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  • Abzocke am Totenbett? …… Sollte man vorsorgen? Und wie?

    Todesfall in der Familie … Trauer, Schock, Kopflosigkeit … und dann?
    Dann kommt der Zusammenprall mit der Realität! Ja, dann müssen ungewohnte Entscheidungen getroffen werden:
    Wie hätte der/die Verstorbene seine Beisetzung haben wollen? Erd-, Feuer-, Seebestattung? Trauerfeier? …? …?
    Unsicherheit kommt zusätzlich auf, denn er/sie hat ja nichts bestimmt!
    Und dann kommen mit der Unterstützung in Person des Bestatters die Kosten:
    -> für den Bestatter von der Sargausstattung bis zur Danksagung mit schier endloser Aufpreisliste,
    -> für den Steinmetz,
    -> für die Kirche von der Trauerfeier bis zum Orgelspieler mit jeder Menge aufpreispflichtiger Leistungen,
    -> für die Behörden von der Friedhofsgebühr über den Erbschein bis zur Gebühr für die Genehmigung einer Grabmalaufstellung,
    -> für die Sonstigen (Versicherungen, Arbeitgeber, Banken etc.).
    Da muss schon Erbmasse da sein, um alles bezahlen zu können! Und sind die angebotenen Leistungen ihren Preis wert (bei den Behörden kann man ihnen leider nicht entgehen)? Und, hat man alles richtig gemacht?
    Bleibt die Gretchenfrage:
    Macht es Sinn, schon zu Lebzeiten für den eigenen Tod vorzusorgen und alle Details festzulegen, damit die Hinterbliebenen nicht in Verdrückung geraten? Oder sollte es nach dem Motto gehen: Nach mir die Sintflut?

Antworten

  • A. Lerche 28.06.2008, 07:10:52

    Ja, Klaus, so ist das wirklich noch auf dem Land...ist eigentlich traurig, denn mit "Trauer" hat das wirklich nicht viel zu tun !!

  • Ehemaliges Mitglied 28.06.2008, 08:06:43

    Tut mir leid, Iny, dass Du eine solche Erfahrung machen musstest. Aber das kommt dabei heraus, wenn nicht rechtzeitig alle notwendigen Dinge geregelt werden und sie auch auf dem Laufenden gehalten werden.

  • Ehemaliges Mitglied 28.06.2008, 08:51:31

    Vielleicht dachte ja mein Mann auch so:-)Und er dachte an die steigenden Kosten...
    Der hat zu Lebzeiten viel Späßchen gemacht mit seinem sichtbaren Tod, er sagte in der Gemeine... ein Paß rentiert sich nimmer... die ist fast vom Hocker gefallen... ist halt der Galgenhumor.... jeder lebt dies anders aus... obwohl auch er oft sehr traurig war, aber nie draussen.

  • Ehemaliges Mitglied 28.06.2008, 07:59:15

    Die Beerdigung meines Mannes (plötzlicher Herzsekundentod zu Hause)mit Einzelgrab, preiswerteste Variante aber doch schön, Trauerfeier hatte der für mich gerufene Seelsorger von der Rettungmannschaft umsonst gehalten, kurz Kaffe, Brötchen, Kuchen für die Familie zu Hause, hat meine Tochter alles arrangiert, ich war zu nichts in der Lage, Grabbepflanzung, meine Tochter hat ais Steinmetzin sonst alles gemacht, ich hatte es also schön und sehr preiswert bekommen - 5000 Euro waren für mich schmerzhaft. In der Lebensversicherung meines Mannes stand noch der Name einer ehemaligen Freundin von vor 25 Jahren in der Urpolice, obwohl wir bei unserer Hochzeit alle Versicherungen geändert hatten, die Hamburg Mannheimer hatte trotzdem vergessen, den Namen zu löschen. Die Versicherungssumme bekam also die Freundin von damals, mein Mann hatte mit ihr damals Schluss gemacht, weil sie seine 3 kleinen Töchter immer misshandelte. Aber sie bekam das Geld, ich musste alles bezahlen. Deshalb meine Warnung hier vor vergessenen, später aber unerwünschten Personen als Bezugsberechtigte in Lebensversicherungen! Hinterlasst Euren geliebten Angehörigen nicht ein Tohuwabohu an Kosten.

  • Ehemaliges Mitglied 28.06.2008, 09:06:41

    So, dritter Anlauf, damit ich endlich zum Früstück komme. Ich mache dicht und wünsche allen ein warmes, sonniges Wochenende!
    Erich