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Margarete und York

Nach einer ersten Kontaktaufnahme im Netz flogen die E-Mails hin und her, schon bald folgten Telefonate. Diese Stimme, Yorks Stimme! Sie schmeichelte sich bis in meine Träume hinein. Samtweich, verführerisch, wie uralter Whisky oder flüssige Schokolade. Es wurden stundenlange Gespräche geführt. Schnell gingen sie über ins Persönliche. Sie wurden zur lieben Gewohnheit, ohne die wir nicht einschlafen konnten. Schon bald wurde über Gefühle gesprochen, die wir beide lange verloren glaubten. Zweifel kamen auf. Wir sind doch keine Teenager mehr, die sich in ein Bild und eine Stimme verlieben?! Warum nicht! Liebe ist kein Vorrecht der Jugend. Ein Treffen wurde verabredet.

Am 08. Oktober 2007 befand ich mich mit Sack und Pack im Zug von Hamburg nach Emden. Mein Urlaub mit Freunden in Schweden war vorbei. Schade, es war eine schöne Zeit. Ich hatte mich gut erholt in dieser wunderbaren Landschaft. Doch war ich auch sehr aufgeregt. Hatte ich doch vor meinem Urlaub einen Mann kennen gelernt, viele Telefonate mit ihm geführt und auch während des Urlaubs kamen SMS und weil das Telefonieren ins Ausland nicht billig ist, hatten wir Klingelzeichen ausgemacht. Es klingelte mehrmals am Tag. Meine Freunde grinsten schon...

Nun war ich also auf dem Heimweg. Ich war sehr aufgeregt, hatte ich mich doch mit dem Mann in Emden verabredet, ganz spontan hieß es auf einmal: "Ich komme zu dir nach Emden."

Tja, und dann endlich, Uhrzeit weiß ich gar nicht mehr, muss aber später Nachmittag gewesen sein, stand ich dem Mann gegenüber, mit dem ich heute ein gemeinsames Leben plane.

Das Herzklopfen war bestimmt zu hören, so stark war es. Zudem wieder diese Zweifel. Was ist, wenn……? Zum Umkehren war es zu spät und auch nicht gewollt. Ich sah hinüber und genau in zwei blaue Augen, die mich anstrahlten. Mein Herzklopfen steigerte sich noch. Meine Güte, erst diese Stimme und nun diese Augen, in denen ich zu versinken glaubte. Er kam auf mich zu. Immer noch lächelnd, nahm er meine eiskalte Hand in seine Hände, und mir tief in die Augen sehend, hob er meine Hand an seine warmen Lippen.

Die Welt stand still.... Wir waren angekommen!

Dies ist der Anfang einer unendlichen Geschichte...

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