Dichter Regen fiel vom Himmel und sie war vollkommen durchnässt. Kalt wie ihr zusätzlich auch noch war, hatte sie sich in Gedanken auch noch vollkommen verlaufen. Sie wollte nur noch eins, irgendwo ins Trockene kommen und etwas Heißes trinken. Durch den Schleier von Tropfen sah sie flüchtig ein Schild über eine Tür und ohne weiter genauer hinzuschauen, hielt sie es für eine Kneipe und trat ein. Der Vorraum lag in einem Halbdunklem und als sie weiter eintrat blieb sie wie erstarrt stehen. Schlagartig, als sie die teilweise halbbekleideten Männer, wie Frauen sah, wurde ihr klar, wo sie war...

AN DIESE GESCHICHTE VON LIA KNÜPFTE JEDER VON UNS WIE FOLGT AN:

.Iris:

...ein Swingerclub!
Sie wollte sich auf der Stelle umdrehen und gehen, aber ihre Füße standen wie angenagelt. Die Menschen beachteten sie kaum, hin und wieder streifte ein unverhohlener Blick ihr Gesicht und ihren Körper.
"Hallo - du bist zum ersten Mal hier, stimmt's?" fragte eine freundliche Stimme hinter ihr. Schlagartig lief sie feuerrot an. Der Mann trug Boxershorts und eine Maske, die das Gesicht halb verdeckte.
"Mein Name ist Uwe" sagte er und hielt ihr die Hand hin.
"Sab-Sab-Sabine" nuschelte sie und ergriff die Hand perplex. Er hielt sie an der Hand und zog sie sanft an sich.
"Dir wird nichts passieren, was du nicht willst" flüsterte er in ihr Ohr, "aber ein bisschen Kleidung solltest du schon ablegen." Sie nickte, bevor sie nachdenken konnte. Uwe schlängelte sich mit ihr durch Paare die sich angeregt unterhielten. Auf dem Weg zur Garderobe vertraute sie ihm ihre Geschichte an, dass sie zufällig hier her geraten war, das sie keine Ahnung hatte, das sie noch nie... er lachte leise und amüsiert.
"Ich bin ein Fremder für dich" sagte er und reichte ihr eine Maske, "und gerade das macht es so interessant."
Was Sabine in diesem Moment spürte, war schon weit über das Gefühl Interesse hinaus; es war blanke Begierde. Als sie sich ausgezogen hatte ging sie durch den dunklen Raum, suchte Uwe - und fand ihn.
Sie fand ihn - jede Woche seit dem. Nie wollte sie sein Gesicht sehen, nur genießen was sie einmal die Woche gemeinsam hatten - die Erinnerung an einen kalten, regnerischen Tag.

Ingrid nanunana:

...mein Gott, sollte das wirklich einer von diesen ominösen „Swingerclubs“ sein, die in ihrer Stadt wie Pilze aus dem Boden schossen?
Es sei modern jetzt, sich frei und ungezwungen miteinander zu bewegen, sich zu amüsieren und die eigene Partnerschaft zu beleben, so hatte man ihr erzählt.
Aber nie im Leben wäre sie auf die Idee gekommen, auch einmal da hin zu gehen.
Ja, eine ihrer Freundinnen hatte versucht, ihrer Ehe neue Impulse zu geben, den Phantasien und Wünschen ihres Mannes nachzugeben, aber der Versuch war kläglich gescheitert.
Jetzt war ihre Freundin Sybille allein und noch einsamer als vorher.
Auch ihr Peter hatte schon einmal solch einen Wunsch geäußert, aber sie hatte ihn ganz schnell mit einem Scherz abgetan.
Nein, das war nichts für sie, schon gar nicht, um die schon „in die Jahre gekommene“ Beziehung zu retten.
Aber dieses zwanglose Miteinander-Umgehen, das sie hier wie durch einen Schleier wahrnahm, ja diese Atmosphäre, die war schon dazu angetan, die Freude an der Lust wieder ein wenig anzufachen.
Obwohl noch eben völlig durchgefroren, wurde ihr warm bei dem Gedanken an eine so anheimelnde, geheimnisvolle Situation.
Und diese Wärme reichte ihr vollkommen, um ganz schnell diesen Raum wieder zu verlassen, bevor man sie ansprach und vielleicht noch einlud.
Plötzlich störte sie der kalte Regen da draußen gar nicht mehr.
Mit beschwingtem Schritt lief sie die Straße entlang, kaufte dunkelrote Rosen, ja für ihn, das hatte sie noch nie getan, und in ihrem Kopf arrangierte sie bereits die Blumen und so einiges Andere zu einem verführerischen Ambiente in ihrer kleinen hübschen Wohnung.
Peter sollte seinen „Swingerclub“ haben, bei ihr, nur mit ihr allein.
Und er sollte sich nie wieder nach diesem „halbseidenen“ Flair, das sie soeben erlebt hatte sehnen müssen.
Nie wieder!

