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  • Das Sterben gehört zum Lebenslauf

    Im Rückblick auf eine vor einigen Tagen hier angesprochene Frage mit ähnlicher Überschrift, die mich weiterhin beschäftigt, möchte ich dieses überaus sensible Thema nochmals zu Diskussion anbieten.
    Sowohl die Fragestellung, als auch der weitere Verlauf der Frage erschien mir persönlich nämlich so ziemlich daneben.
    Die Herausforderungen, die uns das Leben im Hinblick auf "gemeinsam zu bewältigende Aufgabe" stellt, werden meiner Meinung nach heutzutage nämlich weitgehend verkannt.
    Allzu leicht wird über Situationen geurteilt, in denen uns die persönliche Erfahrung fehlt. Der bloße Verweis darauf, die Bevölkerungszahl der Erde könne "zu hoch" werden erscheint mir nicht gerechtfertigt. Und wenn dies schon die Wurzel des Übels sein soll, so wird die Grundlage im wesentlichen bei der schnellen Vermehrung und nicht beim nicht rechtzeitigen Ableben zu suchen sein.
    Tenor der Frage war jedoch: "Wir verhindern das Ableben durch die Weiterentwicklung der Medizin, die Bewältigung von Epidemien und das Bewältigen von Katastrophenfolgen"
    Meiner Meinung nach hat das vorherrschende, in erster Linie auf Profit ausgelegte Denken, das die Mitmenschlichkeit in den Hintergrund treten lässt, den weitaus größten Anteil an der Misere.
    Bei einer Gleichung, in der "Geben" und "Nehmen" sich ausgleichen sollten, sind viele nämlich nicht mehr zum Geben bereit, und anstelle des Nehmens, das ja ein Geben voraussetzt steht dann nur noch das "Fordern".
    Ich bitte um eine sachliche und freundschaftliche Diskussion, bei der es nicht nur das Verhalten der anderen zu kritisieren gilt, sonder jeder auch einmal sein eigenes Verhalten betrachten sollte.

Antworten

  • Ehemaliges Mitglied 20.10.2009, 19:32:40

    stimmt, Miezela,
    hast recht,
    heutzutage heißt es in der Pflege, trocken, sauber und satt,
    wenn überhaupt,
    jede Hand die hilft, hilft allen die pflegen,
    aber allen die dies nicht ermöglichen wollen auch.

  • .. Miezela 20.10.2009, 19:31:07

    Lucy

    ich hatte meiner Mutter versprochen, sie nie in ein Heim zu geben
    und ich bin heute glücklich, dass ihr ihr diesen Wunsch (auch wenn es mir sehr schwer fiel und ich meine eigenen Bedürfnisse auf Null schrauben musste) erfüllt habe, ich war bei ihr als sie starb

    ich könnte mich nicht mehr im Spiegel anschauen, hätte ich sie "abgeschoben"

    aber nicht jeder hat meine Lebenseinstellung
    wer dies nicht will oder kann, den verurteile ich nicht
    das muss jeder für sich selbst entscheiden

  • A. Gutemine 20.10.2009, 19:18:17

    miezela,
    der verlauf dieser vorfrage mit deinem hinweis auf "soylent green" - deutscher titel 2022 ............. die überleben wollen ging mir ja auch tagelang im kopf herum, sodass ich mit dieser frage schwanger wurde

  • .. Miezela 20.10.2009, 19:40:37

    aber eigentlich schweifen wir von Allys Thema ab

    und natürlich gehört Sterben zum Lebenslauf
    niemand lebt ewig
    die Geburt ist der erste Tag unseres Sterbens

    also nutzen wir jeden Tag unseres Lebens, der uns vergönnt ist
    verschwenden wir ihn nicht
    wir haben nur dieses eine Leben und kein zweites in der Schublade

  • Ehemaliges Mitglied 20.10.2009, 19:55:04

    Kann die Katze nicht sprechen? Musst du das für sie tun, bösmaus?