamme, die das Streichhölzchen hätte auslösen müssen, nachdem der Gashahn geöffnet worden war, hatte eine derartige Druckwelle erzeugt, dass Rolf zwar wieder seine Haare verlor und zudem auf einen Stuhl geschleudert wurde - sonst nichts - ach doch, die Bekanntschaft mit einem Züchtigungsinstrument des Vaters machte der fast vierjährige Wissenschaftler.
Zu einer anderen, späteren Zeit reagierte die Elena dem Friedrich gegenüber mit dem mehr als freundlichen Hinweis, dass sie ihm das Messer, sie fuchtelte mit einem langen Brotmesser vor seiner Nase herum, bis ans Heft rammen würde, wenn er den Jungen nochmals anfassen würde.
Rolf machte nun mit anderen Einfällen auf sich aufmerksam, wenn beide Elternteile zur Arbeit waren und er allein in der Wohnung spielte. Er ließ seiner Umwelt per Klopfzeichen am Fenster oder Rufen durch die geschlossene Tür ins Treppenhaus, dass er hungrig und durstig sei. So geschah es dann auch mehr als einmal, dass verantwortungsvolle Mitmenschen sich auf das Dach, nicht das, auf welcher er selbst schon einmal einen Blick in die Tiefe gewagt hatte, nein, die Familie war zwischenzeitlich umgezogen, also verantwortungsvolle Menschen bewegten sich aufs Dach, um an Bändern Verpflegung in das halbgeöffnete Fenster zu zirkeln und dem Jungen die Gelüste zu befriedigen.
Irgendwann wurden diese Aktionen aber dann auch eingestellt, weil die Eltern versicherten, dass ihr Kind nicht am Verhungern und Verdursten sei.
Aber ich glaube, es war ja nun auch an der Zeit, dass dem Kind ein Schlüssel um den Hals gebunden werden konnte und er sich im Innenhof und in den Nachbarhäusern tummeln konnte.
Doch da gab es sogenannte Schmuddelkinder, die noch viel bessere Einfälle hatten ablaufen lassen, so dass diese vorübergehend in staatlichen Unterkünften Verwahrung fanden und dann mit ihren kurzfristigen Erlebnissen unter den mit offenen Mäulern staunenden Kindsköpfen märchenähnliche Spannung erzeugten.
Da war Herbert, der ein Loch in der Hosentasche hatte und sich bei Bedarf auf die Hand schieß und dann damit schmiß. Da war aber auch Kunibert, der bei seiner Großmutter aufwuchs und der Diebstähle beging, um sich seine kindlichen Bedürfnisse zu befriedigen und dabei natürlich erwischt wurde.
So war es für die Lehrerschaft dann auch sehr einfach, Rolf als dumm und blöde darzustellen, denn "zeig mir, mit wem Du gehst (spielst) und ich sage Dir wer Du bist". Doch wenn auch der Vater von Rolf, wie hieß er noch einmal, ach ja Friedrich, wenn also Friedrich in der Versenkung verschwunden war, die Mutter, also Elena, ließ ihren Rolf nicht als dumm darstellen und stimmte keiner schulischen Veränderung zu, vielmehr wechselte sie den Standort, um dem Jungen den Umgang ganz zu unterbinden.
Zu Kunibert blieb jedoch der Kontakt bestehen, weil Kunibert nie versucht hatte, Rolf in irgend eine Sache mit hineinzuziehen - und so blieb es auch, bis die Zwei sich später aus den Augen verloren haben.
Der Drang nach Aufmerksamkeit blieb Rolf jedoch anhaften, denn Beachtung schenkte ihm sonst niemand, wenn er nicht auf sich aufmerksam machte.
Rolf war sicherlich nicht dumm, aber die schulischen Leistungen waren nicht so herausragend, dass ihn jemand dafür mehr als einmal am Tage loben konnte. Also wurde Rolf Klassenkasper, Pausenclown, Toilettenverstopfer mit ganzen Toilettenpapierrollen. Das Schnippen mit einem Bleistift kostete einem Klassenkameraden auf dem Gymnasium fast das Auge(nlicht); es fehlten nur Millimeter, die den Augapfel verfehlten und "nur" das Lid traf.
