Es kann und darf nicht die Aufgabe unserer Kinder sein, für unsere „Unterhaltung“ zu sorgen. Keine Frage: wenn ein „Notfall“ eintritt, werden unsere Kinder zur Stelle sein und uns helfen (so wie wir es auch für unsere Eltern getan haben und/oder tun). Doch ein „Notfall“ ist es sicherlich dann nicht (oder nur höchst selten), wenn wir es nicht schaffen, unserem Leben einen Sinn zu geben mit dem, was wir tun, was wir denken, was wir unternehmen, mit wem wir Kontakt halten – und unsere Kinder „verpflichten“ (in unserer Erwartungshaltung ihnen gegenüber), diese Lücke zu füllen. Das schließt nicht aus, dass wir uns gut mit ihnen verstehen und sie auch gerne (und manchmal auch oft) treffen, doch sollte das von Herzen kommen und freiwillig geschehen.

Nicht unsere Kinder sind in die Pflicht genommen, sondern wir selbst sind es, die dafür sorgen müssen, dass wir ein ausgefülltes Leben haben – und dazu gehören auf jeden Fall gute Freunde. Gute Freundschaften sind wie Geschenke – wir sollten sie hegen und pflegen. Sie sind ein wichtiger Garant dafür, dass wir uns ausgefüllt und ausgeglichen fühlen können.

So jedenfalls sehe ich das.