Uwe Steini und Biene2711
Uwe hörte auf den Ratschlag seines Bruders, meldete sich bei Platinnetz an - und fand dort seine große Liebe Sabine. Die beiden haben ihre eigene Patchwork-Familie gegründet und sogar eigenen... lesen
Nach einigen Enttäuschungen hatte ich vor, um mein Herz einen Stacheldrahtzaun anzulegen. Ein lieber Kollege meinte, das solle ich auf keinen Fall tun. Auch wenn ich vielleicht noch ein paar weitere Enttäuschungen erleben werde, ich solle trotzdem offen für eine neue Liebe sein, denn das wäre doch so wunderbar.
Naja, dieser Kollege hatte gerade sein großes Glück gefunden und sah Vaterfreuden entgegen. Dennoch befolgte ich seinen Rat und verbannte den Stacheldrahtzaun. Trotzdem wollte ich eigentlich keine neue Beziehung mehr eingehen.
Eine alte Klassenkameradin machte mich auf das Platinnetz aufmerksam. Das gefiel mir sehr gut, weil das ja keine reine Partnerbörse ist und man so viel machen kann wie Artikel schreiben, Fragen stellen oder interessante Beiträge in Foren lesen und schreiben. Ich bin dann dem Forum "Münchner Treff" beigetreten, habe dort nette Leute kennengelernt mit denen ich schöne Unternehmungen machte. An einem Abend habe ich aus Neugier eine Mitgliedersuche gestartet: Männer, München, Freizeitbeschäftigung Musik. Das Ergebnis war überschaubar, so dass ich mir sämtliche Profile ansah. Keines riss mich vom Hocker. Oder doch? Also ein Foto war dabei, ja, auf diesen Typ stand ich als junges Mädel, aber diese Typen standen nicht auf mich. Günther sah aus wie aus einer Band der 68iger Jahre. Aber als ich sein Profil las, stand für mich fest, dieser Typ kann mit mir nichts anfangen. Also unternahm ich nichts. Aber er sah, dass ich ihn angeklickt hatte, schickte mir eine Mail und lud mich auf ein Glas Wein anlässlich des Münchner Altstadtfestes ein. Ein wenig kämpfte ich mit mir. Doch warum sollte ich diese Einladung nicht annehmen? Es gab ja nur zwei Möglichkeiten, dachte ich: Entweder sieht er mich, haut ab und lässt mich blöd stehen. Oder er ist so anständig, trinkt mit mir den Wein und verabschiedet sich danach für immer. Es kam ganz anders.
Wir trafen uns am U-Bahnhof, gingen in ein Lokal und waren uns sofort vertraut. Und von diesem Abend an waren wir unzertrennlich. Er hat mich seiner Mutter vorgestellt und wollte mich heiraten. Zuerst habe ich wegen einer Heirat etwas gezögert, aber wir waren uns sicher, dass wir für den Rest unseres Lebens zusammenbleiben wollen. Schließlich habe ich doch zugestimmt und ein Jahr nach unserem Kennenlernen haben wir uns an unserem Jahrestag, dem 19. Juli 2009, endgültig das Ja-Wort gegeben.
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