Eine zwischenzeitliche Wendung im Verhalten des Rolf trat ein, als der Vater wieder seinen Platz einnahm und ein Wechsel in der Führung der Schulklasse eintrat. Es war eine hervorragende Pädagogin, die die Fähigkeiten von Rolf erkannte und erstmals intensiv und offen förderte: Der Junge wurde wie ausgewechselt; seine Leistungen stiegen überdurchschnittlich, so dass die Aufnahme aufs Gymnasium winkte. Rolf engagierte sich nunmehr auch sehr nachhaltig für soziale Dinge wie Hilfe für ältere Menschen. Da sich Vater Friedrich wieder aus seiner Verantwortung zurückzog und eine männliche Erziehungshand fehlte, mußte Elena die Aufnahme aufs Gymnasium mit allen moralischen Möglichkeiten "erkämpfen". Doch Vorpubertät und gleichgesinnte Störenfriede des Schulunterrichtes ließen alle guten Vorsätze der Pädagogin der Grund- und Hauptschule platzen. Mit drei Tadeln (Einträge ins Klassenbuch) war es üblich, die Schule wieder verlassen zu müssen. Rolf und seine "Freunde" brachten es jeder für sich auf 24 bis 35 Einträge - und "nichts" passierte - im pädagogischen Stil vollzog sich ein Wandel; mag sein, dass auch das Orchesterspiel (Violine) der Schule die Übermütigkeiten besänftigen halfen.
Hinter vorgehaltener Hand hatte man Elena nahegelegt, Rolf von der Schule zu nehmen, weil er sich dem Fachlehrer für Kunst auf den Schoß gesetzt habe und der Verdacht bestünde, dass Rolf schwul sei. Das war zu damaliger Zeit ein derart abartiges Makel, dass Elena dem Wunsch des Lehrers entsprach, obwohl ihr hätte klar sein müssen, dass der Junge mehr die Vaterfigur in dem aus heutiger Sicht unverantwortlichen "Pädagogen" gesehen haben wird, der durch seine vermeintlich nette Art eine Art Geborgenheitsgefühl bei Rolf ausgelöst haben dürfte.
Rolf fand Aufnahme auf einem anderen Gymnasium und entwickelte sich dort zwar nicht zu dem fleißigsten Schüler, entfaltete jedoch Organisationstalent. Außerhalb seines Sozialengagements trainierte er die Schulmannschaft des Gymnasiums und spielte auch selbst Fußball und war als Fußballschiedsrichter tätig.
Wie und warum es letztenendes am erfolgreichen Abschluß haperte, kann heute nicht mehr genau geklärt werden. Da Rolf die "Schuld" bei sich alleine sucht, ist die intensive Suche sowieso zum Scheitern verurteilt.
Doch das Tal der trocknen Tränen war immer noch nicht durchschritten, vielleicht noch nicht einmal der Tiefpunkt erreicht ... .
Fußballschiedsrichter wurde die Leidenschaft von Rolf und so durfte er ein Finale der Schulmeisterschaft der Lübecker Gymnasien leiten. Das Spiel war zu Ende; die Mannschaften glücklich über ein sehr schönes und faires Fußballspiel und die Fans, Schüler und Eltern, ausgelassen - im wahrsten Sinne des Wortes, denn einer der jugendlichen Fans, Ersatzspieler der Gästemannschaft zog eine Schreckschußpistole aus seiner Tasche und hielt diese ans Ohr des Schiris - die Menge verstummte durch den grellen Knall und dem anschließenden Schrei in die Umstehenden. Das linke Ohr des Schiris blutete, er krümmte sich nach vorne, der Schock hatte auch die Tränen erfaßt.
So nahm das Fußballspiel ein jehes Ende; Dunkelheit trat um das linke Ohr ein. Fünftausend Deutsche Mark war die Abfindung für den Verlust des Ohres - was für ein Jammer für den begnadeten Geiger mit dem absoluten Gehör.
Oh ja, widerwillig wurde nicht nur die Schulzeit absolviert; auch der Violinenunterricht war eine Angelegenheit unter Druck: Es setzte einen Schlag ins Genick oder es wurde gezwickt und gekniffen, wenn die Vorstellungen der Mutter nicht realisiert werden konnten - manchmal aus kindlichen Trotz, manchmal aus Unwillen, manchmal auch aus Unvermögen, geistiger oder jugendlicher Blockade oder Ablenkung von anderer Seite ... !
Viele Lehrer wollten ihre kostbare Künstlerzeit nicht mit diesem "störischen" Kinde verplempern, aber es gab schließlich nach zähen Suchen auch verständnisvolle Pädagogen, die sich in die eigene Kindheit und Jugend zurückversetzen konnten und auch wollten, die Rolf in die sicheren Fittiche nahm und ihm das nötige Knowhow vermitteln konnten.
Doch all das bekam zumindest vorübergehend einen empfindlichen Dämpfer ... .
Die Verletzungen am Ohr brauchten jetzt Zeit, um sich zu regenerieren; das sonstige Leben hatte weiterzugehen.
Was war nun zu tun? Dienst mit der Waffe wollte Rolf nicht tun, das war ihm bereits klar geworden, als er die Ergebnisse von Waffeneinsätzen in den Medien verfolgen "durfte". Doch hinter den Kulissen der Politik stellten sich die erste Einstellungsstops ein; die Lehrstellen wurden knapp und der Öffentliche Dienst zog magisch Menschen an, die sich den Hintern auf den Stühlen wundscheuern wollten.
