Zu meinem 48. Geburtstag bekam ich von meiner besten Freundin zwei Bücher geschenkt.

Einmal „Bestellungen beim Universum“ und Übungsbuch zu den Bestellungen beim Universum“ von Bärbel Mohr. Hmmm, so recht etwas damit anfangen konnte ich nicht und ich dachte, es war bestimmt lieb von ihr gemeint, aber? Eine Bestellung an das Universum abgeben und darauf hoffen, oder besser, wissen das es sich erfüllt? Na ja, wer dran glaubt, für den ist es sicher was, dachte ich so bei mir. Sie redete auf mich ein, diese Bücher unbedingt zu lesen und es doch einmal zu versuchen. Es würde mich nur ein bisschen Zeit kosten die Bücher zu lesen und den Versuch es zu probieren.

 

Ich versprach es halbherzig und irgendwann im Sommer dann ging mir der Lesestoff aus. Die beiden Bücher lagen noch auf meinem Nachtschrank und ich dachte, na gut, dann soll es wohl so sein, dass ich sie lese. Ich fing an zu lesen und konnte eigentlich gar nicht glauben, was ich dort las. Zu einfach war die Sache. Man schickt eine Bestellung ins Universum und  vertraut drauf dass sie sich erfüllt. Wenn sie sich dann erfüllt hatte schickte man ein „Dankeschön“ hinterher. Solche einfachen Sachen können nicht funktionieren, sonst würde es ja jeder tun.

 

Trotzdem, was kostete es mich schon, eine Bestellung an das Universum zu senden. Ich versuchte es einfach mal. Was ich mir wünschte? Hmmm, etwas was ich mir von ganzen Herzen wünschte. Das war gar nicht so leicht, denn eigentlich hatte ich ja alles was man sich wünschen kann. Ich hatte ein schönes Zuhause, Arbeit, drei wohlgeratene Jungs, ein Pferd und zwei Hunde und ein Auto hatte ich auch. Was sollte ich mir noch wünschen? Etwas für`s Herz vielleicht? Einen Partner? Vor fünf Jahren war mein Mann gestorben und sicher hatte ich versucht einen neuen Partner kennen zu lernen, aber alles was ich bis jetzt kennen lernen durfte, war wohl eher ein Griff ins Klo. Eigentlich hatte ich mich damit zufrieden gegeben, so zu leben wie ich lebte. Irgendwie war ich davon überzeugt, dass das Schicksal andere Pläne hatte, ich sollte andere Aufgaben erfüllen, als mit einem Partner zu leben, sonst hätte sich sicher etwas ergeben.

 

Aber so eine Bestellung an das Universum wollte ich dann doch einmal ausprobieren. Ich wollte etwas ganz utopisches wünschen, weil ich im Grunde meines Herzen sowieso nicht daran glaubte, dass es passieren konnte.

 

Man musste einiges beachten dabei. Man sollte gut drauf sein, also kam für mich nur der Sonntag in Betracht. Sonntags morgens konnte ich meistens ausschlafen und war nach der ersten Tasse Kaffee meistens super drauf. Ich nahm den Kaffee und die Bücher mit in mein Bett und studierte noch einmal wie das so ging mit dem Bestellen. Ich wollte mir einen Mann und Partner bestellen einen der auf mich zugeschnitten ist, dazu muss ich sagen sehr anspruchsvoll bin ich meiner Meinung nach nicht. Ich wollte einen Partner der mich so lieb hat wie ich bin und mich so sein lassen kann, wie ich bin. Der mit all meinen kleinen Macken leben kann und meine Jungs und meine Tiere so liebt, wie auch ich. So einen hatte ich schon mal, leider ist er gestorben. Ich hielt mich an die Angaben in den Büchern und bestellte beim Universum und vergaß dann das ganze über viele Monate.

 

Nun wollt ihr sicher wissen ob sich mein Wunsch erfüllt hat? Hmmm ja, er hat sich erfüllt dieser Wunsch. Aber wie, wo und wann, dass ist eine andere Geschichte von der ich Euch bestimmt noch einmal erzählen werde.

 

Winnie

 

Bildquelle www.pixelio.de/Tanja Jäckel