Lia Fail:

...sie hatte schon davon gelesen, aber sich nie getraut selbst dort mal hin zugehen. Auch war sie sich nicht sicher, ob es was für sie war. Sie konnte sich noch gut daran erinnern, wie sie Kind war und in jedem Raum vernetzt ein PC stand. Ihre Eltern kaum ansprechbar verbrachten stundenlang ihre Zeit im Internet. Gesprochen wurde kaum noch und wenn ihre Eltern etwas von ihr wissen wollten, schickten sie ihr eine Email ins Kinderzimmer. So war es überall, bei Freunden und Bekannten. Man traf sich nicht mehr, sprach nicht mehr...alles lief über Internet und PC. Irgendwann kam der Zusammenbruch und die Regierung griff ein. Man entfernte und verbot jeglichen PC für private Zwecke. Verwirrt und zuerst hilflos lernten die Menschen wieder die Häuser zu verlassen. Es brauchte Jahre. Um die Umstellung zu erleichtern wurden PC-Häuser eingerichtet, in denen die Entwöhnung manchen leichter fiel. Das Haus hier bot den ganz schweren Fällen die Möglichkeit zum Kennenlernen. Ausgerichtet darauf einen Partner zu finden traf man sich hier an kleinen Tischen und hatte noch den PC gegenüber. Und während sie sich gegenüber saßen, nahmen sie Erstkontakt über PC mit ihrem Tischnachbar auf.
Sie sah vor sich ein Paar, das sich über ihre Computer in die Augen schauten, lächelten. Der Mann schickte der Frau ein paar Zeilen...die Frau wartete gespannt, während sie beim Kellner einen weiteren Drink für sich bestellte.

Karen cara:

....sie schaute sich um und begriff sofort, dass sie in diesem Swingerclub gelandet war! Ihr Mann hatte sie schon unendliche Male darum gebeten, mit ihr dort hinzugehen. Alleine würde er es NIEMALS tun....schwor er ihr. Nun war ihr auch alles egal, und weil sie sehr durchgefroren war, beschloss sie, einen etwas stärkeren Cocktail zu sich zu nehmen. Die Leute hier waren alle sehr freundlich, und sie fühlte sich...auch Dank Cocktail...sehr wohl auf einmal. Ein Mann mit Maske und einem arabischen Gewand bekleidet, setzte sich nun zu ihr. Er sagte nichts, sondern streichelte ihr ganz zärtlich über die nassen Haare und gab dem Barkeeper zu verstehen, noch einen Cocktail zu mixen. Nun stellte er sich hinter sie, und begann ihren Nacken zu streicheln, und ihn mit zarten Küssen zu bedecken. Sie spürte nun nur noch LUST und ließ sich von ihm ganz sanft in eine Art Kabine mit Rotlicht mitziehen. Sie entkleideten sich sehr langsam und waren beide stark erotisiert. Dann legten sie sich auf ein angenehmes Lager und sie nahm nun seine Maske ab. Es war ihr Mann! Was dann kam genossen sie unendlich.....und es kamen später niemals Vorwürfe von den beiden.