Eine Lehre als Steuerfachgehilfe hatte Rolf bereits nach ein paar Wochen geschmissen; die Arbeit war ihm viel zu stupide. Die Bundeswehr rief laut und deutlich, auch wenn das Ergebnis nur die Ersatzreserve war - der Dienst mit der Waffe war nicht ausgeschlossen - und die Kriegsdienstverweigerung schien nicht von Erfolg gekrönt - wurde daraufhin gar nicht erst versucht.
Rolf jobbte bei Kurverwaltungen und wurde zuletzt an einen neuen Freizeitpark weiterempfohlen, in dem er die Lok der Rundfahrten führte und einen ständigen Informationsdienst entwickelte: Die Gäste wurden über die einzelnen Standorte und Einrichtungen auf humorvolle Art auf dem laufenden gehalten. Die persönliche Kasse stimmte, aber es war eben kein Bestreben, was den Mann oder eine Familie sicher ernähren würde.
Der Polizeidienst lockte mit Werbung um Nachwuchs über alle Medienmöglichkeiten, ein Beruf ohne großen Waffeneinsatz - dachte man - so auch Friedrich, Rolfs Vater. Friedrich besäuselte Rolf, sich beim Polizeidienst zu bewerben, was dann schließlich auch fruchtete und Rolf wurde zu einem Test eingeladen.
Nur im Sport versagte Rolf im Test auf ganzer Linie. Einer der Beobachter hatte diesen Bereich wohl in die Abteilung "Absolute Priorität" eingeordnet, denn in der späteren Personalakte fand sich dann der Vermerk mit Bleistift "ablehnen !".
Während seiner Tätigkeit im Freizeitpark lernte Rolf seine spätere Frau Ursula kennen.
Ursula liebte die Natur und ihr Dorf, hatte aber eine Mutter, die im wahrsten Sinne des Wortes aus einer Generation des Mittelalters stammte, die Lebkuchen auf ihren Dächern heftete, um Gensel und Härtel anzulocken, um die dann nach einer Mastkur in aller Seelenruhe verspeisen zu können - verstehste ?
Dieses Liebmütterlein hatte die Tochter mit dem Besen aus dem Hause vertrieben und sie mit Worten betitelt, die ausschließlich im Rotlichtmillieu Verwendung finden könnten, nur weil die Tochter ihre erste Liebe offen zur Schau führte.
So wurde Ursula natürlich noch viel schneller und enger in die Arme von Rolf "getrieben", als dies die Mutter eigentlich beabsichtigt hatte.
So kam es, wie es kommen mußte, ein Kind meldete sich an und Rolf war sich seiner Verantwortung voll bewußt und sprach von Heirat - natürlich gegen das Veto der Mutter - der Vater der Tochter schwieg - doch die Kirche und die Ämter mahnten zur Umsicht.
In diese wilde Zeit kam dann der positive Bescheid, dass der Dienst zur Ausbildung bei der Polizei anzutreten sei.
Wie aus den bisherigen Formulierungen schwerlich abzulesen ist, wurde Rolf zur Ausbildung als Nachwuchs im Polizeidienst angenommen. Zwei Hundertschaften wurden im Bereich Weißenbrok eingestellt: Eine Hundertschaft, die mit dem gehobenen Dienst liebäugelte und eine Hundertschaft, die für die körperlichen Einsätze zuständig war, eine Abteilung, die mit einer verständnisvollen Führung ausgestattet war und eine Abteilung, die mit einem autoritären Militärführer gesegnet war.
Glanz und Gloria hatten sich wohl an diesem Tage vereint, denn Rolf wurde der Kopfarbeiterhundertschaft und dem fürsorglichen Führungsstil zugewiesen.
Wenn sich die zweite Hundertschaft durch das meist mit Pfützen und Matsch übersäte Gelände robbte, fuhr die erste Hundertschaft mit Geländewagen quer durchs Revier, um die günstigsten Stellungen zu erforschen, die Übersicht und klare, nachvollziehbare Planungen gewährleisteten.
Trotz der angenehmeren Voraussetzungen schlug Rolf die Ausbildung im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen: Durchfallerscheinungen und Aufenthalte im Krankenrevier waren an der Tagesordnung. Obwohl die Grundausbildung wiederholt werden mußte, war das Durchlaufen des streng reglementierten Dienstes ein voller Erfolg für den weiteren Lebensweg von Rolf.
Nur der Dienst ohne Waffe ließ sich eben nicht so verwirklichen wie angenommen: Die Baader-Meinhof-Zeit kam allen Denkensformen zuwider - und nicht nur das, auch die Menschenansammlungen und Protestaktionen vieler Menschen führte zu Kaserneneinsätzen, das heißt, auch das Familienleben kam zu kurz.
