Ein Artikel, gelesen vor einigen Tagen, der mich in seiner Intensität, Trauer und Schmerz gefangen hält.

Wölfe unter sich.

Absolut soziale Wesen, geraten in Fallen, müssen sich befreien um nicht einzugehen, oder sondern sich von ihrem Rudel ab, in dem sie sich nicht mehr wohl fühlen.
Gehen den Weg der Einsamkeit, ziehen sich zurück an den Platz der tiefen Stille. Lecken ihre Wunden und überlassen sich ihrem Schmerz.

Und doch wäre ein Wolf kein Wolf, wäre da nicht eine ganz große Kraft, ein Überlebenswille, ein Durchhaltevermögen, eine Widerstandsfähigkeit und eine Freude am Leben.
Und dies alles setzt immer wieder alle Selbstheilungskräfte in Gang.

Und es kommt der Tag, da beginnen von Neuem unsere Träume.

Jede Wolfsfrau hat ihre ureigensten Träume, es würde keinen Sinn machen, sich zu einem Rudel zusammen zu schließen.

Und so ist da noch der Schmerz und doch, längst haben wir das Bild unseres zukünftigen Gefährten vor Augen.

Längst laufe ich in meinen Träumen leichtfüßig neben ihm her, gemeinsam erfreuen wir uns an den Sonnenaufgängen, schließen die Augen, wenn die warmen Sonnenstrahlen auf unser Pelz scheinen, unsere gemeinsame Gedankenwelt entführt uns in die Weite des Universums, unser gemeinsames Lachen macht diese Welt lichter, gemeinsame Tränen können Trauer besser ertragen und so laufen wir, mal gemeinsam, mal um die Wetter, mal jeder seinen eigenen Weg.
Unsere Augen sind in der Lage bis in die Tiefe der Seele zu schauen, Worte flüstern Geheimnisse ins Ohr.

Ja, Sehnsüchte und Träume, und ich suche, bin auf der Fährte, verfolge die Spur und manchmal denke ich, vielleicht sollte ich mich einfach umdrehen, vielleicht werde ich schon längst gesucht, vielleicht folgt schon längst jemand meiner Fährte, vielleicht sollte ich einfach mal still stehen.

Doch solange ich diesen Gefährten nicht gefunden habe, heule ich den Mond an, schicke meine Stimme weit hinaus ins Universum und wünsche einfach weiter.

Lilly