Zwischen den Welten
Sie hatten sich zum ersten Mal getroffen..
erst 2 Tage zuvor hatte sie ihn angeschrieben..
aus welchen Gründen auch immer..
der Name war es wohl gewesen, der sie angesprochen hatte..
die erste Mail welche zurückkam..
bewirkte eine Resonanz in ihr..
die zweite Mail..
trug ihr seine Telefonnummer zu..
und so rief sie an..
Es war sofort die Gleichheit der Dinge hinter ihren Stimmen zu spüren..
die ähnlichen unbewußten Erfahrungen, das gleiche Lachen in der Sicht etwas zu sehen..
wie es Wenige tun..
Als er aufgelegt hatte dachte sie noch eine Weile nach...
War es der gemeinsame Flügelschlag gewesen, den sie in Bruchteilen von Sekunden verspürt hatte..
sie wußte es nicht..
vertraute diesem Universum ihre Gedanken und Gefühle an
und legte sich schlafen.
Am nächsten Tag war es spät geworden, die Anrufer,
das ständig permanente Zuhören mit all den Informationen zu verarbeiten,
hatte sie müde gemacht.
Und doch..
Seine Stimme am Telefon ließ sie schlagartig jede Müdigkeit vergessen..
Er machte ihr einen Vorschlag den sie unmöglich ablehnen konnte..
Sich am nächsten Tag zu treffen..er würde zu ihr fahren..
Ihm war es ähnlich ergangen..
auch er hatte seine Gedanken in dieses Universum gesprochen..
vertraute auf Reiki,, auf Karten, auf innere Gefühle die sich in äußeren Worten niederliessen..
als wäre man an einem gleichen Mauervorsprung angelangt..
und der Blick hinaus hinge nur davon ab..
wann man beginnen würde
zur gleichen Zeit...abzuheben..loszufliegen,
um sich auf unbekannte Weiten einzulassen..
In einem Selbst und der Welt da draußen..
die einem die Unendlichkeit nur spiegeln konnte..
wenn man sich auf ihre Gezeiten einließ..
Der neue Tag zog herauf und mit ihm kamen die Ängste..
welche sich wie Zinnsoldaten aufstellten..sie bedrängten..
die Richtung war noch unbekannt
Es kam der Nachmittag...der späte Glockenschlag,
der den Zeiger der Uhr wie von Geisterhand bewegte..
gleich würde es soweit sein..
Sie versuchte ihr Herz einigermaßen in den Griff zu bekommen..
die Aufgeregtheit in klugen Worten hinunterzuschlucken
Als es klingelte und sie die Tür öffnete..
Er plötzlich vor ihr stand..
ihr Herz klopfte schneller als es ihr bewußt war..
ihre Unbewußtheit erkannte ihren , seinen anderen Flügel..
es lag an ihm..
Sie setzten sich gegenüber..
Worte wechselten von Belanglosigkeiten zum intutiven Abtasten..
Heraushören aus Sätzen..die sie meinten und ihr das Gefühl geben sollten..
Der Zauber habe ihn begleitet..den ganzen Weg zu ihr..
Sie redeten über Karten.. über Erkenntnisse...
und Verletzungen die sie in ihrem Leben zu den Menschen gemacht hatten
die sich gegenüber saßen..
Er blieb distanziert, und so machte sie nicht den Hauch eines Versuches ihn zu berühren..
es blieben
das gemeinsame Lachen..der schnelle Blick des Einverständnisses über gesprochene Worte..
und gar nicht lange später
nach dem gemeinsamen Essen trafen sie seine Worte wie ein Schwert,
dass dazu geschmiedet worden war..
unsichtbare Zauber zu zerstören..
genau so schnell wie er entschieden hatte sie zu sehen..hatte er entschieden..
Sie sei nicht die Richtige..
Er müsse wohl noch alte Verletzungen aufarbeiten..
ein Hinweis den sie ihm gegeben hatte und für den er dankbar war..
Seine Worte ließen sie zurückweichen..innerlich, äußerlich..
jeden Halm als Halt suchen der griffbereit zu haben war..
und so hielt sie ihre Stuhllehne umklammert..
gab ihn wieder frei..denn sie wußte,
dass dies eine der wichtigsten Aufgaben ihres Lebens war..
andere Menschen loszulassen..
nur..diesmal tat es besonders weh..
Sie war wieder allein..
holte ihre Tarotkarten hervor..
und zog eine Karte um sich über ihre Situation klar zu werden..
es war die Königin der Schwerter, die sie in den Händen hielt..
und immer wieder die Aufgabe ...allein zu leben..sich selbst zu lieben..
Er hatte ihr Herz berührt...
den magischen Moment nicht bemerkt,
der zwischen ihnen wie das Fallen eines Vorhangs aus Sternschnuppen bestanden hatte..
sie waren alle verglommen..hatten ihren Spur umsonst gezogen..
sie dachte an ihn..
und ihr Herz setzte ihrer Sehnsucht tausend Momente entgegen..
die sie nicht gemeinsam erleben würden..
und so trauerte sie um verlorene Zeit...
Am nächsten Tag zog sie noch einmal eine Karte..
und hielt ...
den Stern..
in ihren Händen..
der einem alles verheißt...wenn man sich leiten läßt...und vertraut..
heiße Tränen brachen aus ihr hervor..
Sie war nicht allein....
©SHANIA