Traurig oder zum Schmunzeln - das ist hier die Frage !
Es war einer dieser Abende, wo sich nach einem Aufstand der Schwiegermutter in spe heimlich ins Haus geschlichen werden mußte.
Es war dunkel.
Sie stand bereits im Hausflur, er noch draußen, zwischen ihnen die eiserne Türschwelle.
Der Kuß direkt über der Türschwelle ließ ihren Slip weichen und seine Hose fallen - wie genau das passieren konnte, weiß wohl keiner mehr so genau.
Ganz frei nach der Divise: Einmal rein, einmal raus - fertig war der kleine Klaus, wurde in der Tat aus dem beidseitigen Jungferngang neun Monate später ein Mädchen, was den Erzeuger dazu veranlaßte von Heirat zu sprechen, weil es seinem reinen Gewissen entsprach und auch das Angebot der Großmutter, tausend D-Mark zahlen zu wollen und für den Unterhalt des Kindes zu sorgen, nichts an der Entscheidung rüttelte.
So kam es dann, wie es kommen mußte - es wurde geheiratet, die Polizeidienstausbildung wurde angetreten und - das Kind erblickte das Licht der Welt.
Nicht nur privat, auch beruflich wurden es unruhige Jahre: Die außerparlamentarische Opposition sorgte Tag für Tag für Unruhe und damit für Beschäftigung der Polizeianwärter.
Einer dieser Einsätze war dann auch Anlaß der Ehefrau, die dienstliche Abwesenheit des Partners auszunutzen, um ein Sch(l)äferstündchen mit einem Kollegen . . .
Der Polizeidienst überdeckte den Bruch in der Beziehung; es wurde sogar noch ein zweites Kind, ein Sohn, geboren - retten konnte dies die Beziehung jedoch nicht mehr. Die Schwiegermutter von Rolf im Zusammenwirken mit einem "befreundeten" Ehepaar sorgten für den Rest: Die Trennung war unvermeidbar.
Ein Dienstunfall sorgte dann natürlich auch noch dafür, dass das Sorgerecht wegen Monate langer Krankenhausaufenthalte verloren ging und ein Kampf auf dem Rücken der Kinder durch ein Hin und Herr sollte nicht riskiert werden.
Bei einem dieser Krankenhausaufenthalte lernte Rolf eine sehr sympathische junge Frau, Waltraut, selbst zwei minderjährige Kinder und schwer ehegeschädigt, kennen.
Es war eine sehr schöne Verbindung gesteht Rolf heute ein, die er zu sorglos gepflegt hatte, aber vielleicht auf Grund seiner eigenen Erkrankung auchnicht besser zu pflegen in der Lage war. Es waren annähernd fünf schöne Jahre seines Lebens, als es auseinander ging, weil Rolf sich noch Kinder wünschte, die Waltraut wegen einer OP verwehrt waren.
Auch der Polizeidienst konnte wegen Dienstunfähigkeit nicht über den Verpflichtungsrahmen hinaus verlängert werden.
Ein persönlicher Lichtblick war da eine neue Bekanntschaft, einer polnischen Aussiedlerin, die eine Art Liebe auf den ersten Blick gewesen sein muß, denn geheiratet mit Aufwartung in Polen bei der Mutter und Schwester wurde in knapp drei Monaten.
Rolf hat die Verbindung als angenehm empfunden; die Aufgaben wurden je nach den persönlichen Vorstellungen und Eignungen und Vorlieben abgesprochen. Leider galten diese Absprachen nicht mehr als getätigt - als es zur Trennung kam und so nahm unter anderem das streitige Geschehen seinen Lauf.
Annähernd 20 Jahre hielt diese Beziehung, zwei Kinder wurden geboren, ein Mädchen Frauke und ein Junge Martin, und ein Kind Karin wurde aus einem Kinderheim gemeinsam adoptiert.
Wie es weitergeht . . .
... lest Ihr im 2. Teil . . .
. . . HIER wird nur noch . . .
. . . der Zeitraffer begradigt !
. . . wenn erst die Tränen versiegen . . . (Teil 1)
... wenn das Leben Spuren hinterläßt und durch Schauspieler vorgetragene Fernseh- und Medienereignisse im eigenen Leben zu tragenden "Figuren" werden, dann kann Freude auftreten oder Betroffenheit eintreten oder gar Trauer einsetzen. Es fließen dann Tränen der Freude oder es rinnen Wasser der Bestürzung oder - es verstummt der Ton, es stockt der Atem - oder die feuchte Trauer erstickt in Trockenheit und eisiger Miene ... Gestick erstarrt - das vergrämte Gesicht entsteht - entstellt - gezeichnet
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